Evrovizijska Melodija (EMA) 2020 – Kann das weg?

Die Parallelen sind unübersehbar. Genau wie in Norwegen wurde ein großer Tamtam um die diesjährige slowenische Vorauswahl Evrovizijska Melodija (EMA) 2020 angestellt. Man wählte 10 Teilnehmer, die fürs Finale gesetzt wurden und nutzte zusätzlich einen mehrstufigen Prozess um die noch fehlenden zwei Teilnehmer auszuwählen den man hier sogar einen eigenen Namen, EMA Freš, und wollte hier den jüngeren und unerfahreneren Künstlern eine Möglichkeit nehmen am Finale teilzunehmen. So weit so gut. Das große Fiasko passierte dann im Finale. In beiden Ländern gab es im Superfinale, die durch die jeweiligen Juries bestimmt wurden, nur Frauen mit eher nicht sehr abwechslungsreichen Songs für die Televoter zur Auswahl. In Norwegen war noch eine begrenzte musikalische Auswahl gegeben allerdings hatte man in Slowenien nur die Auswahl zwischen Ballade von großer blonder Frau und etwas schnellere Ballade von kleiner Brünetten Frau, die schon einmal beim Junior ESC den dritten Platz belegt hatte. Die mit großem Aufwand ausgesuchten EMA Freš Teilnehmer wurden direkt aussortiert. Jetzt nicht falsch verstehen die Siegerin Ana Soklič hat mit Voda eine schöne Ballade für den ESC vorgetragen, nur gab es eben für die Televoter quasi gar keine andere Möglichkeit. Dann soll man doch bitte gleich die Juries entscheiden oder wenigstens eine Auswahl bereitstellen. Wahrscheinlich hätten viele gerne die Jungs von Imset im Finale gesehen, die in Rotterdam sicherlich größere Chancen gehabt hätten als der ESC Stereotyp Frau mit Ballade. Aber nun gut. Den Song kann man sich sicherlich schön hören, nur werden die späteren Televoter ihn nach einmal anhören gut finden müssen um dafür anzurufen. Eher zweifelhaft, also bleibt es für Slowenien nur darauf zu hoffen genug Jurypunkte zu bekommen um ins Finale einziehen zu können.

Ich bin jetzt generell kein Juryhasser und finde sie auch durchaus gerechtfertigt um zu verhindern dass zu viele Spaßbeiträge den ESC kapern, allerdings hätten die Verantwortlichen der EMA 2020 doch etwas offener sein und auch Musikstile zulassen sollen, die nicht unbedingt dem eigenen Musikgeschmack entsprechen. Wie das trotz Jury gut gelingen kann, zeigte uns Portugal am gestrigen Abend, die eine sehr breit gefächerte Auswahl ins Finale schickte.

Startnr.InterpretTitel
Stimmen
1Simon VadnjalNisi Sam
2SaškaŠe kar lovim tvoj nasmeh
3Gaja PrestorVerjamem Vase
4Ana SokličVoda5035
5InmateThe Salt
6Manca BerlecVečnost
7Tinkara KovačForever
8Božidar Wolfand WolfMaybe Someday
9Parvani VioletCupid
10Klara JazbecStop The World
11ImsetFemme Fatale
12Lina KuduzovićMan Like U4369
,
Vorheriger Beitrag
Spanien 2020 – Tschuligum
Nächster Beitrag
Vidbir 2020 – Kleiner Lichtblick am Balladenhorizont

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü
Tracking für Google Analytics ausschalten: Ich will
Translate »

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Close