Eindrücke vom 2. Rehearsal des ersten Semis

Beim zweiten Rehearsal wurde schon deutlich mehr von der finalen Inszenierung der einzelnen Songs gezeigt. So wurde meist nicht mehr in Straßenkleidung geprobt sondern schon in den voraussichtlich finalen Kostümen. Irgendwie erscheint mir die gesamte Bühne etwas zu hoch zu sein, so daß man in der totalen die Musiker nur jeweils ganz klein wahrnehmen kann, das mag aber täuschen. Die Kameraeinstellungen wurden auch noch geprobt, so sieht man bei einzelnen Performances immer mal wieder Kameraleute durchs Bild flitzen.

Armenien: Aram MP3 – Not Alone
Auch nach dem gefühlten 1000 Mal hören schafft es Aram immer noch mir Schauer über den Rücken laufen zu lassen wenn der Bass mit dem Uptempo Teil einsetzt. Das Bühnenbild ist entsprechen gewählt, langsame und fließende Bewegungen und beim schnellen Teil ein LED-Blitzlichtgewitter von feinsten. Ein bischen bieder mutet das Outfit mit den Handschuhen ohne Finger an. Die obligatorische Windmaschine tritt hier erst zum Ende hin in Erscheinung. Alles in Allem eine sehr gelungene Inszenierung.

Lettland: Aarzemnieki – Cake to Bake

Viel hat sich in der Inszenierung nicht geändert aber was soll man hier auch großartig machen. Ein netter Song, der es sicher schwer haben wird sich zu qualifizieren aber wenn man ehrlich ist, in diesem schwächeren Halbfinale ist zumindest die Chance da wohingegen es im zweiten Semi sicherlich keine Finalqualifikation geben würde.

Estland: Tanja – Amazing

Die Performance hat sich nicht viel entgegen des Vorentscheids geändert, allerdings gibt sie im Gegensatz zu ihrem Tänzer bei weitem noch nicht alles was sie kann. In der Probe wirkt es etwas leidenschaftslos, was sich sicher am Dienstag deutlich ändern wird.

Schweden: Sanna Nielen – Undo

Über Sanna hat man schon alles gehört. Alles perfekt aber ich bin mir jetzt nicht mehr sicher ob man nicht doch besser Ace zum ESC geschickt hätte. Mir ist alles zu statisch und es ändert sich nichts im Vergleich zum Vorentscheid. So ein bischen mehr Inszenierung hätte dem Song gut getan.

Island: Pollapönk – No Prejudice

Zwar haben Pollapönk nichts na ihrer Performance geändert aber das Bühnenbild passt ungemein gut zu dem bunten Auftritt. Gesanglich ist allerdings noch deutlich Luft nach oben, da öfter mal der Ton verloren geht. Das darf im Semifinale nicht passieren sonst wirds nichts mit der Finalteilnahme.

Albanien: Hersi – One Night´s Anger

Schöner Auftritt, tolle Stimme aber so richtig packt mich der Song nicht. Ich denke aber daß er trotzdem gute Chancen hat ins Finale zu kommen.

Russland: Tolmachevy Sisters – Shine

Haartrick die Erste. Die Frisuren der beiden sind sehr gewöhnungsbedürftig und so unendlich Prinzessin Leia mäßig bieder. Das vermutete Segelboot entpuppt sich als Wippe. Eine sehr schöne wenn auch etwas langweilige Performance. Eine drohende Nichtqualifikation steht natürlich nicht zur Debatte.

Aserbaidschan: Dilara Kazimova – Start a Fire

Der Bühenhintergrund gefällt mir ausgesprochen gut zu dem Song. Die Frau am Reck ist allerdings nur als Gimmick zu vertehen und hat rein gar nichts mit dem Song zu tun. Ebenso der Bühnenhintergrund. So ein bischen Prophetisch wirkt das zusammen spiel schon.

Ukraine – Marija Jaremchuk – Tick-Tock

Man muß sich eingestehen daß der Song nicht mehr viel mit dem Original seichten Discopopp zu tun hat, der den Vorentscheid „gewonnen“ hat. Hier wurde die Instumentalisierung fast komplett ausgetauscht was dem Song sicher nicht geschadet hat. Auch das billige Amateurhafte herumgehopse der leicht bekleideten Tänzer aus der Präsentation wurde gegen eine zumindest optisch deutlich ansprechendere Performance eines Tänzers im Hamsterrad ausgetauscht.

Belgien: Axel Hirsoux – Mother

Es ist nicht meine Favorisierte Ballade in diesem Jahr und auch die etwas streng ausschauende Grundschullehrerin mit Dutt mag mich nicht so richtig vom Gegenteil überzeugen. Die ganze Inszenierung finde ich dann doch etwas merkwürdig. Gesanglich ist das allerdings nahezu perfekt zu Beginn, was allerdings zum Ende etwas nachlässt aber das kann sich ja noch ändern. Allerdings muß man natürlich zur Qualifikation sagen daß die Juries sicherlich keinen Zweifen dran lassen daß der Song einer der Besten im ersten Semi ist.

Moldawien: Cristina Scarlat – Wild Soul

Haartrick die Zweite. Das scheint ein neuer Trend zu werden. Angelehnt an den Vorentscheid trägt Christina wieder eine zweigeteiltes Kleid, das allerdings nicht ganz so sperrig ist. Der Song ist OK das Bühnenbild auch aber irgendwie war die gesamte Performance beim Vorentscheid besser.

San Marino: Valentina Monetta – Maybe (Forse)

Leider wird es auch in diesem Jahr schwer für Valentina sich fürs Finale zu qualifizieren, was ich ihr durchaus wünschen würde. Naja wenn nicht dann sind sicher alle guten Dinge Vier, wobei man bei ihrem Einstand vor zwei Jahren nicht wirklich von einem guten Ding reden kann.

Portugal: Suzy – Quero Ser Tua

Die Tänzer hat sie vom letztplatzierten im vorigen Jahr geklaut und ich habe das Gefühlt daß es auch in diesem Jahr nichts besseres wird. Dieser halbgare Lambada Verschnitt ist einfach nur furchtbar.

Niederlande: The Common Linnets – Calm after the Storm

Meine Voter sehen den Song deutlich besser platziert als ich. Ich finde ihn einfach nur dröge und langweilig. Meiner Meinung nach der zweite Totalausfall neben Suzy in diesem Habfinale. Allerdings muß ich zugeben daß es ein schöner Fahrstuhlsong ist, für mich allerdings beim ESC fehl platziert.

Montenegro: Sergej Ćetković – Moj Svijet

Montenegro rettet den Balkan. Eine balkan-typische Ballade, die wir ohne Bosnien oder Serbien schmerzlich vermisst hätten. Allerdings ist vermag es der Song nach Suzy und The Common Linnets auch nicht einem au der Lethargie herauszuholen.

Ungarn: András Kállay-Saunders – Running

Einer der besten Songs in diesem Jahr beschließt den Abend des zweiten Halbfinals und man muß nach den vorhergehenden Interpreten kein Prophet sein um hier eine sicher Qualifikation vorherzusagen. Tolles Bühnenbild gute Performance der Tänzer die mir im Vergleich zum Vorentscheid etwas zurückgenommener erscheint. Alles in Allem ein sehr guter Auftritt.

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