The Good, the Bad and the Ugly – Hits und Shits der ersten Proben

Heute gingen die ersten Proben in Lissabon zu Ende, zumindest die ersten Proben der zwei Halbfinale. Die Gib 5 und das Gastgeberland sind erst am Freitag mit ihren ersten Proben an der Reihe. Zeit zu schauen, welche Acts begeistern und welche eher so mittelmäßig bis schlecht performt haben. Zuerst muß man sich natürlich mit der Aussagekraft der ersten Proben auseinandersetzen. Es handelt sich hier meist um Stell- und Mikrophonproben um die richtigen Einstellungen der Kameras, des Tons und natürlich im geringen Maße die Choreographie zu testen. Hier agieren viele Künstler mit angezogener Handbremse oder es werden noch verschiedene Choreos getestet, um die passende zu finden. Man sieht aber auf jeden Fall die grobe Idee hinter dem Auftritt. Mithilfe der Buchmacher kann man hier auch sehr schön sehen, wie sich die Vorhersagen verändert haben und das teilweise drastisch.

Chart by Visualizer

Ich habe in die Grafik die ersten Werte vom 12.03. mit aufgenommen, an diesem Tag waren alle Beiträge bekannt. Der zweite Wert, der 26.04. war die letzte Erhebung, die ich vor den Proben herausgezogen hatte. Am 30.04 hatte ich die Daten abends nachdem das komplette Semi 1 ihre Proben beendet hatten und der vierte Wert it von heute um die Mittagszeit. Alle Probenteilnehmer des zweiten Semis, die heute ihre ersten Proben haben, sind bisher für das Ergebnis der Top 15 irrelevant. Falls hier wider Erwarten doch noch ein Act so begeistert dass er in die Top 15 rutscht, hole ich das natürlich noch nach. Wie immer sind alle Daten des Contests von Oddschecker, nur dort werden 27 einzelne Buchmacher zu einer Gesamtübersicht zusammengestellt. Der Einfachheit halber kommen die getrennten Halfinale von Eurovisionworld, allerdings werden hier nur 8 einzelne Buchmacher aufgelistet.

The Good:
Wie man in den letzten Wochen schon den Werten entnehmen konnte ist Norwegens Alexander Rybak auf dem Höhenflug. Während er am Anfang noch gerade so als Letzter in den Top 15 vertreten war, kam er bereits vor den Proben auf Platz 7 und katapultierte sich heute auf Platz 2. Frankreich hat sich auch seit Anfang um 9 Plätze verbessert, da die beiden aber noch keine Probe hatten, kann das nicht daran liegen, allerdings könnte hier eine größere Rolle spielen, dass die Acts die vorher vor Frankreich lagen, etwas schwächelten. Aber es geht noch besser: der Auftritt, der sich am Meisten auf das Klassement ausgewirkt hat, ist nämlich Zypern! Eleni hat sich mit Fuego um sage und schreibe 16 Plätze verbessern können, davon um 10 Plätze seit den Proben. Wenn das nicht aussagerkäftig ist. Übrigens hat auf Youtube das Video nur knapp 50.000 Views weniger als der Favorit Israel und 200.000 Views mehr als der Drittplatzierte des ersten Semis Mikolas aus Tschechien. Auch bei den Buchmachertipps des ersten Halbfinals ist sie auf Platz drei hinter Israel und Tschechien vorgerückt. Hatten wir schon einmal beim ESC einen Auftritt der stärker auf den Heterosexuellen Mann abgestimmt ist als diesen?

The Bad:
Der Komplettbsturz, anders kann man das nicht bezeichnen, kommt nach den ersten Proben aus unserem Nachbarland. Waylon war Anfangs auf Platz 6, wobei ich nie verstanden habe wie er so überschätzt werden konnte. Er hatte es bereits vor den Proben geschafft auf Platz 15 zurückzufallen, was ich eher für realistisch halte. Allerdings hat er durch die eher merkwürdige Bühnenshow nochmals 7 Plätze verloren und liegt nur noch an 22. Stelle im Ranking. Die 16 Plätze, die Eleni gewonnen hat, hat Waylon verloren. Und kann mir bitte mal jemand erklären warum die Band plötzlich anfängt Breakdance zu tanzen? Ich hoffe nur dass die Niederländer sich zurückbesinnen und diese überflüssige Show wieder zurücknehmen. Waylon wirkt am Besten wenn er alleine im Mittelpunkt steht. Das passt alles überhaupt nicht zusammen.

The Ugly:
Hier kann es eigentlich nur eine Nennung geben. Es geht hier nicht um das Aussehen der Teilnehmer sondern um die speziellste Performance. Wir wissen ja dass sich Weißrussland immer sehr speziell mit ihrer Performance beim ESC ist. Wer erinnert sich nicht an Ivan vor zwei Jahren, der unbedingt nackt auftreten wollte, oder an Alyona Lanskaya, die weder singen noch tanzen konnte? Nunja in diesem Jahr wächst ein Rosenbouguet aus Alekseevs Rücken. Das ist nicht nur sinnbefreit sondern auch ziemlich eklig, wie man auf dem Promobild unten erkennen kann. Der Auftritt mit dem LED Anzug beim Vorentscheid hatte doch funktioniert, warum mußte man hier was ändern? Wenn es wichtig wäre was zu ändern, wäre es der Sänger an sich, obwohl er eigentlich so schief singt wie man es von Weißrusland über die Jahre schon gewohnt ist.

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