Unser Song für Malmö – Evacuate the Dancefloor!

Deutschland

 

Erst einmal großes Lob für die ARD, die eine sehr stimmige Show ins Leben gerufen hat. Ebenso an die fabelhafte Anke Engelke, die selbst lange Wartezeiten sehr gut überbrücken konnte. Auch den Künstlern, die teilweise in der Live Performance über sich hinausgewachsen sind, gehört ein dickes Lob. Außerdem einen Glückwunsch an die Gewinner Cascada

Cascada
Quelle: Wikipedia

Abstimmtabelle
 Titel/Interpret  Radiovoting  Juryvoting  Televoting Gesamt
 1 Cascada – Glorious  10  8 12  30
 2 LaBrassBanda – Nackert  12  1  10  23
 3 Söhne Mannheims – One Love  7  5  5  17
 4 Saint Lu – Craving  0  10  6  16
 5 Nica & Joe – Elevated  4  4  8  16
 6 Blitzkids mvt – Heart on the Line  1  12  2  15
 7 Ben Ivory – The Righteous Ones  6  7  0  13
 8 Betty Dittrich – La La La  8  0  4  12
 9 Finn Martin – Change  3  6  3  12
 10 Die Priester feat. M. Erdmann – Meerstern, sei gegrüßt  2  0  7  9
 11 Mobileé – Little Sister  5  3  0  8
 12 Mia Diekow – Lieblingslied  0  2  1  3

 

Zu Den Auftritten:

Startnummer 1: Finn Martin – Change
:

Wie erwartet war hier ein solider Popsong ohne viel TamTam aber auch ohne sonderliche Ohrwurmqualitäten zu hören. Eine merkwürdige Frisur die man im besten Falle als ausgewaschene, blondierte Rastazöpfe bezeichnen konnte mochte den Beitrag auch nicht viel interessanter zu machen.

Startnummer 2: Mobileé – Little Sister:

Eine sehr merkwürdige Vorstellung der Interpreten machte schon so gar keine Lust auf mehr. Es erinnerte sehr an die Sparkassen-Werbung „Wir machen das mit den Fähnchen“. Unvorstellbar, daß jemand auf den Gedanken kommt sowas als Bandvorstellung zu benutzen. Während der ersten Hälfte des Liedes wunderte man sich so über diesen Einspieler, daß man in der zweiten Hälfte auch nicht wirklich Lust bekam weiter zuzuhören.

Startnummer 3: Blitzkids mvt – Heart on the Line:

Der einzige Faux-Pas von Anke, die das Lied als „Hearts on the Line“ vorstellte. Aber kann passieren. In Bester Yazoo/Human League 80er Manier traten sie dann auf mit Pailletten Oberteil und XL-Hosen. Großartiger Auftritt, der allerdings über einige nicht wenige Unsauberkeiten beim Gesang nicht hinweg täuschen konnten.

Startnummer 4: Betty Dittrich – La La La:

Insgesamt sehr stimmiges Konzept und frisch umgesetzt. Man fühlte sich direkt in die 50er zurück versetzt. Hier passte einfach alles, auch wenn der Song nicht wirklich meiner war.

Startnummer 5: Ben Ivory – The Righteous Ones:

Insgesamt wirkte der Auftritt zu verkrampft. Die schwere Kost bei der Vorstellung des Interpreten wirkte künstlich und aufgesetzt. Die Bühnenshow enttäuschte auf ganzer Linie, der Gesang war zu sehr im Vordergrund, die kraftvollen Beats eher nicht. Alles in Allem wurde durch die Live Performance hier eine gute Platzierung, die ich mir sehr gewünscht hätte ordentlich vergeigt.

Startnummer 6: Saint Lu – Craving:

Mit die Stimme einer schwarzen Souldiva wurde sie angekündigt, heraus kam eigentlich nur ein unverständliches Gekrächze das einem nun nicht wirklich Lust auf mehr gemacht hat. Die Aussage der Künstlerin „Musik ist für mich kein Wettbewerb“ konnte man angesichts der Teilnahme beim ESC Vorentscheid nicht so richtig Ernst nehmen. Der Heiligenschein am Ende des Auftritt war dann mal ein optisches Highlight.

Startnummer 7: LaBrassBanda – Nackert:

Sympatischer und bodenständiger Auftritt der fehl am Platz wirkenden Blaskapelle mit der undeutlichen Aussprache. Der Twitter Kommentar „Hier könnte Ihre Werbung stehen“ fand ich treffend. Das sie sich allerdings, wie sich später herausstellte zum Publikumsliebling mauserten bereitete mir sehr großes Kopfzerbrechen.

Startnummer 8: Nica & Joe – Elevated:

„Running Scared“ in deutlich besser würde ich hier mal sagen. Stimmlich sicher der Beste Act des Abends. Alles in Allem sehr stimmiger Auftritt allerdings hätte ich mir hier einen anderen Song gewünscht. Die fehlenden online Präsenz im Vorfeld hat sicherlich auch dazu beigetragen, daß keine bessere Platzierung erreicht wurde.

Startnummer 9: Mia Diekow – Lieblingslied:

Weder der Auftritt noch das Lied haben mich überzeugt. Ich kann noch nicht mal genau sagen was mich gestört hat aber es war einfach nicht überzeugend. Vielleicht lag es am Lied, das mit ständigen Musikaussetzern und Taktwechseln äußerst ESC inkompatibel ist.

Startnummer 10: Söhne Mannheims – One Love:

Etwas verwundert war ich als die Söhne in Anzügen auf die Bühne traten. Das Lied war sowas von dröge und der Zwischendurch Rap schien so gar nicht zu passen. Den großen Zuspruch in Energebnis mag man einzig und alleine der Lobby bzw. Bekanntheit der Band zuzuordnen.

Startnummer 11: Die Priester feat. Mojca Erdmann – Meerstern, sei gegrüßt:

Ganz netter Auftritt. Stimmlich ganz groß! Wirkte allerdings äußerst fehlt am Platz auch wenn diese Art von Musik spätestens seit Adoro massentauglich sein müßte. Aber meine Herren, die Hände bitte in Zukunft über die Kutten!

Startnummer 12: Cascada – Glorious:

Der Auftritt wirkte durchaus ESC kompatibel, vielleicht der kompatibelste Song des Abends. Daher habe ich auch keine Bauchschmerzen sie nach Malmö zu schicken. Nathalie wirkte allerdings irgendwie muskulöser als ich sie in Erinnerung hatte. Der Rock war äußerst knapp bemessen, ein bischen mehr Stoff würde hier zum ESC gut tun. Bei der Zugabe waren hier Einblicke gewährt, die man nicht unbedingt haben mußte.

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