Die meist unterschätzten Songs der letzten Jahre

Wir warten alle ja sehnsüchtig auf Futter in der neuen Saison des Eurovision Song Contest 2018. Zeit zurückzublicken, welche Songs deren Halbfinalaus meiner Meinung nach absolut ungerechtfertigt waren. Es gab hier einige, aber ich möchte mit Lenas Sieg anfangen und pro Jahr nur einen Song nennen. Gar nicht so einfach.

2010: Wer erinnert sich nicht an den ersten Contest in der aktuellen Dekade – oder war es der letzte Contest der vorangegangenen Dekade? Lena holte nach gefühlt 100 Jahren den Contest wieder nach Deutschand. Die Türkei war noch dabei und wurde mit maNga Zweite. Viele Songs sind mir hier nicht im Gedächtnis geblieben, vielleicht am ehesten noch Algo pequeñito von Daniel Diges, aber auch nur, weil er zweimal singen durfte da er beim ersten Mal von Jimmy Jump gestört wurde, der sich einfach auf die Bühne dazugesellte. Einer meiner Lieblingssongs aus diesem Jahr kam von Bulgarien. Miro sang das fabelhafte Angel Si Ti, kam damit allerdings nur auf Platz 15 im Halbfinale wohlgemerkt und durfte dann leider im Finale nicht mehr teilnehmen.

2011: Unser Heim Grand Prix in Düsseldorf! Großartige Unterhaltung mit den Gastgebern Anke Engelke, Stefan Raab und Judith Rakers. Lena trat zum zweiten mal an und holte für heutige Verhältnisse einen Überdurchschnittlichen 10. Platz. Musikalisch war der Contest jetzt nicht wirklich einer meiner Favoriten. Wirklich weh tat mir damals das Ausscheiden von Yüksek Sadakat aus der Türkei. Dieser Contest markiert den Anfang vom Ende der Türkei als Teilnehmer. Zwei Jahre später war dann entgültig Schluss. Ich hoffen dennoch dass sie irgendwann wieder teilnehmen.

2012: Beim Song Contest in Baku war ich eigentlich mit den Finalisten zufrieden. Hier wäre nur Kroatien zu nennen, die mit Nina Badrić und Nebo nicht im Finale vertreten waren. Nennenswerte Beiträge im Finale sind hier natürlich Gewinnerin Loreen mit EuphoriaŽeljko Joksimović auf Platz zwei bei seiner zweiten Teilnahme als Interpret und der, falls ich mich nicht irre, vierten Teilnahme insgeamt. Auch hier gefiel mit hier der eher kantige Beitrag der Türkei von Can Bonomo Love me Back außerordentlich gut.

2013: Der aufgrund seiner Qualität mir nachhaltig in Erinnerung gebliebene Song Contest 2013 hatte einige Songs, die damals auch von mir völlig unterschätzt wurden. Zu nennen wären hier Valentina Moneta mit Crisalide, Moran Mazor mit Rak Bishvilo, Esma & Lozano mit Pred Da Se Razdeni oder für Montenegro Who See ft. Nina Žižić mit Igranka. Da ich mich in jedem Jahr für einen Titel entscheiden muß nehme ich ganz klar Igranka. Die beiden Astronauten mit der Sängerin brachten uns neben dem originellen Bühnenbild auch einen tollen Song, in den ich mich allerdings etwas reinhören mußte. Ein denkbar ungutes Vorzeichen beim ESC.

2014: Der Supergau passierte dann 2014, der Contest an den ich mich am wenigsten erinnern will. Ja klar mit Conchita Wurst und Rise like a Phoenix gab es eine klare und sehr gute Gewinnerin und auch die weiteren Platzierungen konnten mit z.B. The Common Linnets sehr überzeugen. Was mich hier aber völlig ratlos zurückließ war mein Lieblingssong in diesem Jahr, der leider im Halbfinale ausschied. Israel brachte mit Mei Feingold und The Same Heart einen großartigen Song, der allerdings so muß man auch gestehen auf der großen Bühne so überhaupt nicht funktionierte. Hier hat Israel einfach einen schlechten Job bei dem Bühnenbild gemacht.

2015: Nach der Aufregung ein Jahr zuvor hoffte ich, dass es diesmal nicht zu einem Supergau kommen würde. Dem war nicht so aber in Erinnerung blieb er trotzdem, denn es gewann hier nicht der Publikumsfavorit Il Volo sondern Mans Zelmerlöw mit Heroes. Der Song, den ich mir hier ausgesucht habe war live tatsächlich kein Meisterwerk. Als MP3 höre ich ihn mir aber noch regelmäßig an und finde ihn ziemlich gut: Uzari u. Maimuna für Weißrussland mit Time. Definitiv kein Gewinnersong aber ein schöner Popsong.

2016: Im Jahr 2016 war auch soweit kein Interpret im Halbfinale ausgeschieden, bei dem ich es nicht verstehen konnte. Allerdings fand ich es sehr Schade dass Serhat mit seinem minimalistischen Song I Didn’t Know es für San Marino nicht ins Finale geschafft hatte. Ansonsten gab es einige Songs die mir ausgesprochen gut gefielen und sicherlich in meiner Toplist der ESC Songs landen, so zum Beispiel Poli Genova mit If Love was a Crime oder Sergey Lazarev. Was ich mir sicherlich nicht mehr antue ist der Gewinnersong 1944, meiner Meinung nach der schlechteste Gewinnersong mindestens der letzten 10 Jahre.

2017: Die vergangene Saison. Hier gab es einige Songs bei denen ich es Schade fand dass sie im Halbfinale ausschieden. Aber der große Skandal war, dass auch hier ein Lieblingssong von mir den Finalisten weichen mußte: Koit Toome & Laura mit Verona für Estland. Ja Estland ist immer ein bischen bieder, was man immer sehr gut am Vorentscheid selbst erkennen kann. Allerdings ist die Qualität der Songs eigentlich immer gut gewesen. Die Chemie zwischen den beiden war nicht so wirklich die Beste und sie konnten den Song auch nicht richtig dem Publikum nahebringen aber trotz allem ein Meisterwerk des letzten Jahres.

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