ESC Voting 2017

Auch in diesem Jahr gibt es mal wieder ein User Voting. Bitte stimmt fleißig ab, dann kann man sich ein Bild davon machen wie so die Stimmung der ESC-Fans in diesem Jahr ist.

Spotify Playlist ESC 2017

Wir sind zwar noch in einer relativ frühen Phase des Eurovision Song Contests 2017, aber ich habe schon einmal wie jedes Jahr die verfügbaren Songs in einer Spotify Playlist zusammengestellt.

Buchmacher Tipps

Für 2017 machen die Buchmachertipps erst Sinn wenn alle Songs veröffentlicht sind. Aber wie haben sie früher so getippt. Die Jahre 2007-2011 im Überblick. 2012-2016 und selbstverständlich 2017 folgen bald.

Ungarn schickt Postcore Punks

Wenig überraschend für alle die mich kennen kann ich mit Hardcore, egal ob Punk oder Rock nicht allzuviel anfangen. Ich versuche es trotzdem mal eine neutrale Bewertung abzugeben. Der Song hat auch für meine Ohren durchaus seine Qualitäten, die liegen aber eher in den Strophen. Der Refrain ist mir dann doch etwas zu laut und nichts für den Stream, der mehrmals ziemlich ruckelig wurde und den Song arg verfremdete. Nach erneutem Anhören war das neben yesyes der einzig ganzbare Weg im Superfinale des ungarischen A Dal. Vor dem Superfinale noch bei der Zuschauergunst auf Platz 4 liegend konnte AWS die Stimmung doch noch für sich entscheiden, da die ungarischen Fernsehzuschauer den von der Jury verbockten Schmalz dann wirklich nicht zum Eurovision schicken wollten. Auch hier wäre es Zeit den Vorentscheid mal auszulüften und der Jury nicht mehr so viel Spielraum zu geben. Wie sich AWS mit ihrem Song Viszlát nyár in Lissabon schlagen werden, werden wir im Mai erfahren. Ich wage es nicht eine Progrnose abzugeben, zu ungewöhnlich und ungehört ist der Beitrag für einen ESC. Von Ausscheiden im Halbfinale bis zum Gewinnen des ganzen Contest ist in diesem Überraschungsei alles drin.

 

Melodifestivalen 2018 – Deltävling 4

Ist nicht euer Ernst Schweden? Das solls gewesen sein? Nein, das diesjährige Mello kann den Ansprüchen eines ESC-Fans absolut nicht gerecht werden. Da ziehen die Glitzeropas von Rolandz und der eher so lala Song von Mariette, dessen Vorgänger alle deutlich besser waren direkt ins Finale ein. Zwei genauso lala Songs kamen in die Andra Chansen.  Wird Christer Björkmann langsam alt oder gab es in diesem Jaahr wirklich nichts besseres in Schweden. Keiner der Interpreten an den vier Abenden konnte mich überzeugen. Der skurrilste Moment war am Ende der Show, als die Wahl zwischen Rolandz und Elias Abbas darüber stattfand, wer ausschied und wer direkt ins Finale einzieht. Nach der Bekanntgabe viel der Rolandz-Sänger theatralisch gespielt in Ohnmacht und Elias, der sich offentlichtlich vorher schon freute ins Finale einziehen zu dürfen war so geschockt, dass ihm die Gesichtszuüge einfroren und der gesamte Tisch in hektische Diskussion verfiel.

 

Platz Startnr. Interpret Song
Musik (M) und Text (T)
Zuschauerstimmen
(Televoting, SMS & App)
Runde 1 Runde 2 Gesamt  %
1.-2. 7 Mariette For You
M/T: Jörgen Elofsson
4 Rolandz Fuldans
M/T: Fredrik Kempe, David Kreuger, Robert Gustafsson
3.-4. 5 Olivia Eliasson Never Learn
M/T: Jonas Wallin, Astrid S, Anton Ewald
6 Felix Sandman Every single Day
M/T: Noah Conrad, Tony Ferrari, Parker James Nornes, Jake Torry, Felix Sandman
5. 2 Elias Abbas Mitt paradis
M/T: Anderz Wrethov, Hamed „K-One“ Pirouzpanah, Sami Rekik
6. 1 Emmi Christensson Icarus
M/T: Thomas G:son, Christian Schneider, Andreas Hedlund, Sara Biglert
7. 3 Felicia Olsson Break that chain
M/T: Bobby Ljunggren, Kristian Lagerström, Henrik Wikström, Joy Deb

Alle Videos im Überblick:
Lesen Sie weiter

Deutschland 2018 – Grueselige Moderatoren, vorhersehbarer Gewinner

Michael Schulte gewinnt mit seiner gefühlvollen Ballade You Let Me Walk Alone völlig verdient den deutschen Vorentscheid 2018. Der Buxtehuder konnte sich mit jeweils 12 Pnkten die Höchstwertung bei den televotern, dem Europa Panel und der Experten Jury sichern. Der Titel wird immer besser, je öfter man ihn hört und wird mit großer Wahrscheinlichkeit etwas besser abschneiden als seine Vorgängerinnen. Wenn er es schafft die Emotionen auch auf der ungleich größeren ESC-Bühne zu den Fernsehzuschauern zu transportieren sehe ich bei den vielen aktuell bekannten Songs schon Möglichkeiten sich hier nach vorne zu kämpfen.

Was mir bei der Show nachhaltig in Erinnerung geblieben ist was die schlechte Moderation von Moderatorenduo Linda Zervakis und Elton. Elton schaffte es nicht nur den Namen von ESC Supervider Jan Ola Sand dreimal falsch auszusprechen, die Chemie zwischen den beiden war so einschläfernd dass man das Gefühl hatte, die dazwischen eingestreuten Witze kurz vor dem Auftritt noch schnell zugesteckt bekommen zu haben. So eine hölzerne mit Flachwitzen gespickte Moderation muß man erst einmal hinbekommen.

Nun gut, es geht ja nicht um den Preis für das beste Moderatorenduo sondern um Gesang.

1. Natia Todua – My Own Way

Leider war Natia der komplette totalausfall. So eine tolle Stimme aber ein banaler Song, den sie mit ihrer eher kantigen Stimme überhaupt nicht sauber singen konnte. NDR oder Plattenformen oder wer auch immer ihr den Titel übergestülpt hat: Erst wird eine kantige Sängerin gesucht, dann bekommt sie einen banalen 08/15 Popsong für den Vorentscheid, ehrlich? Unfassbar was hier für Banausen am Werk waren und der ausdrucksstarken Georgierin sämtliche Siegchancen von vorherein raubten. Traurig. War das Songschreiber Team das von Blck Smoke?

2. Ryk – You and I

Das der NDR noch nie ein Händchen für Bühnenauftritte hatte, wird bei Ryks Titel wieder sehr deutlich. Der Titel ist grandios und auch Live ein echter Hinhörer, abgesehen davon dass er wahrscheinlich beim ESC nur schwer funktioniert hätte. Aber was bitte sollte die Tänzerin auf dem Klavier? Ich finde es ja immer schwierig wenn der Sänger am Klavier sitzt – da ist immer ein Gegenstand zwischen im und der Kamera aber wenn man dann auch noch dauernd von einer Tänzerin mit übermäßig vielen Bewegungen abgelenkt wird, dann kann hier kein Funke überspringen. Warum konnte man hier nicht einen Auftritt wie bei Max Mutzke wählen. Naja der Stefan Raab wußte eben wie man Sänger inszeniert.

3. voXXclub – I Mog Di So

Beim voXXclub hat eigentlich alles gestimmt. Der Auftritt war gut inszeniert und auch die Stimmen waren völlig in Ordnung. Für mich wäre der titel beim ESC möglich aber eher nicht gewünscht gewesen. Die Jungs waren genauso wie man sich das vorgestellt hat, hier gab es keine Überraschung aber sie mußten sich am Ende mit Platz 3 zufriedengeben und das ist auch gut so.

4. Xavier Darcy – Jonah

Der wahrscheinlich authentischste Sänger bekam auch den passenden Titel. Das merkten auch die Zuschauer und Juries und voteten den sympatisch verpeilten Xavier auf Platz 2. Meins ist der song nicht und was machte er da immer mit seinen Beinen?

5. Ivy Quainoo – House on Fire

Was für eine verschwendete Chance. Die wahrscheinlich beste Sängerin in diesem Vorentscheid wenn nicht im Contest wurde ein banaler Popsong ohne Steigerung übergerotzt, was anderes kann man hier gar nicht dazu sagen. Toller Anfang des Songs und man sitzt da und denkt – Jetzt gehts los, nein jetzt … aber jetzt kommts! Und dann kommt nix, es plätschert einfach so vor sich hin. Was für eine Attitude bei dieser Frau, und sowas wird einfach so von den Verantwortlichen in den Müll geschmissen das läßt mich ehrlich an der Fachkompetenz der dafür Verantwortlichen zweifeln.

Platz Startnr. Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Punkte
Eurovision-
Panel
Jury Zuschauer Gesamt
1. 6 Michael Schulte You Let Me Walk Alone
M/T: Michael Schulte, Thomas Stengaard, Nisse Ingwersen, Nina Müller
12 12 12 36
2. 4 Xavier Darcy Jonah
M/T: Xavier Darcy, Loren Nine Geerts, Axel Ehnström, Thomas Stengaard
8 10 7 25
3. 2 Ryk You and I
M/T: Rick Jurthe
10 8 5 23
4. 5 Ivy Quainoo House On Fire
M/T: Jörgen Elofsson, Ali Tamposi
7 7 8 22
5. 3 Voxxclub I mog Di so
M: Merty Bert, Mike Busse, Philipp Klemz, Lennard Oestmann; T: Joe Walter, Philipp Klemz, Martin Simma, Merty Bert, Mike Busse
6 5 10 21
6. 1 Natia Todua My Own Way
M/T: Loren Nine Geerts, Ricardo Bettiol, Martin Gallop, Jaro Omar
5 6 6 17

Her gibt es noch einmal die Show in voller Länger, für alle Masochisten, de sich das noch einnmal antun möchten:

Beovizija 2018 – Alles richtig gemacht Serbien!

Ich halte mich ja normalerweise zurück mit Lob für die Vorentscheidungen aber ich muß gestehen dass nach dem in Frankreich der Vorentscheid in Serbien gestern Abend der bisher Beste war. Ganze 17 Songs galt es zu bewerten und sowohl der Balkan-Balladen-Fan als auch der Balkan-Trash-Fan wurde vollends befriedigt. Ich kann nur wiederholen: 17 Songs! Der letzte deutsche Vorentscheid, bei dem 17 Songs zur Auswahl standen war … noch nie! OK manche würde jetzt sagen dass es 2010 und 2012 ja 12 Teilnehmer gab, aber eben „nur“ eine Handvoll Songs. Gewonnen hat schließlich Sanja Ilić & Balkanika mit dem Titel Nova deca. Eigentlich handelt es sich hier um die Band Balkanika rund um den Komponisten und Keyboarder Sanja Ilić, der sich bereits für den Song Halo Halo (ESC 1982, 14. Platz beim Sieg von Nicole in Harrogate) verantwortlich zeigte. Da war der Komponist gerade mal 22 Jahre alt. Bei dem aktuellen Titel greift er auf den Sänger Mladen Lukić zurück. Neben dem Sänger und Keyboarder steht noch ein Trommler, ein Flötist, der uns etwas an Jean Pütz erinnert, und zwei Background-Sängerinnen und Tänzerinnen auf der Bühne. Funfact am Rande: Bei der Zugabe am Ende der Show hatten sie wohl die Trommeln vergessen, so mußte der Trommler virtuell trommeln. Durch das Playback der Musik hatte das natürlich keine Auswirkungen auf dem Song. Vielleicht sollte man das auch in Lissabon so machen.

 

 

Finale – 20 February 2018
Startnr. Interpret Titel Televoteing Jury Gesamt Platz
Stimmen Punkte
6 Sanja Ilić & Balkanika „Nova deca“ 14698 12 12 24 1
12 Saška Janks „Pesma za tebe“ 5959 10 10 20 2
10 Dušan Svilar „Pod krošnjom bagrema“ 5403 8 7 15 3
13 Lord „Samo nek se okreće“ 2884 6 6 12 4
17 Biber & DJ Niko Bravo „Svatovi“ 4981 7 5 12 5
5 Ivan Kurtić „Ni sunca ni meseca“ 1791 2 8 10 6
8 Boris Režak „Vila“ 2489 5 4 9 7
14 Danijel Pavlović „Ruža sudbine“ 2188 4 2 6 8
2 Beti Đorđević & Rambo Amadeus „Nema te“ 1342 1 3 4 9
3 Maja Nikolić „Zemlja čuda“ 2110 3 0 3 10
7 Koktel Balkan „Zato“ 487 0 1 1 11
16 Osmi Vazduh & Friends „Probudi se“ 1334 0 0 0 12
11 Igor Lazarević „Beži od mene“ 1308 0 0 0 13
15 BASS „Umoran“ 1297 0 0 0 14
9 Lana & Aldo „Jača od svih“ 631 0 0 0 15
4 Srđan & Emil „Bar da znam“ 327 0 0 0 16
1 SevdahBABY „Hajde da igramo sada“ 262 0 0 0 17

 

Unser Lied für Lissabon – die Songs


Die Songs sollen ja eigentlich alle am 20.02. veröffentlicht werden. Allerdings hat wohl kaum jemand darüber nachgedacht, dass es in manchen Ländern ja schon früher der 20.2. ist als in Deutschland, so z.B. in Neuseeland. Jetzt stehen die Songs bereits in anderen Ländern im Appstore von Apple zur Verfügung. Zumindest 5 der Songs gibt es bereits vorab als Schnipsel zu hören. Ich würde jetzt gerne sagen dass mich die Songs begeistern, das tun sie aber nicht. Hörbar sind sie, keine Frage aber der große Kracher ist für mich jetzt nicht dabei.

Aber logenswert sollte man dennoch erwähnen, dass keinem der Künstler ein Songkorsett übergestülpt wird, sondern jeder der bekannten Songs auch zu den Künstlern passt, bzw. deren Musikwerk fortführt. Da Ryk, dessen Song als einziger noch nicht verfügbar ist, einen eigenen überarbeitet hat, wird es auch hier keine musikalische Überraschung geben.


Ivy Quainoo – House on Fire

Das Haus brennt nicht gerade bei dem Song. Es ist ein typischer Ivy Song, wenngleich etwas weichgespülter als ihre letzten Songs. Hier hätte ich mir etwas mehr Mut gewünscht.


Michael Schulte – You Let Me Walk Alone

Auch hier fehlt mir etwas der Mut. Der Song ist aber eine Klavierballade der feinsten Sorte.  Von ihm fand ich Falling Apart durch die atmosphärischen Klänge um Längen besser.


Natia Todua – My Own Way

Der Song von Natia ist wenigstens ein schneller Song. An sich überrascht er mich am Meisten. Eigentlich würde ich gerne mal wieder einen männlichen Künstler für Deutschland singen hören aber mit Natia und diesem Song könnte ich wirklich gut leben. Hier gibt es zusätzlich noch ein Link zu dem Video des Songs und das sieht schon einmal vielversprechend aus. Wenn hier noch das Bühnenbild passt dann gefällt mir das Gesamtpaket wohl am Besten.


Ryk – You an I

Der Song wurde noch nicht veröffentlicht. Das wird dann wohl um 12 Uhr, wie geplant geändert. Unten gibts zumindest ein Snippet zu hören und das ist ganz vielversprechend. Ob mir das Gesamtpaket dann schließlich gefällt oder doch etwas zu tragisch ist muß man noch sehen.


VoXXclub – I Mog di So

Überraschenderweise finde ich den Song vom VoXXclub jetzt gar nicht so unspannend. Die Bühnenshow, sollte sie nicht allzu peinlich werden, kann ich mir hier auch gut vorstellen. Da habe ich ehrlich gesagt mit Schlimmerem gerechnet, und das schon bevor ich den Vollplayback Auftritt bei der Weiberfasenacht in Rödermark gesehen hatte. Hey warum nicht, der Auftritt wird beim ESC sicher in Erinnerung bleiben.


Xavier Darcy – Jonah

Bei Xavier überzeugt mich der Song nicht wirklich. Da er aber ein Typfür sich  ist, dann ich mir gut vorstellen, dass mir das Gesamtpaket doch noch gefällt.

Hier gibts noch einen Schnelldurchlauf inklusive dem Song von Ryk.

Eurofest 2018 – Liveblog

Guten Abend allerseits, heute schaue ich zum zweiten Mal nach Weißrussland. In den letzten Jahren fand ich die Titel meist hörbar. Mal sehen wie es in diesem Jahr aussieht. Bisher habe ich mir noch keinen Titel vorab angehört um mir die Vorfreude nicht zu nehmen. Im letzten Jahr gewann die sympatische Naviband, die heute Abend am Anfang der Show ihren Vorjahrestitel vorträgt. Moderatoren sind Teo (ESC 2014 – Cheesecake) und Olga Ryzhikov die ich bisher nicht kenne.

Den Livestream findet ihr hier.

1. Adagio – You and I
Die drei werden in einem weißen Würfel vorgestellt. Anfangs singen zwei inmitten von ein paar Statisten. Zwischen den Beiden steht eine Frau mit sehr üppigem Dekoltee und man merkt dass der Kameramann seine Schwierigkeiten hat sich auf die Sänger zu konzentrieren. Der Song soll wohl eine Art Pop-Opera sein aber eher für Arme. Der singende Feueralarm. Ich frage mich warum drei Interpreten vorgestellt wurden aber vier auf der Bühne stehen?

2. Alekseev – Forever
Alekseev soll ja der Favorit sein. Sein Anzug ist ja schon irgendwie spektakulär. Ein LED-Anzug mit weißen LEDs. Er sieht irgendwie aus wie ein zurückgelassenes Boygroup Mitglied. Ist der Sound im Stream so schlecht oder singt der wirklich so schief? Der Song ist ganz gut aber sie hätten gerne einen guten Sänger nehmen können. Favorit? Na ich weiß nicht…

3. Shuma – Hmarki
Puh die rasen ja wirklich durch die Show. So schnell kann man gar nicht tippen. Die Damen mit eher speziellen Fummel bringen einen Elektrosong, der aber eher gewöhnlich ist.

4. Napoli – Chasing rushes
3 Damen in roten sehr engen Hosenanzügen. Ist das Lack? Gewagt. Der Song ist bisher irgendwie der Beste.

5. Anastasia Malashkevich – World on fire
Bei Anastasia müsste dann doch mal die Modepolizei einschreiten. Der SSong ist aber nicht schlecht und auch gut gesungen. Der Stream kann dann doch nicht so schlecht sein. Jetzt werden zur Rückung noch Fahnen geschwenkt. Sieht etwas aus wie UDSSR Propaganda aus dem kalten Krieg. Aber der Song ist abgesehen von deiner repetitiven Art ganz gut.

6. Gunesh – I will not cry
Ah Gunesh bringt endlich mal Text den auch ich lesen kann. Ihr Liedtext wird in großen Lettern auf der Bühne teilweise abgebildet. Naja zumindest der Refrain. Der Song ist nicht gut und das Bühnenbild gibt mir den visuellen Overload. Viel zu viel und zu bunt. Auch hier müssen wir mal über das Outfit nachdenken. Diese ausgestellten Kragen sind so 80er.

Alle drei Lieder gibts Werbung und ohne viel Gequassel kommt dann der nächste Song. Das gefällt mir, ist aber fürs Blog schreiben eher kontraproduktiv.

7. Radiovolna – Subway lines
4 Hipster einer mit Manbun und einer mit Hut kommen als nächstes. Der Song fängt langsam an und wird von dem Hutträger auf dem Boden sitzend eröffnet. Der Anfang klingt etwas wie Hello von Lionel Richie. Hmm die anderen sind wohl die Begleitband. Der Song plätschert so vor sich hin. Im Hintergrund läuft ein Starfield Bildschirmschoner. Die Töne sitzen zwar, ganz im Gegensatz zu einigen vorher, aber der Song ist jetzt nicht sonderlich prickelnd und hört genauso langweilig auf wie er begonnen hat.

8. ALEN HIT – I do not care
Schweden hält Einzug ins Eurofest. Eine typische Boygroup Nummer mit einem Sänger und zwei Tänzer im Strampelanzug. Die Strophen sind hörbar aber der Refrain ist dann doch etwas gewöhnlich. Auch hier ist dieser sehr repetitiv. Zumindest ist der Song modern. Aber: I don’t Care.

9. Lexy Weaver – Ain’t you
Jetzt sind wir bereits beim neunten Song und der Vorentscheid geht gerade mal 45 Minuten. Hinter Lexy steht eine Stoffwand durch die sich Hände drücken. Was will uns das sagen? Jetzt fällt die Wand und ein Tänzer kommt zum Vorschein.Der Song ist auch eher lahm. In der Mitte hört er plötzlich auf und geht dann langsam weiter. Normalerweise ist so etwas eine Klatschfalle aber ich wüßte jetzt nicht worüber man jetzt klatschen sollte.

10. Kirill Hood – Deja vu
Der letzte Song im Wettbewerb scheint mir hier auch der modernste zu sein. OK – bis zum Refrain. Der ist dann doch eher speziell. Viel zu hoch gesungen für den Sänger und die Töne werden ziemlich versemmelt. Er hat zwei Background Sängerinnen im Gepäck die den Song aber auch nicht retten können. Oh und der letzte Ton wurde nochmal so richtig versemmelt.

Jetzt kommt erst einmal wieder die Werbung.

Soweit ich mich erinnere gibt es ein Superfinale. Ich muß mal den ersten Schnelldurchlauf abwarten bevor ich mich entscheide, wen ich da sehen will.

Ich bin ja erschreckt über mich selbst aber Alekseev hat den Song mit dem meisten Wiedererkennungswert. Er sollte ins Superfinale. Ebenso Anastasia. Eigentlich würde ich Shuma noch wählen aber der Song ist sehr experimentell. Aber es ist nichts besseres dabei. Ja ich glaube mit den Dreien könnte ich leben.

Es gab einen kurzen Blick auf das Televoting Tableau mit Alekseev in Front.

Jetzt wird es spannend. Das Televoting sieht Alekseev mit 12 Punkten vor Shuma mit 10 und Kyrill mit 8 Punkten, umgerechnet wohlgemerkt. Dahinter folgen Napoli (7), Gunesh (6), Anastasia (5), Alen (4), Lexy (3), Radiovolna (2) und das Schlusslicht ist Adagio.

Jetzt kommen erstmal Intervallacts. Den ersten Intervallact mit dem titel Insomnia hätte ich sofort nach Lissabon geschickt. Zumindet lieber als alles Andere.

Was auch immer heute rauskommt. Den 6. Platz von Dmitry Kaldun 2007 (Work Your Magic) werden sie nicht wiederholen können.

Geht es nur mir so oder sind die Intervallacts durch die Bank besser als die Wettbewerbstitel?

Die Jury sitzt im stillen Kämmerlein und gibt jetzt seine Stimme ab. Angeblich bekommen sie nichts von den Televoting Ergebnissen mit.

Bei den ganzen Rückblenden fällt einem immer wieder auf dass das nicht-singen können in Weißrussland Tradition hat. Sie hatten teilweise echt gute Songs, die völlig an die Wand gesungen wurden, zuletzt Uzari & Maimuna mit Time (2015), oder davor 2013 Aljona Lanskaja mit Solayoh und wer erinnert sich nicht an die stimmliche Katastrophe Anschalika Ahurbasch (Love me tonight, 2005)? Hach, bei den vielen Pausenacts kann man so schön in Erinnerungen schwelgen.

Fünfmal Finale standen 9 Mal Aus im Halbfinale entgegen, und das dürfte so ziemlich die schlechteste Quote neben Tschechien (2/5), Slowenien (4/10) und Montenegro (2/7) sein.

Da habe ich mich wohl doch getäuscht. Jetzt geht es ganz schnell, die Juryvotes kommen und Alekseev gewinnt und fährt mit Forever nach Lissabon.

Eine griechische Tragödie in 3 Akten

Eigentlich sollte heute der griechische Vorentscheid stattfinden – endlich mal wieder ein Vorentscheid nach 2 Jahren interner Auswahlen. 20 Interpreten entschieden sich daran teilzunehmen und aus diesen wurden dann von einer 8-köpfigen Expertenjury 5 ausgewählt. Voraussetzung war hier einen Song mit griechischem Sound einzureichen. Im Nowember wurden dann zwei dieser song disqualifiziert, weil sie nicht griechisch genug waren, was immer das auch heißen mag. Ebenso mußten die Plattenfirmen der verbliebenen Kandidaten zusichern, für das chronisch klamme Land die kompletten Kosten einschließlich derer die in Lissabon z.B. durch das Bühnenbild etc. entstehenden, zu übernehmen. In diesem Zuge wurde der Vorentscheid auf den 22. Februar, quasi zeitgleich mit dem deutschen, verlegt. Da zwei der Plattenfirmen nicht in der Lage waren, die entstehenden Kosten alleine zu stemmen wurde der Vorentscheid kurzerhand gecancelled und der einzig verbliebene Song direkt für den Eurovision song Contest nominiert.

Übrig blieb jetzt die Sängerin Yianna Terzi mit dem charmanten aber lahmen Song Oneiro Mou. Teilweise erinnert der Song etwas an den Titel In the Beginning, der in den 80ern für die Timotei Werbung benutzt wurde. Bühnenbildtechnisch könnte das aber durchaus was werden, wenngleich das Gesamtpaket wohl kein Knaller zu werden scheint. Bleibt nur die wage Hoffnung sich für das Finale zu qualifizieren.

Vorausblick aufs kommende Wochenende

Ganze 13 Shows gibt es am Wochenende zu sehen. In diesem Jahr sind die Halbfinale gedrängter als je zuvor. Heute Abend gehts los mit der Entscheidung in Weißrussland und dem zweiten Halbfinale des aufgezeichneten 2. Halbfinales aus San Marino, das wie letzte Woche auch um 20:00 Uhr auf dem Youtube Kanal hochgeladen wird. Morgen gibt es dann einen richtigen Marathon-Abend mit der Entscheidung in Montenegro und der sechsten Runde in Litauen, dem ersten Halbfinale in Island und Slowenien, dem zweiten Halbfinale in der Ukraine, Ungarn und Estland, und dem dritten Halbfinale in Schweden und Lettland. Am Sonntag schließt das Wochenende mit dem 5. Halbfinale in Rumänien und dem ersten von Portugal in dem der Nachfolger des Vorjahressiegers Salvador Sobral gesucht wird.

Übersicht:

Freitag:


20:00 Uhr: San Marino – 1 in 360 – 2. Halbfinale
Stream: Youtube Kanal


20:15 Uhr
: Weißrussland – Eurosong 2018 – Finale
Livestream: BTRC

Samstag:


19:45- 21:30 Uhr
: Island – Songvakeppnin – 2. Halbfinale
Livesteam: RUV


20:00 – 21:30 Uhr: Litauen – Eurovizija – 6. Runde
Livestream: LRT


20:00 – 22:00 Uhr: Montenegro – Montevizjia – Finale
Livestream: RTCG


20:00 – 22:00 Uhr
: Slowenien – EMA 2018 – 1. Halbfinale
Livestream: RTVSLO


20:00 – 21:30 Uhr : Schweden – Melodifestivalen – Deltävling 3
Livestream: SVT

18:00 – 22:35 Uhr
: Ukraine – Widbir 2018 – 2. Halbfinale
Livestream: Facebook


20:30 – 22:30 Uhr: Ungarn – A Dal – 2. Halbfinale
Livestream: M1


22:25 – 23:55 Uhr
: Lettland – Supernova – 3. Halbfinale
Livestream: LVT


22:35 – 0:30 Uhr
: Estland – Eesti Laul – 2. Halbfinale
Livestream: ERR

Sonntag:


20:00 – 21:30 Uhr
: Selecția Națională – Runde 5
Livestream: Youtube


22:15 – 0:00 Uhr: Festival da Canção – 1. Halbfinale
Livestream: RTP

Wieder online

Leider wurde am Montag mein Webspace mit meinen Blogs gehackt und musste deshalb von meinem Hoster, der glücklicherweise sofort reagiert hat, offline genommen. Ich habe jetzt mit Hochdruck dran gearbeitet, den ESC-Blog als erstes wieder zu reaktivieren. Bis alle Funktionen und Blogposts wieder zur Verfügung stehen könnte es aber noch ein paar Tage dauern. Habt Geduld mit mir, denn ich kann leider den Blog nur außerhalb meines normalen Jobs warten und aktualisieren. Ich kann nur jedem mit einem WordPress Blog raten sich diese Tipps hier mal durchzulesen um die Sicherheit zu erhöhen. Leider mußte ich es auf die harte Tour lernen, dass man nicht zu unbedarft an einen Blog rangehen sollte. Aber jetzt freuen wir uns auf die laufenden Saison mit ihrem Höhepunkt, dem Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon.

Dänemark segelt nach Lisabon

Der gestrige Abend war vollgepackt mit Vorentscheidungen und neben Italien wählte auch Dänemark seinen Vertreter für den Eurovision Song Contest 2018. Gewonnen hat Jonas Flodgar Rasmussen, besser bekannt mit seinem Künstlernamen Rasmussen. Neben seinen Soloauftritten ist er Leadsänger der Coverband Hair Metal Heröes, die Titel con ABBA und Elton John covern. Das würde man bei dem Namen jetzt nicht unbedingt erwarten. Er sieht ein bischen aus wie Tormund von Game of Thrones und sein Titel Higher Ground klingt wie eine Mischung aus Unheilig und dem vor zwei Jahre disqualifizierten Ovidu Anton aus Rumänien.  Für mich ein geeigneter Titel für den ESC und wahrscheinlich die Beste Wahl in dem eher spärrlich besetzten Feld. Die letzten 4 Jahre wählten die Dänen grundsätzlich nicht den von mir präferierten Titel. Ich hätte auch sehr gut mit dem Folk Titel von Albin Fredy leben können und ich meine tatsächlich den Titel und nicht (nur) der optischen Vorzüge des Sängers wegen. Mit dem Pfeifen erinnert er schon ein wenig an Sebalter (ESC 2014, 13. Pflatz). Jedenfalls bin ich ganz froh dass sich die Dänen im Superfinale nicht für das kleine Mädchen im Schlafanzug entschieden haben. Das wäre dann, zwar typisch für die Dänen, ein ziemlich schrecklicher song für den ESC gewesen.

Translate:

    Länder/Interpreten/Songs

    Land Interpret (VE)Song
    AlbanienAlbanien Albanien Eugent Bushpepa Mall
    ArmenienArmenien Armenien  25. Februar Depi Jewratessil 2018
    AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan Aisel März 2018
    AustralienAustralien Australien Jessica Mauboy Februar 2018
    BelgienBelgien Belgien Sennek März 2018
    Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina  Keine
    Teilnahme
    2018
     Keine
    Teilnahme
    2018
    BulgarienBulgarien Bulgarien   12.03.2018
    DänemarkDänemark Dänemark  Rasmussen Higher Ground
    DeutschlandDeutschland Deutschland Michael Schulte You Let Me Walk Alone
    EstlandEstland Estland  03.03.2018 Eesti Laul
    FinnlandFinnland Finnland Saara Aalto Uuden Musiikin Kilpailu (nur Song)
    FrankreichFrankreich Frankreich Madame Monsieur Mercy
    GeorgienGeorgien Georgien IRIAO  
    GriechenlandGriechenland Griechenland Yianna Terzi Oneiro Mou
    IrlandIrland Irland Ryan O'Shaughnessy Together (Februar)
    IslandIsland Island 03.03.2018 Söngva-keppnín 2018
    IsraelIsrael Israel Netta Barzilai[  
    ItalienItalien Italien Ermal Meta & Fabrizio Moro Non mi avete fatto niente
    KroatienKroatien Kroatien Franka Batelić Crazy
    LettlandLettland Lettland Laura Rizzotto Funny Girl
    LitauenLitauen Litauen März 2018 Eurovizijos 2018
    MaltaMalta Malta Christabelle Borg Taboo
    MazedonienMazedonien Mazedonien Eye Cue Lost And Found
    MoldawienMoldawien Moldawien DoReDos My lucky Day
    MontenegroMontenegro Montenegro Vanja Radovanović Inje
    NiederlandeNiederlande Niederlande Waylon 03. März
    NorwegenNorwegen Norwegen 10.03.2018 Melodi Grand Prix 2018
    ÖsterreichÖsterreich Österreich Cesár Sampson Nobody But You (02/2018)
    PolenPolen Polen Februar 2018 Krajowe Eliminacje 2018
    PortugalPortugal Portugal 04.03.2018 Festival Da Canção 2018
    RumänienRumänien Rumänien 25.02.2018 Selecția Națională 2018
    RusslandRussland Russland Julija
    Samoilowa
    März 2018
    San MarinoSan Marino San Marino Februar 2018 1 in 360
    SchwedenSchweden Schweden 10.03.2018 Melodifestivalen
    SchweizSchweiz Schweiz Zibbz Stones
    SerbienSerbien Serbien Sanja Ilić + Balkanika Nova Deca
    SlowakeiSlowakei Slowakei/s> Keine Teilnahme 2018 Keine Teilnahme 2018
    SlowenienSlowenien Slowenien Lea Sirk Hvala, ne!
    SpanienSpanien Spanien Amaia Romero Arbizu & Alfred García Castillo Tu Canción
    TschechienTschechien Tschechien Mikolas Josef Lie to Me
    TürkeiTürkei Türkei Keine
    Teilnahme
    2018
    Keine Teilnahme 2018
    UkraineUkraine Ukraine Mélovin Under the Ladder
    UngarnUngarn Ungarn AWS Viszlát nyár
    Vereinigtes KonigreichVereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich SuRie Storm
    WeissrusslandWeissrussland Weißrussland Alekseev Forever
    ZypernZypern Zypern Eleni Foureira Fuego

    Events:

    1. Depi Jewratessil 2018

      Februar 25 @ 20:00 - 23:30
    2. Selecția Națională 2018 – Finale

      Februar 25 @ 20:00 - 23:00
    3. Festival da Canção 2018 – 2. Halbfinale

      Februar 25 @ 22:00 - Februar 26 @ 00:30
    4. 1 in 360 – Finale

      Februar 27 @ 20:00 - 23:00
    5. Uuden Musiikin Kilpailu 2018

      März 3 @ 20:00 - 22:00
    6. Söngvakeppnin 2018 – Finale

      März 3 @ 20:00 - 23:00
    7. Eurovizijos 2018 – Halbfinale

      März 3 @ 20:00 - 23:00
    8. Krajowe Eliminacje 2018

      März 3 @ 20:00 - 23:00
    9. Melodifestivalen 2018 – Andra Chansen

      März 3 @ 20:00 - 23:00
    10. Eesti Laul 2018 – Finale

      März 3 @ 21:35 - 23:35
    CyberChimps
    Translate »

    Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

    Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

    Close