ESC Voting 2018

Auch in diesem Jahr gibt es mal wieder ein User Voting. Bitte stimmt fleißig ab, dann kann man sich ein Bild davon machen wie so die Stimmung der ESC-Fans in diesem Jahr ist.

Spotify Playlist ESC 2018

Wir sind zwar noch in einer relativ frühen Phase des Eurovision Song Contests 2018, aber ich habe schon einmal wie jedes Jahr die verfügbaren Songs in einer Spotify Playlist zusammengestellt.

Buchmacher Tipps

Auch 2018 werde ich wieder die Buchmacher beleuchten und schauen, ob sie auch heuer wieder den richtigen Riecher haben. Aktuell findet ihr hier die Jahre 2007-20111 und 2017.

Deutschland: Jury vs. Televoting

Auch in diesem Jahr gibt es wieder recht große Unterschiede zwischen den Televoting und den Jury Ergebnissen. Man kann sich ja generell darüber streiten, ob man heute noch eine Jury braucht. Von 2002 bis 2008 gab es ausschließlich Televoting. Dies wurde wieder geändert, weil es 2008 in Belgrad zu unterschiedlichen Bewertungen zwischen Televoting und Back-up-Jurys gab. Ich finde jetzt die Installation der Jurys nicht zwingend notwendig aber bin jetzt auch kein glühender Verfechter der Abschaffung ebendieser. Es ist sicher interessant zu sehen wie die vermeintlichen Spezialisten abstimmen und welche Unterschiede es zu den Televotern gibt. Ich bin mir fast sicher, dass Lordi 2006 nicht gewonnen hätte, wenn die Jury in dem Jahr keine Pause gehabt hätte. Ob wir das gewollt hätten, steht auf einem anderen Blatt Papier. Ohne die Jurys hätte 2015 Italien gewonnen an Stelle von Schweden. 2016 hätte verdienterweise Russland anstatt der Ukraine gewonnen. Salvador (2017), Conchita (2014),  Emmelie (2013), Loreen (2012) Ell & Niki (2011) und Lena (2010) hätten auch ohne Jury gewonnen. Auch in diesem Jahr hätte der Sieg von Netta mit und ohne Jury Bestand. Warum sich trotzdem so viele wieder über die Jurys beschweren? Weil wir uns einfach gerne beschweren, denke ich. Man kann beim ESC so schön streiten: über Kleider, Bühnenauftritte, Gesang, Song, und eben auch Jurys aber ist es nicht das was den Contest ausmacht?

2. Halbinale

Im 2. Halbfinale, bei dem Deutschland abstimmungsberechtigt war, ist die Wertung von Jury und Televotern recht ähnlich. Ganze 7 Acts wurden von beiden getippt (grün). Auffallen ist, dass der Juryliebling Schweden von den deutschen Televotern keine Punkte bekommen hatte und somit nicht das Finale erreicht hätte. Allerdings war in der Gesamtheit gesehen, der Finaleinzug von Schweden nicht gefährdet. Lettland und Malta wurden zudem gut von der deutschen Jury platziert, obwohl sie das Finale insgesamt nicht erreichen konnten. Malta wurde übrigens in der Gesamtheit der Zuschauer auf den letzten Platz im Halbfinale gesetzt. Insgesamt tippten die Televoter in Deutschland 9 Länder richtig und die Jury 7.

Land M. Roos M. Giesinger S. Stadler M. Singer Lotte Punkte Q
Schweden  1  1  1  1  1  12 X
Lettland  2  2  2  2  5  10
Australien  3  4  3  3  2  8 X
Niederlande  8  3  5  4  3  7 X
Malta  4  6  6  5  11  6
Norwegen  6  14  4  8  7  5 X
Moldawien  5  11  8  12  4  4 X
Slowenien  16  5  7  7  10  3 X
Polen  10  7  9  6 18  2
Serbien  11  15  12  11  6  1 X

 

Land Punkte Televoting Q
Polen  12
Dänemark  10 X
Ungarn  8 X
Australien  7 X
Serbien  6 X
Moldawien  5 X
Norwegen  4 X
Niederlande  3 X
Slowenien  2 X
Ukraine  1 X

Finale

Wir hatten in diesem Jahr ziemlich viele polarisierende Lieder (z.B. Israel, Estland, Ungarn, Spanien), welche mit politischen , sozioökonomischen oder sozialkritischen Texten (z.B. Italien, Frankreich, Israel, Irland), mit dümmlichen Texten (z.B. Estland, Zypern) oder Schmachtfetzen (z.B. Litauen oder Spanien). Zusätzlich gibt es zwei Gruppen von Zuschauern oder Jurymitgliedern – die auf den Text hören, oder denen die Melodie wichtig ist und denen egal ist, von was der Song handelt. Ich muß zugeben, dass ich zur zweiten Gruppe gehöre.

Die größten Unterschiede zwischen den deutschen Televotern und der Jury waren die Nichtberücksitigung der Televoting Lieblinge Italien, Tschechien und Dänemark und umgekehrt Schweden und Australien. Dies zog sich in diesem Jahr durch auch durch den gesamten Contest. Zusätzlich waren Ungarn und die Ukraine eher Zuschauerlieblinge und Albanien und Österreich eher die der Jurys, zusätzlich jeweils zu den oben genannten. Ein bischen ärgerlich sind die Abstimmungen immer für Italien. Man kann schon fast sagen dass die Jurys Italien übergehen – und das seit Jahren (2018: 190 Punkte weniger,2017: 82, 2015: 182. Ebenso ist festzustellen dass Schweden in den vergangenen Jahren deutlich mehr Punkte von den Jurys als von den Televotern bekommen hat (2018: 232 Punkte mehr , 2017:92, 2015: 84, 2014: 11, 2013: 15 Plätze besser). In den in Klammern nicht genannten Jahren ist es übrigens, gerade bei Italien andersrum. Grund sich zu beschweren? Ninja eher nicht, eher die selektive Wahrnehmung.

Land M. Roos M. Giesinger S. Stadler M. Singer Lotte Punkte
Schweden  1  1  1  1  1  12
Österreich  4  3  2  3  2  10
Irland  3  2  3  2  5  8
Australien  2  5  4  4  4  7
Spanien  7  4  6  6  7  6
Niederlande  10  6  5  14  10  5
Litauen  16  7  7  10  6  4
Zypern  6  10  10  5  23  3
Estland  19  8  20  9 3  2
Israel  5  16  8  11  11  1

 

Land Punkte Televoting
Italien  12
Israel  10
Tschechien  8
Irland  7
Zypern  6
Österreich  5
Litauen  4
Dänemark  3
Ungarn  2
Vereinigtes Königreich  1

 

Israel gewinnt den Eurovision Song Contest 2018


Herzlichen Glückwunsch an Netta Barzail aus Israel, die den 63. Eurovision Song Contest gewinnen konnte, und und somit im kommenden Jahr in Tel Aviv oder Jerusalem begrüßen darf. Ein Song, der sehr stark polarisierte wie ich nicht zuletzt aus Kommentaren oder auch aus der Erfahrung bei unserer gestrigen ESC Party sehen konnte. Für mich war der Song schon beim ersten Hören der Gewinnersong und das ging auch dem einen oder anderen meiner Freunde so. Für andere zählte er zu den schlechteten Gewinnersongs ever. Nunja das gibt es ja bekanntlich öfter, ich konnte mich mit dem letztjährigen Beitrag oder dem davor auch nicht anfreunden. Aber das ist ja das schöne am ESC, es bestimmen 43 Jurys bestehend aus 5 Personen und die Televoter aus 43 Ländern, welches Land gewinnt und dann passiert es eben manchmal dass der eigene Geschmack nicht getroffen wird.

Die Juryfavoriten warne in diesem Jahr Österreich, Schweden (aber sowas von), Israel, Deutschland und Zypern. Die Favoriten des Televotings Israel, Zypern, Italien und Tschechien. Über die Lieblinge und vor allem die Unterschiede in den Jury/Televotings müssen wir später noch sprechen, denn was wäre ein Jahr ohne die Jury für ihr Abstimmverhalten zu tadeln?

Einen unschönen Moment gab es beim Auftritt der für Großbritannien startenden Sängerin SuRie, bei der ein Flitzer mit einer vermeintlich politischen Botschaft die Bühne erstürmte und sich des Mikrofons der Sängerin bemächtigte. Man würde ja meinen, die Verantwortlichen hätten aus dem Vorfall 2010 gelernt, bei dem Jimmy Jump die Bühne von Daniel Diges erstürmte. Er hingeben gesellte sich nur zu den Tänzern und entriss dem Sänger nicht das Mikro. SuRie zeigte aber ihre Professionalität und sang weiter und verzichtete, obwohl sie die Möglichkeit gehabt hätte, auf ein Wiederholen ihres Songs.

Auch in Deutschland gibt es natürlich was zu feiern, den 4. Platz von Michael Schulte. Wenn man Lena außen vorlässt, ist es das beste Ergebnis für uns seit Sürpriz im Jahr 1999. Wer hätte hätte das im vorherein gedacht? So kann man sich täuschen. Ein großes Kompliment an Michael Schulte, der trotz der Kritik im Vorfeld auf dieses gute Ergebnis hingearbeitet hat. Es hat wieder einmal Spaß gemacht bei der Punktevergabe mitzufiebern und nicht wie in dern vergangenen Jahren, die Punkte einfach so zur Kenntnis zu nehmen. $. Platz bei der Jury und 6. Platz bei den Zuschauern. Toll!

Deutschland im Höhenflug

Es ist schon erstaunlich: vor dem Contest lag Deutschland nur unter Ferner Liefen und konnte seine Platzierungen nur im Bereich Platz 18 bis 24 verändern. Auch nach dem ersten Halbfinale tat sich nicht besoners viel was die Buchmacher angeht, höher als Platz 15 ging es weiterhin nicht. Gestern Abend aber hatte man das Gefühl, dass nach jedem neuen Act der beim Halbfinale auftrat, Deutschland um ein oder zwei Plätze nach oben kam. In erster Linie kann das nur an den schlechten Gesangsleistungen in diesem Halbfinale liegen. Heute ist bisher die höchste Platzierung Deutschlands seit wahrscheinlich Lena 2010 zu verzeichnen mit Platz 4. Es gab auch das umgekehrte Spielchen z.B. bei Moldawien, die noch gestern vor dem Halbfinale auf Rang 6 lagen und heute auf den 17. Platz zurückgefallen sind. Allerdings wechseln die Platzierungen aktuell minütlich, wer weiß wie das morgen kurz vor dem Contest aussieht.

Aber das ist noch nicht alles, was unsere Hoffnungen morgen Abend auf die Spitze treibt. Zusätzlich kam noch die Startnummernvergabe fürs Finale dazu. Michael Schulte wurde der elfte Startplatz zugewiesen – sagt euch nichts? Nun ja – als kleines Zahlenspiel – in den vergangenen 4 Jahren gewann zweimal der Interpret auf dem 11. Startplatz und das ist noch nicht alles. Dass der zweite Startplatz der Todesslot ist, bei dem in der Regel der Interpret über die Jahre gesehen am schlechtesten abschneidet, ist bekannt. In der Tat ist es der elfte zusammen mit dem 18. Platz bei denen der Interpret am besten abschneidet. Ich werde hier mal eine ausführlichere Analsyse machen aber seit 2004, das Jahr in dem die Halbfinale eingeführt wurden, ist das tatsächlich so. Auf dem 17. Startplatz gab es bisher die meisten Gewinne, nämlich 2006, 2007, 2012. Es scheint so, als ob Deutschland tatsächlich gut abschneiden könnte, für sicherlich viele sehr unerwartet.

Regelrecht durchgereicht wurde auch Spanien, die immer mit vorne lagen und aktuell nur noch auf dem 20. Platz zu finden sind. Dazu kommt noch dass Almara und Alfred mit dem Todesslot 2 belohnt wurden – not. Erstaunlich ist der 4. Platz (Oddschecker) aktuell bei Irland (Eurovisionworld Platz 3). Vor dem Auftritt konnte Ryan nur um den 30. Platz herum gefunden werden. Quasi unverändert sind die drei Favoriten Zypern, Israel und Frankreich).

2. Halbfinale 2018 – Gedanken


Das zweite Halbfinal fülte sich schon wesentlich richtiger an als das erste, obwohl hier die vermeintlich schwächeren Songs vertreten waren. Die Moderatorinnen konzentrierten sich mehr auf ihren Auftritt und unterließen die unlustigen Zwisschensketche, sondern unterhielten sich mit den Kandidaten im Green Room. Planet Portugal und ESClopedia waren zwar immer noch unlustig, vor allem ersteres, aber als Zwischenhappen ertragbar.

Leider gab es bei den Auftritten der Künstler ein erhebliches Problem – schiefe Töne im Dutzend. Bereits im ersten hatte ich mich ja schon über die Schweiz gewundert, bei denen die schiefen Töne besonders gut rüberkamen aber was wir im zweiten ertragen mussten war noch einmal eine ganz andere Hausnummer: San Marino – ging so, Dänemark – schwierig, Polen – indiskutabel, Australien – falsche Tonlage, Russland – puh!, Malta – schief.

Zu den wenigen musikalischen Highlights gehörte Ungarn, Ukraine, Serbien, Moldawien und Montenegro.

Man dachte sich jetzt schon fast, dass es die vier im Halbfinale teilnehmeenden Immerqualifikanten (Rumänien, Russland, Australien und die Ukraine) es diesmal schwer haben würden, diese schadlose Bilanz aufrechterhalten zu können. Dieses Schicksal ereignete ja bereits im ersten Halbfinale Aserbaidschan, dass sich das erste Mal seit seiner Teilnahme nicht fürs Finale qualifizieren konnte. So kam es dann auch un die beiden erstgenannten konnten sich nicht qualifizieren, Russland war seit 1994 ohne Tadel und Rumänien seit 1993. Australien kam noch einmal mit einem blauen Auge davon. Jetzt ist diese Gruppe auf 2 Länder geschrumpft, die Ukraine seit 2003 und Australien seit 2015.

Der peinlichste Augenblick des Abends war dann auch die gefakten Tonprobleme beim Auftritt von Slowenien. Leider ging die Rechnung auf und Lea Sirk konnte sich fürs Finale qualifizieren. Ich sehe vor meinem inneren Auge schon im kommenden Jahr bei jedem zweiten Act Tonprobleme oder eine Klatschfalle. Gruselige Vorstellung.

Startnr. Land Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
1 Norwegen Norwegen Alexander Rybak That’s How You Write a Song
M/T: Alexander Rybak
2 Rumänien Rumänien The Humans Goodbye
M: Alexandru Matei, Alin Neagoe; T:Cristina Caramarcu
3 Serbien Serbien Sanja Ilić & Balkanika
Сања Илић & Балканика
Nova Deca (Нова Деца)
M: Aleksandar Sanja Ilić, Tatjana Karajanov Ilić; T: Danica Krstajić
4 San Marino San Marino Jessika feat. Jenifer Brening Who We Are
M/T: Mathias Strasser, Zoë Straub,Christof Straub, Jenifer Brening, Stefan Moessle
5 Dänemark Dänemark Rasmussen Higher Ground
M/T: Niclas Arn, Karl Eurén
6 Russland Russland Julija Samoilowa
Ю́лия Само́йлова
I Won’t Break
M/T: Leonid Gutkin, Netta Nemrodi, Arie Burshtein
7 Republik Moldau Moldau DoReDoS My Lucky Day
M: Filipp Kirkorow; T: John Ballard
8 Niederlande Niederlande Waylon Outlaw in ’Em
M/T: Jim Beaver, Willem Bijkerk, Ilya Toshinskiy
9 Australien Australien Jessica Mauboy We Got Love
M: DNA (David Musumeci, Anthony Egizii); T: DNA (David Musumeci, Anthony Egizii), Jessica Mauboy
10 Georgien Georgien Ethno-Jazz Band Iriao
ირიაო
For You
M: Davit Malazonia, Mikheil Mdinaradze; T: Irina Sanikidze
11 Polen Polen Gromee feat. Lukas Meijer Light Me Up
M/T: Andrzej Gromala, Lukas Meijer, Mahan Moin, Christian Rabb
12 Malta Malta Christabelle Taboo
M: Johnny Sanchez, Thomas G:son; T: Christabelle Borg, Muxu
13 Ungarn Ungarn AWS Viszlát Nyár
M: Dániel Kökényes, Bence Brucker,Áron Veress, Soma Schiszler; T: Örs Siklósi
14 Lettland Lettland Laura Rizzotto Funny Girl
M/T: Laura Rizzotto
15 Schweden Schweden Benjamin Ingrosso Dance You Off
M/T: Benjamin Ingrosso, MAG, Louis Schoorl, K Nita
16 Montenegro Montenegro Vanja Radovanović
Вања Радовановић
Inje (Иње)
M/T: Vanja Radovanović
17 Slowenien Slowenien Lea Sirk Hvala, Ne!
M: Lea Sirk, Tomy DeClerque; T: Lea Sirk
18 Ukraine Ukraine MELOVIN Under the Ladder
M: Mélovin; T: Mike Ryals

1. Halbfinale 2018 – Gedanken

Gestern Abend ist unser Favorite Event endlich gestartet. Volle Frauenpower wurde von dem portugiesischen Fernsehen RTP aufgeboten. Gleich vier(!) Moderatorinnen wurden vorgestellt, neben Filomena Cautela, Sílvia Alberto und Catarina Furtado kam noch Schauspielerin Daniela Ruah (Navy CIS: L.A.) dazu. Kennt Ihr nicht? Ich auch nicht. Nachdem wir letztes Jahr von den drei Moderatoren in Kiew angeödet wurden, dachte man es kann nicht mehr schlimmer werden. Mann, was haben wir uns geirrt. Irgendwie hat das ganze mittlerweile System, denn im deutschen Vorentscheid hatten wir auch die aufgesetzeste Moderation seit Langem. Früher war irgendwie mehr Lametta!

Man sitzt ja doch in der ESC Bubble fest und es ist oft so, dass man sich langsam aber sicher Lieder schön hört, oder sich von anderen Stimmen in der Blase beeinflussen lässt. Ich hätte mich bei der ersten Startnummer Aserbaidschan eher an meine eigenen Meinung erinnern sollen als der Song vorgestellt wurde: Dreamteam versemmelt Song. Auch lässt man sich leicht von den Ausschnitten aus den Proben beeinflussen und die muteten sehr eurovisionell an. Durch das alles und noch den Fakt dass Aserbaidschan sich bisher in jedem Halbfinale qualifizieren konnte, stimmuliert so lange die kognitiven Wahrnehmungszentren des Gehirns bis man den Song schließlich für weiterkommenswürdig befindet. Großer Fehler und nicht der einzige an diesem Abend. Nein ein weites Flatterndes Nachthemd mit Flügelärmeln, Windmaschine und barfuß vor blauem Hintergrund reicht noch nicht für den Finaleinzug, auch wenn die Komponisten Dimitris Kontopoulos und Sandra Bjurman heißen.

Das fehlen der LED Wand wurde für ein paar Interpreten zur Stolperfalle. Sind die Künstler oder ihre Crews nicht mehr in der Lage ein funktionierendes Bühnenbild zu entwerfen? Die stygischen Schwestern aus Belgien und Kroatien wunderten sich doch wohl nicht wirklich warum sie ausgeschieden sind. Gleiche Schiene was Song, Bühnenbild, welches Bühnenbild und Outfit betraf. Das sowas nicht gut sein kann sollte doch von vornherein klar sein.

Aber es gab auch gute Shows. Am Besten fand ich hier Saarah Aalto für Finnland. Die Show war stimmig und gut inszeniert. Auch von Netta für Israel war ich angenehm überrascht. Dass sie den Looper den sie nun doch nicht benutzen durfte gegen ein LED Leuchtpad austauschte, gab dem Auftritt das gewisse Etwas.  Bulgarien, meinen Lieblingssong in diesem Jahr fand ich hingegen nicht sonderlich ansprechend inszeniert. Während des gesamten Auftritts wollte der Funke nicht so richtig auf mich überspringen. Erst zum Ende hin wurden vereinzelt ein Paar Glückshormone ausgeschüttet aber in sehr begrenztem Rahmen. Vielleicht war alles einfach zu perfekt geplant. Apropos perfekt, die Schweiz war es sicher nicht. Furchtbar anstrengendes, man mag fast schon sagen verzweifeltes, Gekreische hätte ich unmöglich weiterwählen können. Getoppt wurde das ganze nur noch von Mazedoniens Frontfrau Marija Ivanovska, die nicht nur äußerst schief gesungen hat, sondern auch noch wunderbar vulgär gekleidet war. Sie hätten sich ein Beispiel an Armenien nehmen sollen. Der wunderbare Sevak nahm seinen Gesang in den hohen Tönen eher zurück und ließ seine Backgroundsänger diese Töne singen. So saßen sie, nicht wie bei dem Vorentscheid, wo doch einiges daneben ging. Leider konnte er sich trotzdem nicht qualifizieren. Litauen konnte bei der Inszenierung überzeugen, ebenso wie Irland. Aber beide Songs ist eher Ramschware. Die Anrufer für Irland wollten doch nur Russland eine Lehre erteilen, indem sie nun sicherstellen, dass sie bei einer Finalqualifikation den LGBTIQ-Beitrag auch ausstrahlen müssen. Ein bischen Schadenfreude zaubert sich da auch auf mein Gesicht, das muß ich ehrlich zugeben. Aber leider ging das auf Kosten von Armenien oder Griechenland, deren Songs um Welten besser waren.

Über den Beitrag aus Österreich freue ich mich am meisten. Sympathischer Sänger ohne viel Schnickschnack, wenn man von der Hebebühne, den Lichtsäulen und Feuerwerken absieht, der den mittelprächtigen Song richtig gut rüber bringen konnte. Ich glaube wir werden nach dem ESC noch mehr von Cesár Sampson hören. Nun zur Favoritin Eleni aus Zypern. Die zu 2/3 aus Beinen und zu 1/3 aus Haaren bestehende Sängerin hat mich tatsächlich nicht so sehr begeistert, wie man es durch die Vorabclips oder Berichte erwarten konnte. Das bühnenbild passte nicht zu den Klamotten, ich sag nur lila Adler vor lila Hintergrund. Das einzige AH-Erlebnis hatte ich bei dem Screen mit den Feuerflügeln. Ansonsten wirkte die gesamte Performance auf mich etwas billig. Mal schauen ob es im Finale nochmal diesen WoW-Effekt für viele Zuschauer gibt.

Die Intervall-Acts bzw. Showeinlagen/Sketche der Moderatoren oder das vollkommen unwitzige Planet Portugal konnte meine Begeisterung in keinster Weise steigern. Vielleicht hätte man sich hier ein Beispiel an Schweden nehmen können, bei denen die Pointen egal was sie in die Hand oder in den Mund nehmen immer auf dem Punkt sind.

Immerhin haben sie die Big 5 nicht übermäßig mit Gequatsche belästigt und die Musikstücke in guter Länge gezeigt. Ich würde es trotzdem besser finden, wenn auch diese und das Gastgeberland in den stimmberechtigten Halbfinalen Liveauftritte hätten. So könnte sich das Publikum schon einmal mit den Titeln auseinandersetzen und sie, wie die anderen Songs auch, nicht erst am Samstag quasi zum ersten Mal komplett sehen. Aber die Richtung stimmt schon einmal. Aber bitte liebe Portugiesen: müssen diese krampfhaft lustigen Scherze wirklich sein? Ja, SuRie wirkt surreal, haha wie lustig! Und Amaya und Alfred aus Spanien: könnt ihr euch bitte jetzt endlich mal ein Zimmer nehmen oder dürft ihr das erst nach dem ESC um das Feuer zu erhalten? Das krampfhaft zur Schau gestellte Verhältnis ödet mich so an. Achja die Okulele Einlage von Portugal war ok :D.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich mir bei dem vermeintlich starken Teilnehmerfeld etwas mehr erhofft hatte, das kann aber daran liegen dass man im voraus immer größere Hoffnungen hegt, die dann vielleicht nicht erfüllt werden können. Dummerweise sehe ich für das morgige zweite Semi keine viel bessere Show und hoffe nur dass am Samstag dann der Knoten noch platzt und uns die Unrerhaltung präsentiert wird, die wir auch erwarten.

Prognose für das erste Halbfinale 2018


Was sich die letzten Tage abgezeichnet hatte, ist heute morgen eingetroffen: Eleni hat mit ihrem Fuego für Zypern die Führung bei den Buchmachern sowohl für das erste Halbfinale als auch für den gesamten Contest übernommen:

Eine Qualifikation bei diesem Startplatz (19.) ist ebenso fast selbstverständlich. Bei bisherigen 24 Halbfinalen konnten sich nur 5 vom letzten Startplatz nicht qualifizieren. Weitere sichere Qualifikationen sollte es von Israel, Tschechien, Estland, Bulgarien geben. Österreich und Griechenland scheine sich auch sicher qualifizieren zu können. Haben wir noch einen Spielraum von 3 Ländern. Nun schauen wir mal auf die Tabelle mit der Anzahl der Finalqualifikationen und werden hier mit Aserbaidschan und Armenien fündig, die sich bisher immer (Aserbaidschan) oder nur einmal nicht qualifizieren konnten (Armenien). Wie gut dass auch bei den Buchmacher diese Länder auf der Liste stehen. Um den letzten Startplatz sollten sich dann noch Litauen, Finnland, die Schweiz und Belgien. Die Prinzen haben noch Kroatien auf der Uhr. Ich würde ehrlicherweise sehr gerne Finnland im Finale sehen aber ich glaube dennoch dass es für den James Bond Song von Belgien reichen könnte.

Mein Tipp:
Zypern
Israel
Tschechien
Bulgarien
Estland
Österreich
Griechenland
Armenien
Aserbaidschan
Belgien

Ich wünsche Euch viel Spaß heute Abend um 21:00 Uhr auf ARD One oder auf eurovision.com. Kommentiert wird natürlich von Peter Urban und das bereits zum 21. Mal seit 1997, mit einer Ausnahme: 2009. In Österreich wird von Andi „Jetzt hat uns die den Schas gewonnen“ Knoll auf ORF 1 kommentiert. Hier beginnt die Übertragung bereits um 20:15. Sven Epiney kommentiert für die Schweiz auf SRF zwei ab 21:00 Uhr.

 

 

Qualifikationen der einzelnen Länder in den bisherigen Halbfinale

Auch in diesem Jahr wird wieder hochgerechnet, wie groß laut Statistik die Wahrscheinlichkeit ist, das es ein Land vom Halbfinale aus schafft ins Finale einzuziehen ohne dass der teilnehmende Song eine große Rolle spielt. In diesem Jahr könnte das Spielchen aber hinfällig sein, da wir zum Beispiel sehr starke Song aus Ländern haben, die sich in vergangenen Jahren nicht oder nur selten fürs Finale qualifizieren konnten. An vorderster Front ist hier Tschechien mit 16,5% Qualifikationen also einer Finalteilnahme bei 6 Versuchen zu nennen oder Bulgarien (27,3% – 3/11).

2004-2007 gab es eine Sonderregelung. Hier durften die 10 best platzierten Länder im Folgejahr direkt ins Finale einziehen. 2005 sind hier nur 9 aufgelistet, da es Serbien & Montenegro nicht mehr als einzelnen Teilnehmer gibt. 2011 gab es keinen Direktqualifikanten, da im Vorjahr Deutschland mit Lena gewonnen hatte und wir ja sowieso fürs Finale qualifiziert sind. 2018 sind folgende Länder die schon in Halbfinale teilnahmen, nicht dabei: Bosnien & Herzegowina, Türkei, Andorra, Slowakei und Monaco. Bei Portugal ist die diesjährige Finalteilnahme schon eingerechnet.

Es gab bisher 6 Länder die sich durch alle 14 Halbfinale qualifizieren mussten: Island, Niederlande, Mazedonien, Estland, Weißrussland und Slowenien. Die 9 Länder die sich außerdem nie direkt fürs Finale qualifizieren konnten, aber nicht in jedem Jahr dabei waren sind außerdem:  Ungarn, Georgien, Bulgarien, Montenegro, Tschechien, San Marino, Andorra, Slowakei und Monaco. Portugal ist in diesem Jahr das erste Mal direkt qualifiziert.

Die Immerqualifikanten sind Russland, Ukraine, Rumänien, Aserbadischan und Australien. Alle diese Länder nahmen jedoch mindestens einmal nicht am Contest teil seit es Halbfinale gibt. Folgende Länder konnten sich bisher von all ihren Halbfinalteilnahmen nur einmal nicht qualifizieren: Griechenland, Armenien, Bosnien & Herzegowina, Schweden und die Türkei. San Marino und Tschechien konnten sich jeweils nur einmal qualifizieren, Andorra, Slowakei und Monaco noch nie.

Land Prozent Anzahl 2004 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 2018
Russland 100% 9/9
Ukraine 100% 10/10
Rumänien 100% 10/10
Aserbaidschan 100% 9/9
Australien 100% 3/3
Griechenland 90,9% 10/11
Armenien 90% 9/10
Bosnien & Herzegowina 87,5% 7/8
Schweden 88,9% 8/9
Türkei 85,7% 6/7
Norwegen 78,6% 8/11
Ungarn 72,7% 9/11
Serbien 70% 7/10
Georgien 70% 7/10
Zypern 70% 6/12
Dänemark 66,7% 8/12
Moldawien 66,7% 8/12
Israel 61,5% 8/13
Österreich 55,5% 5/9
Kroatien 54,5% 6/11
Island 53,8% 8
Litauen 53,8% 7/13
Albanien 53,8% 7/13
Finnland 53,8% 7/13
Irland 53,8% 7/13
Malta 50% 6/12
Polen 45,5% 5/11
Belgien 38,5% 5/13
Lettland 38,5% 5/13
Niederlande 35,7% 5
Mazedonien 35,7% 5
Estland 35,7% 5
Weißrussland 35,7% 5
Portugal 33,3% 4/12
Slowenien 28,5% 4
Schweiz 23,1% 3/13
Bulgarien 27,30% 3/11
Montenegro 25% 2/8
Tschechien 16,70% 1/6
San Marino 12,50% 1/8
Andorra 0% 0/6
Slowakei 0% 0/4
Monaco 0% 0/3
 Länder beim Contest  36  39  37  42  43  42  39  43  42  39  37  40 42  42  43

 

Legende: Farbe
Fürs Finale qualifiziert
Direkt fürs Finale qualifiziert
Keine Teilnahme
 Nicht fürs Finale qualifiziert

 

Tag 8 der Proben in Lissabon – Wir haben fertig!

Fast haben wir es geschafft. Jetzt sind nur noch die Proben von Portugal und den Big 5 und morgen gib es dann einen Ruhetag bevor es am Dienstag dann mit dem ersten Halfinale losgeht. In der ersten Probe sah der deutsche Auftritt ja vielversprechend aus, schauen wir mal was Michael heute abliefert und ob die Projektion, die aufgrund des Fehlens einer LED Wand genutzt wird, noch einmal verändert wurde.

Zusätzlich zu den heute geplanten Proben, dürfen Griechenland und Dänemark noch einmal ran. Dänemarks erste Probe würde verhagelt, die Schneeflocken waren hier etwas außer Kontrolle geraten und beeinträchtigten die Probe und bei Griechenland gab es wohl Tonprobleme.

SUNDAY 6 MAY 2018
Big-5 + Portugal, 2. Rehearsal
  2. Rehearsal
  Portugal 11:00 – 11:20
  Vereinigtes Königreich 11:25 – 11:45
  Spanien 11:50 – 12:10
  Deutschland 12:15 – 12:35
  Frankreich 12:40 – 13:00
  Italien 13:05 – 13:25

 

Tag 7 der Proben in Lissabon

Die übrigen 13 Acts des 2. Semis sin heute mit ihrer zweiten Probe dran. Mit dabei der Fels aus Russland, die Überflieger aus Moldawien die bei den Buchmachern bereits 20 Plätze gut machen konnten, sogar Zypern machte „nur“ 18 Plätze gut. Ebenso wird sich zeigen ob die erste Probe der Niederländer Ernst gemeint war und ob Lukas Meijer endlich singen gelernt hat. Viel Spaß dabei! Morgen folgen dann noch die Big 5 und Portugal mit ihrer zweiten Probe und dann heißt es schon fast: Let the Eurovision begin!

 

SAMSTAG 5. MAI 2018
Semifinale 2, 2. Rehearsal
  2. Rehearsal
  Russland 11:00 – 11:20
Was machen die Bühnenbildner nur mit der armen Julia? Man setzt sie auf nen Felsen der in verschiedenen Farben angestrahlt wird und lässt sie ihren Song vortragen. Ja irgendwie passt es zu dem Titel des Songs aber jetzt mal ehrlich, ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich könnte mir vorstellen dass Russland dieses Jahr das erste Mal seine 100% Finalqualifikation gefährdet.
  Moldawien 11:25 – 11:45
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Buchmacher haben DoReDoS am Anfang auf Platz 34 gesetzt, ohne Chance überhaupt das Finale zu erreichen. Nach ihren Live Auftritten bei den Promoshows im Vorfeld des Contests konnten sie sich schon ziemlich verbessern und die drei sympatischen Moldawier legen sogar noch eine Schippe drauf : aktuell sind sie auf Platz 10 gelistet! Das ist ein Sprung um 24! Plätze. Ich kann mich nicht erinnern dass es jemals eine so große Spanne bei den Buchmachern bei einem Song gab.
  Niederlande 11:50 – 12:10
Man kann ja den Fans und Buchmachern nicht vorwerfen dass man die Niederlande nicht darauf aufmerksam gemacht hätte, dass die Show gerne noch einmal überdacht werden sollte. Das ist nicht geschehen. Qualifikation dürfte wegen dem guten Song im schwachen zweiten Semi klar sein aber im Finale wird kein Blumentopf zu gewinnen sein.
  Australien 12:15 – 12:35
Gäähn, dieser Auftritt ist das langweiligste das Australien je geboten hat, naja Isaiah im vergangenen Jahr war auch nicht viel besser. Warum dieser Song so gut platziert dasteht ist mir ein Rätsel.  Irgendwann wirds halt langweilig wenn man immer das gleiche Komponistenteam verpflichtet.
  Georgien 12:40 – 13:00
 Kaum einer würde bezweifeln, dass der Titel von der Band sehr gut rübergebracht wird. Der harmonische Gesang ist Top und auch der Bühnenauftritt ist in Ordnung. Aber der Song ist es nicht. Georgien zeigt ja immer einen eher speziellen Geschmack in den Titeln, die sie zum eSC schicken aber dann scheidet man halt im Halbfinale aus.
  Polen 14:05 – 14:25
Der Song ist nicht unbedingt meiner aber hörbar. Der komplette Auftritt läßt Stimmung aufkommen aber der Live Gesang ist unterirdisch. In Clubs oder kleineren Konzerten ist das OK aber wie die Vergangenheit gezeigt hat, kommt man beim ESC nicht sonderlich weit, wenn der Sänger oder die Sängerin schief singt.  Fürs Finale dürfte es aufgrund der Bühnenshow reichen, wir werden sehen wie das im Finale funktioniert.
  Malta 14:30 – 14:50
 Christabelle fordert in ihrem Song mehr Akzeptanz für psyschich kranke Menschen. Aber die Inszenierung mag dazu so gar nicht passen. Sie hat hinter sich einen offenen Würfel auf den irgendwas projeziert wird und in essen Mitte sich eine Tänzerin befindet. Außerdem gibts Feuerfontainen. Auch hier haben wir wieder die Blau-rote Ausleuchtung.
  Ungarn 14:55 – 15:15
Die Show von AWS ist eigentlich genau so wie man sie erwarten würde und auch schon im Vorentscheid gesehen hat. Hier steht einfach eine Band auf der Bühne und singt und schreit sich nen Wolf. Feuerfontainen dürfen auch hier nicht fehlen. Den Song habe ich mir auch mittlerweile schön gehört und eigentlich ist der Postcore Song ein Popsong der von einer Postcore Band gesungen wird.
  Lettland 15:20 – 15:40
 Ganz in Rot vor eine roten Bühne, das kennen wir doch schon Aminata aus Lettland. Der Song hat aber bei weitem nicht die Klasse und ich rechne jetzt nicht damit dass sie sich sicher fürs Finale qualifizieren kann. Das wird ein knappes Höschen denk ich. Dazu kommt der schwierige Startplatz zwischen Ungarn und Schweden.
  Schweden 16:05 – 16:25
Benjamin hat an seinem Auftritt im Vergleich zum Mello nicht viel verändert. Er schwingt weiterhin lasziv die Hüften, die einen ein wenig an Deen 2004 erinnert. Jedenflls hat man es selten erlebt, dass ein Sänger seinen Hintern so in die Kamera streckt. Ich finde den Song immer noch nicht so dolle aber er scheint ja ganz gut draußen anzukommen. Qualifikation scheint gesichert.
  Montenegro 16:30 – 16:50
Vanja steht im hellblauen Glitzeranzug auf der Bühne und wird von 4 Background Tänzerinnen umgarnt und sie legen ihm und sich selbst abwechselnd die Hand auf die Schulter. Der Song handelt von einer unerwiederten Liebe aber warum haben wir gleich vier Tänzerinnen? War Vanja etwas in 4 Frauen gleichzeitig verliebt? Montenegro wird es schwer haben mit einer Qualifikation.
  Slowenien 16:55 – 17:15
Der Song von Lea ist eher anstrengend als hörenswert. Generell halte ich Songs mit häufigem Taktwechsel beim ESC für schwierig. Der Auftritt ist stimmig und macht mit der Performance schon Laune aber auch für sie wird es sehr schwer mit der Qualifikation.
  Ukraine 17:20 – 17:40
Melovin hingegen wird sich mit Sicherheit qualifizieren. Er stahlt ein Selbstbewußtsein aus und bringt seinen Song wahrscheinlich auch bei der hundertsten Aufführung so sicher und routiniert auf die Bühne wie aktuell. Ich hätte ihn mir etwas extravaganter gewünscht und nicht so als Typ Schwiegermutters Liebling, wie er sich hier präsentiert.

 

Tag 6 der Proben in Lissabon – die Big 5 und Portugal steigen ein

Am heutigen Freitag ist in den Proben etwas Kraut und Rüben angesagt. Angefangen wird in Lissabon mit den noch fehlenden 4 Acts des ersten Semifinales bevor noch vor der Mittagspause Norwegen den ersten Teil des zweiten Semifinales einläutet. Der Abschluss bildet dann Dänemark um 12:40. Um die Verwirrung komplett zu machen gibt es ab 16:05 die Proben ersten Probendes Gastgeberlandes und der Big 5. Morgen geht es dann mit dem Rest des zweiten Semifinales weiter. Am Sonntag folgt dann noch die zweite Probe der Big 5 und Portugals.

FREITAG 4. Mai 2018
Semifinale 1+2, 2. Rehearsal. Big-5 + Portugal, 1. Rehearsal
  2. Rehearsal
  Armenien 11:00 – 11:20
Sevak bleibt fast bei seiner Performance vom Vorentscheid. Sein Bühnenbild leuchtet in verschiedenen Farben und er hat seinen Batman Bruspanzer gegen ein Flattergewand eingetauscht. Das funktioniert natürlich besser mit der natürlich vorhandenen Windmaschine als der starre Brustpanzer, wirkt aber bei weitem nicht so sexy. Auch mit Nebel wird bei dem Auftritt nicht gespart. Gespart wird hier an Background Tänzern und Probs. Qualifikation? Ja bitte!
  Schweiz 11:25 – 11:45
Co und Stee von ZiBBZ gehören sicher nicht zu den Favoriten in dem ersten Semi, der Auftritt kann sich allerdings sehen lassen. Die Kombination der schwarzen Klamotten mit dunkelroten Applikationen und dunkelblauem Bühnenbild ist sehr stimmig. Ein bischen was für die Fans, die es nicht so poppig mögen, aber trotz allem werden sie es sehr schwer haben sich zu qualifizieren.
  Irland 11:50 – 12:10
Eigentlich müsste ich mich ja von dem Song angesprochen fühlen aber leider tangiert er mich in keinster Weise und ich hätte auch keine großen Bauchschmerzen, wenn er was wahrscheinlich ist, nicht ins Finale einzieht. Schade wäre es trotzdem, da ich das Gesamtpaket interessant finde. Das Bühnenbild mit den beiden tanzenden Jungs und Ryan an seiner Gitarre geht so, bringt aber das Gefühl des Songs gut rüber. Leider wird der Auftritt direkt beim nächsten Act vollkommen vergessen sein, außer bei Russland, die sich wahrscheinlich noch Wochen über die Inszenierung aufregen werden.
  Zypern 12:15 – 12:35
Die Feuerqueen hat wieder abgeliefert. Wer hatte sie denn vor denn Proben auf dem Zettel? Ich jedenfalls nicht. Allerdings dürfte es hier keinen Zweifel geben, dass sie sich fürs Finale qualifiziert. Mittlerweile ist sie bei den Buchmachern auf Platz 2 (!) im ersten Semi angekommen, direkt hinter Topfavoritin Netta aus Israel. Spätestens seit dieser Probe mit den roten Teufelsflügel-Flammen hat sie auch mich überzeugt. Großartig!
  Norwegen 12:40 – 13:00
Der Auftritt von Alexander Rybak finde ich noch nicht besonders originell. Der Song an sich ist gut aber ich habe das Gefühl bei Fairytale hatte er sich mehr ins Zeug gelegt und auch einen deutlich besseren Auftritt auf die Bühne gebracht. Insgesamt finde ich das Paket nicht so gut dass ich es auf den zweiten Platz setzen würden, wie es bei den Buchmachern zur Zeit geranked ist.
  Rumänien 14:05 – 14:25
Im Vergleich zum Vorentscheid haben sich The Humans bei ihrem ESC Auftritt deutlich verbessert. Stimmlich Top, das Bühnenbild mit der weiß gekleideten Band mit Harlekin Masken ist außerdem ein sehr stimmiger Gesamteindruck. Ob das fürs Finale reicht muß man sehen oder ob der Titel des Songs Programm sein wird.
  Serbien 14:30 – 14:50
Auch Serbien benutzt eine dezente Windmaschine um die Kleidung in Wallung zu bringen. Sie haben andere Klamotten an als im Vorentscheid, vielleicht wollen sie damit verhindern, dass sich das Mikrofon der einen Sängerin wieder in ihrem Oberteil verhakt. Der Trommler darf auch endlich wieder auf richtigen Trommeln spielen und nicht wie bei der Zugabe im Vorentscheid in die Luft. Bei Sanja Ilic und seiner Balkanika kann ich schwer einschätzen, ob sie sich qualifizieren können aber ich würde sie gerne im Finale sehen.
  San Marino 14:55 – 15:15
Justice for Valentina scheint das Motto des Auftritts von San Marino zu sein, zumindest hält ein kleiner Roboter ein Schild mit genau diesem Schriftzug nach oben und wird in Großaufnahme gezeigt. Ob das im Contest auch so sein wird muß man sehen. Der Auftritt von Jessika und Jenifer ist vom Ausschnitt her der bisher Beste, den ich von dem Gespann gesehen habe. Ich würde es ihnen wünschen dass sie ins Finale einziehen aber es wird sicher schwierig.
  Dänemark 15:20 – 15:40
Jonas Rasmussen kann auch hier wieder glänzen. Die große Bühne scheint wie gemacht für ihn und seine Mannen. Ein sehr stimmungsvoller Auftritt mit großen Segeln. Der mehrstimmige Gesang ist wieder genau auf dem Punkt. Wollen wir hoffen dass im Grand Final nicht wieder eine der künstlichen Schneeflocken in den Augen der Protagonisten landet. Qualifikation finde ich ziemlich sicher.
  1. Rehearsal
  Portugal 16:05 – 16:35
  Vereignigtes Königreich 16:40 – 17:10
  Spanien 17:15 – 17:45
  Deutschland 17:50 – 18:20
  Italien 19:25 – 19:55
  Frankreich 20:00 – 20:30

 

Tag 5 der Proben in Lissabon – jetzt gehts los!

Heute starten die zweiten Rehearsals eines Großteils des ersten Semis. Die Proben sind 10 Minuten kürzer als noch die ersten Proben, und zudem sind statt 10 Teilnehmer wie am vergangenen Sonntag nun 15 gefordert, über den Tag verteilt, ihre zweite und somit letzte Probe vor dem Juryfinale am nächsten Freitag Abend abzuhalten. Kann uns Netta heute mit ihrer Performance überzeugen? Ist Mikolas Josef wieder fit und kann ohne Schmerzen auftreten? Harmonieren die Bulgaren besser? Gibt uns Belgien doch noch ein Bühnenbild? Legt Saara Aalto noch ein Schippe drauf? In wenigen Stunden sind wir schlauer.

Leider gibt es aktuell noch keine längeren Clips, daher habe ich die 10-15 Sekunden Clips von ESCKAZ mal eingefügt, um einen ersten Eindruck zu bekommen.

 

DONNERSTAG 3. Mai 2018
Semifinale 1, 2. Rehearsal
  2. Rehearsal
  Aserbaidschan 11:00 – 11:20
Eurovision at it’s Best. Aisel bietet das volle Programm: Winmaschine, schiefe Ebene, Flatterkleid und zusätzlich ist sie noch barfuß. Das Bühnenbild ist wie so oft in Blau gehalten, was mit den weißen Klamotten der Protagonisten sehr gut harmoniert. Die fünf schiefe Ebenen Objekte sind ebenfalls in Blau gehalten und haben weiße LED Leisten an den Kanten. Alles in Allem ein sehr stimmiger Auftritt. Laut Buchmachern kommt sie knapp nicht ins Finale aber ich glaube schon dass sie sicher im Finale sein sollte.
  Island 11:25 – 11:45
Auch Ari hat sich für einen blauen Hintergrund entschieden. Als zweite Hauptfarbe gibts hier ein dunkles Rot, das sich sowohl als Aplikationen auf seinem Anzug befindet. Ebenso sind die Backgroundsänger in diesem Rot gekleidet. Zum Refrain kommt der Wechsel im Bühnenbild zu Geld und Rot. Ich finde das nicht so optimal, da alle Beteiligten auf der Bühne dann wahrlich im Dunkel stehen. Über den Song brauche ich nicht viel zu schreiben – eine Qualifikation halte ich für unmöglich.
  Albanien 11:50 – 12:10
Bühnenbildtechnisch gibt es hier keinen Schnickschnack. Eugent steht im schwarzen Anzug, der Band und zwei Background Sängerinnen auf der Bühne und zeigt uns dass er sicher einer der besten Sänger in diesem Jahrgang ist. Der Stimmumfang ist in dem Ausschnitt sehr groß. Auch hier haben wir die eher typischen ESC Bühnenfarben Blau und Rot. Auch dieser Song dürfte sich eher nicht fürs Finale qualifizieren. Ich denke aber im zweiten Halbfinale würde er es schaffen.
  Belgium 12:15 – 12:35
Leider haben sie bei Belgien das Bühnenbild vergessen. anscheinend soll sich alles auf die Sängerin konzentrieren. Tja weil das ja im vergangenen Jahr so gut geklappt hat. Vielleicht sollte die Delegation das mal überdenken. Immerhin ist Sennek deutlich sicherer und in besserer stimmlicher form als Blanche. An sich ist der Song ein sicherer Qualifikant aber stört es mich sehr dass es keine Probs oder Tänzer oder ähnliches auf der Bühne gibt, aber vielleicht liegt es auch nur an dem Ausschnitt. Die Jurys werden den Song auf jeden Fall lieben.
  Tschechien 12:40 – 13:00
Unser Unglücksrabe aus dem ersten Rehearsal Mikolas lässt es in dem Ausschnitt deutlich ruhiger angehen als bei den ersten Proben. Und ich finde das tut dem Song extrem gut. Vielleicht liegt es auch hier wieder an dem Ausschnitt aber ist er mit diesem Ausschnitt wieder in den Kreis der Favoriten gerückt. Leider werde ich, wie wahrscheinlich auch ihr den kompletten Auftritt erst nächste Woche sehen aber er macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Ich brauche nicht zu erwähnen dass die Qualifikation sicher sein sollte.
  Litauen 14:05 – 14:25
Mit einem Wort: awwwww! Aber ich bin mir nicht sicher ob Süß fürs Finale reicht. Der Song ist für mich schneller vergessen als ich ihn gehört habe und mit Tschechien davor und Israel danach glaube ich nicht dass Ivea es schafft sich fürs Finale zu qualifizieren. Die Buchmacher sehen hier ein knappes Rennen zwischen Aserbaidschan und Litauen. Für mich ist das dann doch eher eindeutig wenn ich das bestimmen dürfte.
  Israel 14:30 – 14:50
Netta, die Topfavoritin auf den Gesamtsieg tritt ähnlich wie in ihrem zum Song gehörigen Video in K-Pop Klamotten auf und hat hinter sich einen Schrank von Winkekatzen. Nun ja sehr teuer war das Bühnenbild wohl nicht wenn man bedenkt dass man diese in jedem ein Euro Shop bekommt. Sie tritt eigentlich so auf, wie man es auch erwarten konnte, böse Überraschungen (aber leider auch gute) blieben uns erspart. Jetzt hoffen wir nur nicht auf ein Mei Feingold Gedächtnis-Aus, die 2014 auch als Fanvavoritin im Halbfinale ausschied
  Weißrussland 14:55 – 15:15
Ich glaube zu Weißrussland ist soweit alles gesagt. Der song in der Studio Version ist mittlerweile einer meine meistgehörten Songs in diesem Jahrgang aber  mit der Liveversion kann ich mich einfach nicht anfreunden. Das ging mir allerdings schon bei vielen Beiträgen aus Weißrussland so. Sergej Lazarew, der Russland 2016 vertrat und damals dritter wurde meinte ja, dass Alekseev ganz vorne landen könnte. Der Meinung bin ich nun so gar nicht. Die Qualifikation fürs Finale scheint möglich aber unwahrscheinlich.
  Estland 15:20 – 15:40
Unsere Scream-Queen Elina gibt nicht viel her um über sie oder ihren Beitrag zu bloggen. Irgendwie alles beim Alten. Seit dem ersten Auftritt mit dem Song hat sich rein gar nichts geändert. Weder das Staging noch der Gesang. Alles perfekt, aber vielleicht zu perfekt. Qualifikation sollte keine Frage sein.
  Bulgarien 15:45 – 16:05
Eigentlich bin ich kein Fan von gecasteten Bands, gewachsene sind mir normalerweise deutlich lieber. Aber bei Exuinox muß ich leider eine Ausnahme machen. Stimmlich schon seit dem ersten Live Auftritt perfekt und dazu noch einen tollen Song, was sollte da denn noch schief gehen. Das Bühnenbild ganz düster gehalten. Tja anscheinend sind nicht nur die Komponisten des Beitrags die selben wie im vergangenen Jahr sondern auch die für das Staging Verantwortlichen. Qualifikation: sicher!
  Mazedonia 16:30 – 16:50
Knapp, knapper, Marija Ivanovska! Geschmacklich ist in der Kleiderauswahl bei Mazedonien noch ordentlich Luft nach oben. Zweifellos dürfte der Song im Semi hängenbleiben. Man kann ihn sich schön hören und vielleicht ist es gerade dieser Auftritt, der in Erinnerung bleiben könnte und dem Duo ein Paar Punkte mehr einbringt. Man darf gespannt sein.
  Kroatiaen 16:55 – 17:15
Franka steht auch alleine auf der Bühne aber sie schafft es im Gegensatz zu Belgien überzeugend rüberzukommen. Ich finde den Song gar nicht so übel aber würde ihn im Finale auch nicht sonderlich vermissen. Es gibt in diesem Semifinale mindestens 10 Songs die ich besser finde. Nunja seit den Proben ist für mich das erste Semi auch wieder deutlich unvorhersehbarer geworden als bei den Studioversionen der Songs.
  Österreich 17:20 – 17:40
Cezar ist natürlich wie immer perfekt. Auch er wagt sich ohne Begleittänzer auf die Bühne aber irgendwie vermisst man sie gar nicht. Auch sonst verzichtet er auf viel Gedöns sondern bringt einfach seinen Song solide auf die Bühne. Eigentlich sollte das fürs weiterkommen reichen.
  Griechenland 17:45 – 18:05
Von Griechenland bin ich etwas enttäuscht. der Song wäre perfekt um ihn mit Background Tänzern oder Tänzerinnen zu untermalen aber wie schon beim Vorentscheid muss der Sender immernoch sparen und wahrscheinlich muß die Plattenfirma den kompletten Auftritt finanzieren und somit sparen wo es geht. Gesanglich ist der Auftritt Top aber wirkt bei dem kurzen Snippet schon langweilig. Das hätte man besser lösen können.
  Finnland 18:10 – 18:30
Auch Saaras Auftritt begeistert mich nicht. Was sollen denn die Tänzer in Armeeklamotten? Ich verstehe das Ganze nicht. Werden hier Soldaten als Monster, die sich nen Wolf tanzen dargestellt? Das passt alles nicht wirklich zusammen. Gesanglich OK und eigentlich ist der Startplatz im letzten Drittel nicht der schlechteste. Hinter ihr kommen auch eher Wackelkandidaten außer Eleni zum Abschluss. Wollen wir hoffen dass das ausreicht fürs Finale.

 

The Good, the Bad and the Ugly – Hits und Shits der ersten Proben

Heute gingen die ersten Proben in Lissabon zu Ende, zumindest die ersten Proben der zwei Halbfinale. Die Gib 5 und das Gastgeberland sind erst am Freitag mit ihren ersten Proben an der Reihe. Zeit zu schauen, welche Acts begeistern und welche eher so mittelmäßig bis schlecht performt haben. Zuerst muß man sich natürlich mit der Aussagekraft der ersten Proben auseinandersetzen. Es handelt sich hier meist um Stell- und Mikrophonproben um die richtigen Einstellungen der Kameras, des Tons und natürlich im geringen Maße die Choreographie zu testen. Hier agieren viele Künstler mit angezogener Handbremse oder es werden noch verschiedene Choreos getestet, um die passende zu finden. Man sieht aber auf jeden Fall die grobe Idee hinter dem Auftritt. Mithilfe der Buchmacher kann man hier auch sehr schön sehen, wie sich die Vorhersagen verändert haben und das teilweise drastisch.

Ich habe in die Grafik die ersten Werte vom 12.03. mit aufgenommen, an diesem Tag waren alle Beiträge bekannt. Der zweite Wert, der 26.04. war die letzte Erhebung, die ich vor den Proben herausgezogen hatte. Am 30.04 hatte ich die Daten abends nachdem das komplette Semi 1 ihre Proben beendet hatten und der vierte Wert it von heute um die Mittagszeit. Alle Probenteilnehmer des zweiten Semis, die heute ihre ersten Proben haben, sind bisher für das Ergebnis der Top 15 irrelevant. Falls hier wider Erwarten doch noch ein Act so begeistert dass er in die Top 15 rutscht, hole ich das natürlich noch nach. Wie immer sind alle Daten des Contests von Oddschecker, nur dort werden 27 einzelne Buchmacher zu einer Gesamtübersicht zusammengestellt. Der Einfachheit halber kommen die getrennten Halfinale von Eurovisionworld, allerdings werden hier nur 8 einzelne Buchmacher aufgelistet.

The Good:
Wie man in den letzten Wochen schon den Werten entnehmen konnte ist Norwegens Alexander Rybak auf dem Höhenflug. Während er am Anfang noch gerade so als Letzter in den Top 15 vertreten war, kam er bereits vor den Proben auf Platz 7 und katapultierte sich heute auf Platz 2. Frankreich hat sich auch seit Anfang um 9 Plätze verbessert, da die beiden aber noch keine Probe hatten, kann das nicht daran liegen, allerdings könnte hier eine größere Rolle spielen, dass die Acts die vorher vor Frankreich lagen, etwas schwächelten. Aber es geht noch besser: der Auftritt, der sich am Meisten auf das Klassement ausgewirkt hat, ist nämlich Zypern! Eleni hat sich mit Fuego um sage und schreibe 16 Plätze verbessern können, davon um 10 Plätze seit den Proben. Wenn das nicht aussagerkäftig ist. Übrigens hat auf Youtube das Video nur knapp 50.000 Views weniger als der Favorit Israel und 200.000 Views mehr als der Drittplatzierte des ersten Semis Mikolas aus Tschechien. Auch bei den Buchmachertipps des ersten Halbfinals ist sie auf Platz drei hinter Israel und Tschechien vorgerückt. Hatten wir schon einmal beim ESC einen Auftritt der stärker auf den Heterosexuellen Mann abgestimmt ist als diesen?

The Bad:
Der Komplettbsturz, anders kann man das nicht bezeichnen, kommt nach den ersten Proben aus unserem Nachbarland. Waylon war Anfangs auf Platz 6, wobei ich nie verstanden habe wie er so überschätzt werden konnte. Er hatte es bereits vor den Proben geschafft auf Platz 15 zurückzufallen, was ich eher für realistisch halte. Allerdings hat er durch die eher merkwürdige Bühnenshow nochmals 7 Plätze verloren und liegt nur noch an 22. Stelle im Ranking. Die 16 Plätze, die Eleni gewonnen hat, hat Waylon verloren. Und kann mir bitte mal jemand erklären warum die Band plötzlich anfängt Breakdance zu tanzen? Ich hoffe nur dass die Niederländer sich zurückbesinnen und diese überflüssige Show wieder zurücknehmen. Waylon wirkt am Besten wenn er alleine im Mittelpunkt steht. Das passt alles überhaupt nicht zusammen.

The Ugly:
Hier kann es eigentlich nur eine Nennung geben. Es geht hier nicht um das Aussehen der Teilnehmer sondern um die speziellste Performance. Wir wissen ja dass sich Weißrussland immer sehr speziell mit ihrer Performance beim ESC ist. Wer erinnert sich nicht an Ivan vor zwei Jahren, der unbedingt nackt auftreten wollte, oder an Alyona Lanskaya, die weder singen noch tanzen konnte? Nunja in diesem Jahr wächst ein Rosenbouguet aus Alekseevs Rücken. Das ist nicht nur sinnbefreit sondern auch ziemlich eklig, wie man auf dem Promobild unten erkennen kann. Der Auftritt mit dem LED Anzug beim Vorentscheid hatte doch funktioniert, warum mußte man hier was ändern? Wenn es wichtig wäre was zu ändern, wäre es der Sänger an sich, obwohl er eigentlich so schief singt wie man es von Weißrusland über die Jahre schon gewohnt ist.

Der vierte Probentag in Lissabon im Überblick

Der zweite Teil des 2. Semis beginnt heute mit ihren Proben. Interesse meinerseits hält sich hier in Grenzen, einzig Ungarn mit ihrem Postcore, vielleicht die Ukraine und Montenegro finde ich irgendwie hörenswert.

 

MITTWOCH 2. Mai 2018
Semifinale 2 (Zweite Hälfte), 1. Rehearsal
  1. Rehearsal
  Georgien 11:00 – 11:30
  Polen 11:40 – 12:10
  Malta 12:20 – 12:50
  Ungarn 13:00 – 13:30
  Lettland 14:40 – 15:10
  Sweden 15:20 – 15:50
  Montenegro 16:00 – 16:30
  Slovenien 17:00 – 17:30
  Ukraine 17:40 – 18:10

 

Der dritten Probentag in Lissabon im Überblick

Der dritte Probentag hat angefangen. Die Protagonisten des zweiten Halbfinals sind heute an der Reihe. Zuerst die erste Hälfte und morgen dann die Übrigen. Das zweite Halbfinale ist ja das vermeintlich schwächere, aber ich freue mich auf die Auftritte von Norwegen, Australien und Schweden. Mal schauen wie Alexander Rybak oder Benjamin Ingrosso (aber erst morgen) ihre Shows aus den Vorentscheiden auf die Bühne in Lissabon bringen. Waylon hat ja bisher auf den Promo Konzerten gefehlt und auch Rasmussen wird uns sicher eine tolle Show liefern.

 

DIENSTAG 1. Mai 2018
Semifinale 2 (Erste Hälfte), 1. Rehearsal
  1. Rehearsal
  Norwegen 11:00 – 11:30
  Rumänien 11:40 – 12:10
  Serbien 12:20 – 12:50
  San Marino 13:00 – 13:30
  Dänemark 14:40 – 15:10
  Russland 15:20 – 15:50
  Moldawien 16:00 – 16:30
  Niederlande 17:00 – 17:30
  Australien 17:40 – 18:10

 

Der zweite Probentag in Lissabon im Überblick

Heute gehts weiter mit dem zweiten Probentag. Hier freue ich mich besonders auf Finnland, Griechenland, Armenien und Österreich. Ich bin außerdem gespannt auf Zypern, ob Eleni ihren Vorschusslorbeeren gerecht werden kann.

MONTAG 30. April 2018
Semifinale 1 (Zweite Hälfte) 1. Rehearsal
  1. Rehearsal
  Mazedonien 11:00 – 11:30
  Kroatien 11:40 – 12:10
  Österreich 12:20 – 12:50
  Griechenland 13:00 – 13:30
  Finnland 14:40 – 15:10
  Armenien 15:20 – 15:50
  Schweiz 16:00 – 16:30
  Irland 17:00 – 17:30
  Zypern 17:40 – 18:10

 

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Länder/Interpreten/Songs

Land Interpret (VE)Song
AlbanienAlbanien Albanien Eugent Bushpepa Mall
ArmenienArmenien Armenien Sevak Khanagyan Qami
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan Aisel X My Heart
AustralienAustralien Australien Jessica Mauboy We Got Love
BelgienBelgien Belgien Sennek A Matter of Time
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Keine
Teilnahme
2018
 Keine
Teilnahme
2018
BulgarienBulgarien Bulgarien  Equinox Bones
DänemarkDänemark Dänemark  Rasmussen Higher Ground
DeutschlandDeutschland Deutschland Michael Schulte You Let Me Walk Alone
EstlandEstland Estland Elina Netšajeva La Forza
FinnlandFinnland Finnland Saara Aalto Monsters
FrankreichFrankreich Frankreich Madame Monsieur Mercy
GeorgienGeorgien Georgien IRIAO Scheni Gulistwis
GriechenlandGriechenland Griechenland Yianna Terzi Oneiro Mou
IrlandIrland Irland Ryan O'Shaughnessy Together
IslandIsland Island Ari Ólafsson Our Choice
IsraelIsrael Israel Netta Barzilai[  Toy
ItalienItalien Italien Ermal Meta & Fabrizio Moro Non mi avete fatto niente
KroatienKroatien Kroatien Franka Batelić Crazy
LettlandLettland Lettland Laura Rizzotto Funny Girl
LitauenLitauen Litauen Ieva Zasimauskaitė When We’re Old
MaltaMalta Malta Christabelle Borg Taboo
MazedonienMazedonien Mazedonien Eye Cue Lost And Found
MoldawienMoldawien Moldawien DoReDos My lucky Day
MontenegroMontenegro Montenegro Vanja Radovanović Inje
NiederlandeNiederlande Niederlande Waylon Outlaw In'Em
NorwegenNorwegen Norwegen Alexnder Rybak That's How You Write a Song
ÖsterreichÖsterreich Österreich Cesár Sampson Nobody But You
PolenPolen Polen Gromee feat. Lukas Meijer Light Me Up
PortugalPortugal Portugal Cláudia Pascoal O Jardim
RumänienRumänien Rumänien The Humans Goodbye
RusslandRussland Russland Julija
Samoilowa
I Won't Break
San MarinoSan Marino San Marino Jessika Muscat feat. Jenifer Brening Who We Are
SchwedenSchweden Schweden Benjamin Ingrosso Dance You Off
SchweizSchweiz Schweiz Zibbz Stones
SerbienSerbien Serbien Sanja Ilić + Balkanika Nova Deca
SlowakeiSlowakei Slowakei/s> Keine Teilnahme 2018 Keine Teilnahme 2018
SlowenienSlowenien Slowenien Lea Sirk Hvala, ne
SpanienSpanien Spanien Amaia Romero Arbizu & Alfred García Castillo Tu Canción
TschechienTschechien Tschechien Mikolas Josef Lie to Me
TürkeiTürkei Türkei Keine
Teilnahme
2018
Keine Teilnahme 2018
UkraineUkraine Ukraine Mélovin Under the Ladder
UngarnUngarn Ungarn AWS Viszlát nyár
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich SuRie Storm
WeissrusslandWeissrussland Weißrussland Alekseev Forever
ZypernZypern Zypern Eleni Foureira Fuego

Events:

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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