Eindrücke vom 2. Rehearsal des zweiten Semis

Beim zweiten Rehearsal des zweiten Semis war am interessantesten wie sich die Performance von Israel und die finale Performance von Rumänien im Vergleich zur Konkurrenz schlägt. Auch machte beim 1. Rehearsal Griechenlands Auftritt Lust auf Mehr. Schauen wir uns mal die Videos an und lassen uns überraschen.

Malta Malta: Firelight – Coming Home

So ein Folk Song mit der gesamten Band auf der Bühne hat natürlich nicht viel Spielraum für eine großartige Bühnenshow. Firelight macht das ganz gut und kann eine sehr positive Stimmung an den Zuschauer übertragen. Bin gespannt ob wir ein oder mehrere Folktitel auch im Finale wiedersehen.

Israel: Mei Feingold – Same Heart

Nach diesem fulminanten zweiten Rehearsal mein absoluter persönlicher Topfavorit. So ein sensationeller Auftritt bei dem genau das Gefühl des Videos auf die Bühne transportiert wird. Auch der „dreckige“ Gesang kommt sensationell rüber. Die divenhafte Bewegungen, die Mei und ihrer Tänzerinnen so gut beherrschen daß es einem kalt über den Rücken läuft ich kann gar nicht genug davon bekommen. Ein Nachteil ist natürlich der Todesslot 2 was sich im Halbfinale allerdings nicht ganz so stark auswirkt.

Norwegen: Carl Espen – Silent Storm

Eine der größten Überraschungen ist für mich Carl Espen, der mich im Vorentscheid nicht wirklich fesseln konnte. Durch diesen Auftritt katapultiert er sich allerdings deutlich in meinen Favoritenkreis. Sehr schade, daß zwei so starke Songs direkt nacheinander kommen.

Georgien: The Shin & Mariko – Three Minutes to Earth

Der Song ist mir viel zu anstrengend. Meine Ohren bluten von den ständigen Taktwechseln und ich kann dem absolut nichts abgewinnen. Für mich ein Totalausfall und ich würde mich sehr wundern wenn sich Georgien damit fürs Finale qualifizieren kann. Gerade nach dem sensationell gesungenen Vorgänger ist das hier nur Murks.

Polen: Donatan & Cleo – My Słowianie (We are Slavic)

Auch diesem Song kann ich wenig bis nichts abgewinnen. Ich glaube nicht daß Polen damit ins Finale einziehen kann und seine Pechsträhne von sechs Semifinalpleiten in den letzten 7 Teilnahmen stoppen kann.

Österreich: Conchita Wurst – Rise Like a Phoenix

Eine sehr schön Inszenierung wurde für Conchita gewählt. Obwohl ich ja am Anfang bei Bekanntgabe der nominierung nicht wirklich was mit ihr anfangen kann ist für mich dieser sehr starke Titel einer der Favoriten im zweiten Halbfinale. Wollen wir hoffen, daß Europa das auch so sieht und sich Österreich endlich mal wieder fürs Finale qualifiziert und uns beim ESC erhalten bleibt.

Litauen: Vilija Matačiūnaitė – Attention

Der Song aus Litauen ist für mich nicht wirklich relevant und eine Qualifizierung wird sehr schwer. Die Inszenierung ist deutlich rockiger als im Vorentscheid aber der REst ist äußerst unspektakulär.

Finnland: Softengine – Something Better

Hier haben wir noch einen Song, der mich völlig kalt läßt. Jedoch glaube ich, daß das Kindchenschema ausreicht für die Finalqualifikation. Immerhin ist aller sehr gut gesungen und der titel sehr solide aber absolut nicht mein Geschmack.

Irland: Can-Linn feat. Kasey Smith – Heartbeat

Bühnenbild toll und gesanglich ist das auch Top. Die Tänzer ergänzen das gesamte Ensemble perfekt mit ihren Schottenröcken und Riverdance. Aber warum Schottenröcke? Das ist mir nicht ganz klar schließlich wurde Riverdance immer in langen Hosen performt. Übrigens hat Riverdance in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen denn es wurde zum ersten Mal – wer hätte das geahnt – beim Eurovision Song Contest 1994 in Dublin als Interval Act aufgeführt.

Weißrussland: Teo – Cheesecake

Teo hat einen Rückzieher gemacht. Er möchte wohl nicht mit Robin Thicke verglichen werden deshalb änderte er vermutlich seinen Auftritt im Gegensatz zu dem Musikvideo und hat 4 knackige Tänzer mitgebracht. Jetzt wirkt das Ganze eher wie eine Boyband was ich eher ungünstig finde.

Mazedonien: Tijana Dapčević – To the Sky

Eine merkwürdige Performance von Tijana. Ein Song den ich mir auf Spotify eigentlich ganz gerne anhöre aber mit dem um sie herumhopsenden Sänger und den biederen Auftritt der Sängerin mit deutlichen Schwächen die richtigen Töne zu treffen. Das wird schwer für den Finaleinzug.

Schweiz: Sebalter – Hunter of Stars

Für mich eine Performance die einfach nur Spaß macht. Alles richtig gemacht jetzt kommt es auf den Musikgeschmack von Europa an. Mir persönlich gefiel der Song schon als ich ihn das erste Mal gehört hatte. Wenn es nach mir ginge wäre die Qualifikation selbstverständlich ohne Probleme möglich. Nach dem bideren Auftritt seiner Vorgängerin sehen das vielleicht auch die Televoter so.

Griechenland: Freaky Fortune feat. Risky Kidd – Rise Up

Der nächste Knallerauftritt folgt zugleich. Freaky Fortune liefern einen Auftritt in Schwarz/Weiß ab bei dem sie zum Schluß gemeinsam Trampolin springen das etwas überraschend im Hintergrund zum Ende des Songs erscheint. Tolle Show!

Slowenien: Tinkara Kovač – Round and Round

Auch Slowenien würde sich nach dem letztjährigen letzten Platz und diverser Totalausfälle vorher auf eine Finalqualifikation freuen. Der Auftritt ist sehr schön inszeniert allerdings wird es nach Griechenland und vor Rumänien äußerst schwer, die beide deutlich stärkere titel ins Rennen schicken.

Rumänien: Paula Seling & Ovi – Miracle

Hmm Rumänien ist irgendwie mein Sorgenkind in diesem Jahr. Von dem unbedingt gewollten Siegeswillen, den man im Vorentscheid noch ekennen konnte, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Sie greifen wie schon 2009 nur auf ein Klavier zurück, was allerdings meiner Meinung nach jedesmal die Performance eher unterbricht wenn es zum Einsatz kommt. Der Song ist solide und wird sich ohne Zweifel fürs Finale qualifizieren aber ob er sich tatsächlich so hoch platziert wie von vielen vorausgesagt, mag ich jetzt nicht mehr glauben. Allerdings ist Europa immer für eine Überraschung gut.

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