Norwegen 2019 – Bitte etwas mehr Mystik und etwas weniger Manhatten Transfer

Eins war mir schon vor dem diesjährigen Melodi Grand Prix klar: Spirit in the Sky ist mein Lieblingsbeitrag aus Norwegen! Morland wäre für mich auch noch eine geeignete Wahl gewesen, Mr. Unicorn so im Ausnahmefall. Das meiste war allerdings eher weichgespülter Radiopop und nichts so wirklich herausragendes. Man stellt sich ja immer vor wie so ein Auftritt seines favorisierten Songs dann inszeniert wird, also quält man sich mehr oder weniger durch den Abend. Parallel lief dann noch Söngvakeppnin und Mello bzw. Uuden Musiikin Kilpailu. Als dann nun endlich mein favorisierter Act kam, war ich etwas vor den Kopf gestoßen. Ich hbe mir wegen des samischen Joik-Gesangs eher einen Auftritt a la Jon Henrik Fjällgren aus dem Mello vorgestellt und was bekamen wir zu sehen? Manhatten Transfer 2.0! Oder wie sollte man das denn sonst beschreiben. Ja die Supergroup hatte sich extra für den MGP zusammengefunden und bestand eigentlich aus durchaus erfahrenen Einzelsängern. Und hier haben wir genau das gleiche Problem wie bei Exuinoxx im Vorjahr. Tom Hugo (Hermansen), der genau wie ich 2007 nach Hamburg zog, hatte auch schon in Deutschland Songs in den Charts, Alexandra Rotan war bereits mit Stella Mwangi im vergangenen Jahr beim MGP und Joiker Fred-René Øvergård Buljo der die Samen Band Duolva Duottar mitgründete, sind einfach keine homogene Band. Ich hatte das Gefühlt dass alle gleichmäßig viel Kamerazeit, um sich selbst zu produzieren, haben will. Und hier setzt meine hauptsächliche Kritik an: Ihr seid weder Manhatten Project noch Les Humphrey Singers sondern KEiiNO! Hold euch einen gescheiten Choreographen und Bühnenbauer und gebt uns ein Bühnenbild und einen Auftritt, der uns unvergessen bleibt. Nur so könnt ihr in Tel Aviv was reißen! Am Song liegt es jedenfalls nicht wenn es nicht klappt! Und rumhüpfen zur Musik geht gar nicht, bitte mit etwas mehr Stil! Sowas ärgert mich maßlos. Jeder beschissene Song wird durch den Auftritt zu was besonderem, wie z.B. Hatari, hier sollte das doch auch möglich sein!

Vorheriger Beitrag
Portugal 2019 – Conan und der Tänzer
Nächster Beitrag
Moldawien 2019 – Gabs hier nichts Besseres?

Ähnliche Beiträge

Norwegen 2017: Midtempo statt Mystisch

Der Melodi Grand Prix ging leider etwas unter wegen dem Finale in Schweden. Zumindest das Ende konnte ich aber dennoch anschauen. Der Act der im Vorentscheid am meisten Aufmerksamkeit auf…

Norwegen: Die vielleicht beste Ballade 2015

Für Norwegen geht ein echtes Highlight ins 2. Halbfinale und sollte ohne Probleme den Durchmarsch ins Finale schaffen. Die Stimme des Sängers treibt mir Schauer über den Rücken und die…

Norwegen 2013: Margaret Berger – I Feed You My Love

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=1hnC6T3cOzo Welch skurriler Titel: „Ich Füttere Dich mit meiner Liebe“. Das ist aber schon das einzige was einem an diesem Song stören…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü
Translate »

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Close