Deutschland 2018 – Grueselige Moderatoren, vorhersehbarer Gewinner

Michael Schulte gewinnt mit seiner gefühlvollen Ballade You Let Me Walk Alone völlig verdient den deutschen Vorentscheid 2018. Der Buxtehuder konnte sich mit jeweils 12 Pnkten die Höchstwertung bei den televotern, dem Europa Panel und der Experten Jury sichern. Der Titel wird immer besser, je öfter man ihn hört und wird mit großer Wahrscheinlichkeit etwas besser abschneiden als seine Vorgängerinnen. Wenn er es schafft die Emotionen auch auf der ungleich größeren ESC-Bühne zu den Fernsehzuschauern zu transportieren sehe ich bei den vielen aktuell bekannten Songs schon Möglichkeiten sich hier nach vorne zu kämpfen.

Was mir bei der Show nachhaltig in Erinnerung geblieben ist was die schlechte Moderation von Moderatorenduo Linda Zervakis und Elton. Elton schaffte es nicht nur den Namen von ESC Supervider Jan Ola Sand dreimal falsch auszusprechen, die Chemie zwischen den beiden war so einschläfernd dass man das Gefühl hatte, die dazwischen eingestreuten Witze kurz vor dem Auftritt noch schnell zugesteckt bekommen zu haben. So eine hölzerne mit Flachwitzen gespickte Moderation muß man erst einmal hinbekommen.

Nun gut, es geht ja nicht um den Preis für das beste Moderatorenduo sondern um Gesang.

1. Natia Todua – My Own Way

Leider war Natia der komplette totalausfall. So eine tolle Stimme aber ein banaler Song, den sie mit ihrer eher kantigen Stimme überhaupt nicht sauber singen konnte. NDR oder Plattenformen oder wer auch immer ihr den Titel übergestülpt hat: Erst wird eine kantige Sängerin gesucht, dann bekommt sie einen banalen 08/15 Popsong für den Vorentscheid, ehrlich? Unfassbar was hier für Banausen am Werk waren und der ausdrucksstarken Georgierin sämtliche Siegchancen von vorherein raubten. Traurig. War das Songschreiber Team das von Blck Smoke?

2. Ryk – You and I

Das der NDR noch nie ein Händchen für Bühnenauftritte hatte, wird bei Ryks Titel wieder sehr deutlich. Der Titel ist grandios und auch Live ein echter Hinhörer, abgesehen davon dass er wahrscheinlich beim ESC nur schwer funktioniert hätte. Aber was bitte sollte die Tänzerin auf dem Klavier? Ich finde es ja immer schwierig wenn der Sänger am Klavier sitzt – da ist immer ein Gegenstand zwischen im und der Kamera aber wenn man dann auch noch dauernd von einer Tänzerin mit übermäßig vielen Bewegungen abgelenkt wird, dann kann hier kein Funke überspringen. Warum konnte man hier nicht einen Auftritt wie bei Max Mutzke wählen. Naja der Stefan Raab wußte eben wie man Sänger inszeniert.

3. voXXclub – I Mog Di So

Beim voXXclub hat eigentlich alles gestimmt. Der Auftritt war gut inszeniert und auch die Stimmen waren völlig in Ordnung. Für mich wäre der titel beim ESC möglich aber eher nicht gewünscht gewesen. Die Jungs waren genauso wie man sich das vorgestellt hat, hier gab es keine Überraschung aber sie mußten sich am Ende mit Platz 3 zufriedengeben und das ist auch gut so.

4. Xavier Darcy – Jonah

Der wahrscheinlich authentischste Sänger bekam auch den passenden Titel. Das merkten auch die Zuschauer und Juries und voteten den sympatisch verpeilten Xavier auf Platz 2. Meins ist der song nicht und was machte er da immer mit seinen Beinen?

5. Ivy Quainoo – House on Fire

Was für eine verschwendete Chance. Die wahrscheinlich beste Sängerin in diesem Vorentscheid wenn nicht im Contest wurde ein banaler Popsong ohne Steigerung übergerotzt, was anderes kann man hier gar nicht dazu sagen. Toller Anfang des Songs und man sitzt da und denkt – Jetzt gehts los, nein jetzt … aber jetzt kommts! Und dann kommt nix, es plätschert einfach so vor sich hin. Was für eine Attitude bei dieser Frau, und sowas wird einfach so von den Verantwortlichen in den Müll geschmissen das läßt mich ehrlich an der Fachkompetenz der dafür Verantwortlichen zweifeln.

Platz Startnr. Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Punkte
Eurovision-
Panel
Jury Zuschauer Gesamt
1. 6 Michael Schulte You Let Me Walk Alone
M/T: Michael Schulte, Thomas Stengaard, Nisse Ingwersen, Nina Müller
12 12 12 36
2. 4 Xavier Darcy Jonah
M/T: Xavier Darcy, Loren Nine Geerts, Axel Ehnström, Thomas Stengaard
8 10 7 25
3. 2 Ryk You and I
M/T: Rick Jurthe
10 8 5 23
4. 5 Ivy Quainoo House On Fire
M/T: Jörgen Elofsson, Ali Tamposi
7 7 8 22
5. 3 Voxxclub I mog Di so
M: Merty Bert, Mike Busse, Philipp Klemz, Lennard Oestmann; T: Joe Walter, Philipp Klemz, Martin Simma, Merty Bert, Mike Busse
6 5 10 21
6. 1 Natia Todua My Own Way
M/T: Loren Nine Geerts, Ricardo Bettiol, Martin Gallop, Jaro Omar
5 6 6 17

Her gibt es noch einmal die Show in voller Länger, für alle Masochisten, de sich das noch einnmal antun möchten:

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