Melodi Grand Prix 2021

Der Melodi Grand Prix 2021 ist ähnlich wie im vergangenen Jubiläumsjahr zu einem umfangreichen Vorentscheid mutiert. Neben den 5 Halbfinalen und der Finalshow gibt es jetzt auch noch eine Second Chance Runde auch Wildcard Runde genannt, bei der die 15 bei den Halbfinalen ausgeschiedenen Kandidaten um den 12. und letzten Startplatz im Finale erneut kämpfen. Vermutlich wurde diese Extrashow eingeführt, da im vergangenen Jahr doch einige Titel ausgeschieden waren, die man gerne im Finale gesehen hätte.

In jedem Halbfinale wird es wieder je 2 Duelle geben. Die Gewinner der jeweiligen Duelle treten dann im Goldduell gegeneinander an und der Gewinner zieht direkt ins Finale ein. Die jeweiligen Unterlegenen ziehen in die Second Chance Runde ein. Im Finale sind bereits 6 Acts automatisch gesetzt, darunter die Gewinner des Televotings 2019 Keiino. Die jeweiligen Titel werden in den Halbfinalen außer Konkurrenz vorgestellt. Aus dem vergangenen Jahr sind Rein Alexander wieder mit dabei, diesmal mit einem direkt fürs Finale qualifizierten Beitrag. Die Gewinnerin aus dem vergangenen Jahr Ulrikke Brandstorp lehne ein Angebot ebenfalls direkt ins Finale einzuziehen allerdings ab.

Delfinale 1 – 16. Januar 2021

DuellInterpretTitelGoldfinalePlatz
1Stina TallingElevateQualifiziert2
Beady BellePlaying with Fire Ausgeschieden
2JornFaith Bloody FaithAusgeschieden
Blåsemafian feat. HazelLet LooseQualifiziert1

Ihren direkt im Finale stehenden Wettbewerbssong performen Keiino und TIX live im ersten Halbfinale quasi als Intervall Acts.

Delfinale 2 – 23. Januar 2021

DuellInterpretTitelGoldfinalePlatz
1Ketil StokkanMy Life is OkAusgeschieden
Daniel OwenPsychoQualifiziert2
2RayleeHeroQualifiziert1
Maria SolheimNordlysetAusgeschieden

Mit der vollen Schweden-Komponisten Power gewann wie erwartet Raylee mit ihrem Titel Hero das zweite Halbfinale des Norwegischen Melodi Grand Prix 2021. Ihr Song wurde von Andreas Johansson (Jurius, „Running with Lions“ 2019, John Lundvik „Too Late for Love„), Anderz Wrethow (neben den eben genannten Eleni Foureira „Fuego“ 2018, AySel & Arash „Always“ 2008) und die Kanadierin Laurell Barker (S!sters „Sister“ 2019, Luca Hänni „She Got Me„, Michael Rice „Bigger Than Us„, ZiBBZ „Stones„, alle 2019, Alicja „Empires“ 2020) komponiert. Ihr Auftritt war sehr an Flashdance angelehnt, besonders die ikonische Wasserdusche wurde schamlos nahezu 1:1 kopiert. Dazu ihr enges Outfit ließ mich mehr als irritiert zurück.

Wie Keiino im ersten Halbfinale stellte dieses Mal die Band Stavangerkameratene (Stavanger-Kameraden) ihren bereits fürs Finale qualifizierten Song barndomsgater (Straßen der Kindheit/Kinder) vor.

Delfinale 3 – 30. Januar 2021

Delfinale 4 – 06. Februar 2021

Delfinale 5 – 13. Februar 2021

Siste sjanse – 14. Februar 2021

Finale – 20. Februar 2021

PlatzStartnr.InterpretTitel
TIXUt av mørket
Atle PettersenWorld on Fire
StavangerkamerateneBarndomsgater
Kaja RodeFeel Again
Rein AlexanderEyes Wide Open
KEiiNOMonument
Blåsemafian feat. HazelLet Loose
RayleeHero
Gewinner Halbfinale 3
Gewinner Halbfinale 4
Gewinner Halbfinale 5
Wildcard-Gewinner

Norwegen beim ESC

1960 debütierte Norwegen mit dem Titel Voi voi von Nora Brockstedt mit Platz 4 beim Eurovision Song Contest in London. Bereits in diesem Jahr gab es den 1. Melodi Grand Prix als Vorentscheidsshow. Dann dauerte es 25 Jahre bis sie ihren ersten Sieg mit „Let det swinge“ von den Bobbysocks erreichen konnten. Es folgten zwei weitere, 1995 mit „Nocturne“ von Secret Garden, das genau wie „Let det swinge“  von Rolf Løvland komponiert wurde. Und schließlich „Fairytale“ von Alexander Rybak 2009. Mit 11 letzten Plätzen führt Norwegen diese Statistik sogar an.

Uuden Musiikin Kilpailu 2021

Am 20. Februar 2021 findet der alljährliche finnische Vorentscheid, das Uuden Musiikin Kilpailu 2021 statt. Vom 01.-07. September 2020 konnten Interessenten ihren Beitrag an den austragenden Sender Yleisradio einschicken. Jeder konte bis zu 3 Beiträge einreichen. Vorraussetzung dafür war jedoch, dass mindestens einer der Komponisten oder Produzenten der jeweiligen Songs musste die finnische Staatsbürgerschaft haben. Ob das jemanden davon abhält seinen Beitrag einzureichen, wenn er oder der Produzent nicht über diese verfügen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Schließlich ist es relativ unproblematisch sich einen vermeintlichen Co-Autor an die Seite zu stellen.

Die Interpreten/Komponisten

278 Songs wurden daraufhin eingereicht, die laut dem Sender eine sehr gute Qualität und Bandbreite gehabt haben soll. Nun ja, bei nur 4 Finalqualifikationen bei den letzten 10 Teilnahmen und 3 Plätzen jenseits der 20 muß man hinterfragen, was sie unter guter Qualität verstehen. Jedenfalls wird Vorjahresteilnehmer Aksel Kankaanranta wieder mit von der Partie sein. Am 20.11 gab es ja bereits ein Interview mit Voice.fi, bei dem er bekannt gab nicht am Uuden Musiikin Kilpailu 2021 teilzunehmen. Wohlgemerkt nachdem die Beiträge eingereicht wurden. Es scheint also dass er im Dezember das Angebot bekam einen der eingereichten Songs zu singen und so seine Meinung geändert hat.

Wie jetzt auch bei der Veröffentlichung des Line-Ups bekannt gegeben wurde, treffen wir eine alte Bekannte wieder: Laura Pöldvere. Neben ihres Juryengagements beim estnischen Vorentscheid in diesem Jahr, gibt die Estin also auch ein Gastspiel in Finnland. Dies könnte zu ihrer dritten ESC Teilnahme nach 2005 und 2017 führen. Dann hätte sie eine erneute Chance sich endlich fürs Finale zu qualifizieren. Sehr gespannt bin ich auf den Beitrag von den Teflon Brothers x Pandora, denn ihr Beitrag wurde von JS-16 (Jaakko Salovaara) und Paradise Oskar (Axel Ehnström) gemeinsam komponiert. Ersterer war bereits für „Freestyler“ der Boomfunk MCs verantwortlich und letzterer selbst beim ESC 2011 in Düsseldorf für Finnland angetreten.

InterpretTitelJuryZuschauerGesamt
AkselHurt
Blind ChannelDark Side
DannySinä päivänä kun kaikki rakastaa mua
IltaKelle mä soitan
LauraPlay
OSKRLie
Teflon Brothers x PandoraI Love You

Finnland beim ESC

Finnland ist irgendwie das Sorgenkind des Eurovision Song Contests. Obwohl die bereits 1961 debütierten, dauerte es bis 2006 bis der Knoten platzte und der erste Sieg mit Lordis „Hardrock Haleluja“ unter Dach und Fach gebracht wurde. Diese 45 Jahre Wartezeit auf den ersten Sieg wurde nur noch von Portugal mit 53 Jahren 2018 gebrochen.  Bei der Anzahl der letzten Plätze liegt Finnland zusammen mit Deutschland auf Platz 3.

Our Song for Eurovision 2021: Israel sucht einen neuen Song für Eden Alene

Israel entschied sich Schon früh dafür, Eden Alene erneut für den Eurovision Song Contest zu nominieren. Nicht weniger als 9 verschiedene Songs stehen in diesem Jahr für sie zur Auswahl. Aus diesen werden zwei ausschließlich durch ein Onlinevoting bestimmt, ein drittes durch eine Expertenjury.  Am 03. Januar werden dann die gewählten Songs bekannt gegeben. Nach eine erneuten Onlinevoting wird der Gewinnersong ermittelt. Der Gewinner wird dann am 25 Januar in einer Liveshow bekannt gegeben. Ich hätte mir gewünscht dass man die Show dazu benutzt die drei Songs live auf der Bühne zu sehen und dann darüber abzustimmen welcher es verdient hätte in Rotterdam zu starten.

Alle Songs für Eden Alene:

Die drei Songs, die in die nächste Wertungsrunde gekommen sind, lauten “La La Love”, “Ue La La” und “Set Me Free”. Ab sofort nehmen Eden und ihr Team für die Songs jeweils ein Video auf. Für seinen Favoriten kann man dann ab dem 19.01. auf der offiziellen Website abstimmen. In Der Show am 25.01.2021 gibt es dann zusätzlich ein Making Of der drei Videos und selbstverständlich die Videos selbst zu sehen, bevor dann am Ende der Siegertitel bekannt gegeben wird.

Die restlichen Songs:

Hier könnt ihr euch die Songs noch einmal anhören, die nicht ins das finale Voting gekommen sind.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=y6VkBd6NMFw
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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=g1-wX86KA78
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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=5ioSHhnYQkc
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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=oWtrSct7RbE
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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=zkdwg6gM_YI
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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=5qE0-V-vd0c

Israel beim ESC

Bereits 1973 nahm Israel zum ersten Mal am ESC in Luxemburg mit dem Song ’Ey sham von Ilanit teil und verpasste mit Platz vier nur knapp das Podest. 1978 entschiedenen sie sich den ersten Vorentscheid einzuführen. In den ersten beiden Vorentscheids-Jahren gewannen sie mit den beiden Gewinnertiteln A-ba-ni-bi und Hallelujah auch den Eurovision Song Contest. 1998 kam der dritte Sieg mit Viva la Diva von Dana International. Den vierten und bislang letzten Sieg gab es durch Nettas Song Toy 2018. Einen letzten Platz hingegen gab es nie, allerdings bisher 6 verpasste Finalqualifikationen. Eine besonders lange Durststrecke gab es Anfang der 2010er Jahre, die erst 2015 durch den Golden Boy Nadav Guedj gebrochen wurde

Melodifestivalen 2021: Viele altbekannte Gesichter

Das Melodifestivalen beginnt am 06. Februar mit der ersten Vorentscheidungsrunde. Anschließend folgen wie üblich wöchentlich 3 weiter Vorrunden, das Andra Chansen und schließlich dem Finale am 13. März 2021. Wegen der Covid-19 Pandemie finden alle Shows ausnahmsweise in Stockholm statt. Aus den ersten vier Shows schaffen jeweils zwei Kandidaten die direkte Qualifikation fürs Finale und zwei weitere für die Andra Chansen. Hier gibt es vier 2er-Duelle, von denen die Gewinner auch ins Finale dürfen. Dieses besteht dann auch 12 Teilnehmern.

Wieder mit dabei sind die Vorjahresgewinner The Mamas, die allerdings auch durch die komplette Qualifikation müssen. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Charlotte Perrelli (ESC 2008 mit Hero, Platz 18), Eric Saade (ESC 2011 mit Popular,  Platz 3) und Jessica Andersson (ESC 2003 als Teil der Gruppe Fame mit Give Me Your Love, Platz 5). 15 der 25 Teilnehmer nahmen bereits am Melodifestivalen teil. Unter ihnen ist Eva Rydberg, die bereits 1977 am Mello teilnahm. Andere bekannte Namen sind u.a. Danny Saucedo, Dotter und Tess Merkel (Ex-Alcazar).

Auch bei den Komponisten wird eher geklotzt statt gekleckert. Joy und Linnea Deb haben 5 Songs im Rennen, Thomas G:son ist mit zwei Songs dabei. Jimmy Jansson, der im vergangenen Jahr 6 Titel im Vorentscheid einen neuen Rekord aufstellte, ist in diesem Jahr mit drei Songs vertreten. Anderz Wrethov, zeigte sich bereits für „Fuego“ verantwortlich und kommt mit 4 Songs im Gepäck. Schließlich Bobby Ljunggren, der auch mit 5 Songs dabei ist. Er hatte in seiner Karriere bereits 55 Songs im Mello seit 1987! Auch Frederik Kempe darf man an dieser Stelle nicht vergessen. Er ist mit 2 Songs vertreten, die seine Gesamtbilanz auf 35 Mello Kompositionen erhöhen. Insgesamt haben die oben genannten Komponisten das Melodifestivalen bereits 12 Mal gewinnen können.

InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
Danny SaucedoDandi Dansa
M/T: Danny Saucedo, Karl-Johan Råsmark
lovadAllting är precis likadant
M/T: Mattias Andréasson, Alexander Nike, Love Drevstam, Albin Johnsén
KadiatouOne Touch
M/T: Joy Deb, Linnea Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Anderz Wrethov
MustaschContagious
M/T: Ralf Gyllenhammar, David Johannesson
Eva Rydberg & Ewa RoosRena rama ding dong
M/T: Gran Sparrdahl, Kalle Rydberg, Ari Lehtonen
Emil AssergårdOm allting skiter sig
M/T: Emil Assergård, Jimmy Jansson, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Anderz Wrethov, Johanna Wrethov
Tess MerkelGood Life
M/T: Tony Malm, Tess Merkel, Palle Hammarlund, Mats Tärnfors
Paul ReyThe Missing Piece
M/T: Fredrik Sonefors, Laurell Barker, Paul Rey
ArvingarnaTänker inte alls gå hem
M/T: Stefan Brunzell, Nanne Grönvall, Thomas G:son, Bobby Ljunggren
DotterLittle Tot
M/T: Johanna „Dotter“ Jansson, Dino Medanhodzic
ElisaDen du är
M/T: Bobby Ljunggren, Ingela Pling Forsman, Elisa Lindstörm
LillasysterPretender
M/T: Isak Hallén, Jakob Retter, Martin Westerstrand, Ian Paolo Lira, Palle Hammarlund
Frida GreenThe Silence
M/T: Anna Bergendahl, Bobby Ljunggren, David Lindgren Zacharias, Joy Deb
Charlotte PerrelliStill Young
M/T: Thomas G:son, Bobby Ljunggren, Erik Bernholm, Charlie Gustavsson
Patrik JeanTears Run Dry
M/T: Herman Gardarfve, Patrik Jean, Melanie Wehbe
WAHL feat. SAMI90-talet
M/T: Sami Rekik, Christopher Wahlberg, Josefin Glenmark, Jesper Welander, Andreas Larsson
Nathalie BrydolfFingerprints
M/T: Andreas Stone Johansson, Etta Zelmani, Laurell Barker, Anna-Klara Folin
Anton EwaldNew Religion
M/T: Jonas Wallin, Joe Killington, Anton Ewald, Maja Strömstedt
The MamasIn the Middle
M/T: Emily Falvey, Robin Stjernberg, Jimmy Jansson
Jessica AnderssonHorizon
M/T: David Kreuger, Fredrik Kempe, Marcus Lindén, Christian Homström
SannexAll Inclusive
M/T: Greta Svensson, Hans Thorstensson
Clara KlingenströmBehöver inte dig idag
M/T: Clara Klingenström, Bobby Ljunggren, David Lindgren Zacharias
Efraim LeoThe Best In Me
M/T: Efraim Leo, Cornelia Jakobsdotter, Amanda Björkegren, Herman Gardarfve
TusseVoices
M/T: Joy Deb, Linnea Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Anderz Wrethov
Julia AlfridaRich
M/T: Julia Alfrida, Jimmy Jansson, Melanie Wehbe
Alvaro EstrellaBaila baila
M/T: Anderz Wrethov, Linnea Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt
Klara HammarströmBeat Of Broken Hearts
M/T: David Kreuger, Fredrik Kempe, Niklas Carson Mattson, Andreas Wijk
Eric SaadeEvery Minute
M/T: Eric Saade, Linnea Deb, Joy Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt

Deltävling 1 – 06. Februar 2021

Deltävling 2 – 13. Februar 2021

Deltävling 3 – 20. Februar 2021

Deltävling 4 – 27. Februar 2021

Andra Chansen – 06. März 2021

Finale – 13. März 2021

Schweden beim ESC:

Schweden debütierte bereits 1958 beim Eurovision Song Contest in Hilversum mit dem Song „Lilla stjärna“ von Alice Babs und erreichte damals Platz 4 von 10 Teilnehmern. 6 Mal konnten sie den Wettbewerb gewinnen (1974, 1984, 1991, 1999, 2012 und 2015). Zweimal belegten sie den letzten Platz, 1963 sogar mit 0 Punkten. Wunder Punkt im kollektiven schwedischen Bewußtsein ist sicher die Nichtqualifikation fürs ESC Finale von 2010 durch Anna Bergendahl.

Festivali i Këngës 59 – frierende Frauen, warme Männer

Endlich geht dir neue Saison des Eurovision Song Contests 2021 richtig los. Traditionell wird beim albanischen Festivali i Këngës 59 der erste ESC-Beitag des Jahres live und in Farbe ausgewählt. In diesem Jahr aber ja bekanntlich alles anders. So wurde ausschliesslich voraufgezeichnete Dosenware präsentiert, nur die Moderation war live. Die zweite Änderung im Ablauf war der Veranstaltungsort: der Vorplatz vor dem Studio.
Diese Entscheidung fand ich etwas übertrieben, denn das mit dem Corona Abstand hätte sicher auch drinnen gut funktioniert, zumal das Orchester weggelassen wurde und die meisten Interpreten auch ohne oder mit wenigen Tänzern antraten. Bei 5 Grad war es sicher kein Vergnügen den Song für die Aufzeichnung auf der Bühne zu performen. Oder zumindest für die Frauen war es kein Vergnügen. Denn während die Männer, ausser Mirud, sich eher hochgeschlossen zeigten, ist für die Frauen beim Festivali i Këngës ein vermeintliches sexy Outfit eher Pflicht.

Bewegung ist das Zauberwort

Wohl denen, die keine Ballade zum Besten gaben und während der Performance tanzen oder mit ihren TänzerInnen kuscheln konnten. Beim Rest hatte man das Gefühl starken Rauchern ohne Zigaretten im Mund gegenüber zu stehen, denn sie waren dauerhaft von kondensiertem Atem in Form von Dampfschwaden umgeben. Mirud, der quasi oberkörperfrei und nur mit Weste bekleidet, seinen Song „Nëse vdes“ (Falls ich sterbe) waren sogar die Gesichtszüge so eingefroren dass sein Auftritt wirkte, als sei die Augsburger Puppenkiste dafür verantwortlich gewesen. Vom Outfil wollen wir erst gar nicht sprechen. Oder doch? Angeblich gab es ihm gegenüber Morddrohungen aus der Gay Community wegen seines Outfits am ersten Abend. Das, liebe Leute vermag ich mir beim besten Willen nicht vorzustellen. Ja die Community kann böse sein, bisweilen sehr böse, aber Morddrohungen? Notiz an Mirud: bitte das nächste Mal die hüftbetonenden Streifen weglassen (ich musste während des gesamten Auftritts hinschauen) und die Slipper verbrennen und schon passt das.

Fazit des Festivali i Këngës 59:

Generell war das FiK 59 ausgezeichnet besetzt. Es gab sehr viele schöne Songs, die sicher in meiner Playlist landen werden. Leider bedient sich das kleine Land noch einer vorsintflutischen Jury, die ausschliesslich den oder die Sieger bestimmt. Natürlich muss der Song in albanisch sein nur um ihn im Revamp dann in englisch beim ESC zu singen. Auffallend in den vergangenen 3 Jahren war, dass eben nicht die tragische Frauenballade gewonnen hat, sondern allesamt Songs mit Abwechslung. Deshalb konnte sich auch Fanfavoritin Inis Neziri mit ihrerer schönen Ballade „Pendesë“ nicht durchsetzen und kam ins Mittelfeld. Auch Mirud war es nicht vergönnt in die vorderen Ränge aufzusteigen.

 

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Video-Link: https://youtu.be/7B-pnq30_DE

 

Auf Platz 3 landete einer der nichtssagenden Songs im Finale, Festina Mejzini mit „Kush je ti da dashuri“ was so viel heisst wie „Wer bist du Liebling“. Mein absoluter Favorit Sardi Strugaj kam mit dem Song „Ka Me t’ba me kajt“ sicherte sich, auch zu meiner Erleichterung NUR Platz 2, denn obwohl ich den Song spitze finde, möchte ich beim ESC aus Albanien eine andere Art Song hören. Und genau so ein Song wurde von der Jury ausgewählt: Anxhela Peristeri mit „Karma“. Die Nummer wechselt zwischen tragischer Ballade und harten Beats. Grossartiger Song und die beste Auswahl, die die Jury hätte treffen können. Albanien entwickelt sich langsam zu einer meiner Lieblingsnationen beim ESC. Natürlich oder gerade wegen der vielen landestypischen Elemente in jedem Song.

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Video-Link: https://youtu.be/sTzfrgwuz0g
StartnummerInterpretTitelPlatz
1Sardi StrugajKam me t'ba me kajt2
2Xhesika PoloMë mbron
3Orgesa ZaimiValixhja e kujtimeve
4Wendi MancakuSi ajo
5Era RusiZjarri im
6Gjergj KaçinariMë jep jetë
7Rosela GjylbeguVashëzo
8Devis XherahuPeng
9MirudNëse vdes
10Giliola HaverikuE lirë
11Viktor TahirajNënë
12Kamela IslamajKujtimet s'kanë formë
13Florent AbrashiVajzë
14Inis NeziriPendesë
15Evi ReçiTjerr
16Anxhela PeristeriKarma1
17Festina MejziniKush je ti dashuri3
18Kastro ZizoVallja e jetës
HFAgim PoshkaVendi im
HFEnxhi NasufiNjësoj
HFErikson LloshiJo
HFFatos ShabaniTy
HFFranc KoruniE morën botën
HFKlinti ÇollakuDo t'ja dal
HFManjola NallbaniOra e jetës
HFStefan MarenaMeteor

Dora 2021: Nina Kraljić ist zurück

Kroatien geht in diesem Jahr einen anderen Weg als die anderen Länder. Hier wurde der Vorjahresteilnehmer Damir Kedžo weder direkt nominiert, noch überhaupt für die Dora 2021 berücksichtigt. Anstatt dessen, konnten bis zum 10. Dezember ganz normal Beiträge eingereicht werden. Nach einigem Hin und Her werden beim Vorentscheid nun 14 nach zuvor angekündigten 16 Teilnehmer auf die Zuschauer losgelassen.

Erfreulicherweise sind zwei Teilnehmer mit dabei, die Kroatien bereits beim Eurovision Song Contest vertreten hatten: Nina Kraljić (2016 mit Lighthouse, 23. Platz) und Tony Cetinski (1994 mit Nek‘ ti bude ljubav sva, 16. Platz). Ebenso wird Erfolgskomponist Borislaw Milnov mit dem Song „Colors“, dargeboten von Bernarda Brunović, seine Premiere in der Dora 2021feiern. Auch die Schwedin Linnea Deb hat einen Song im Rennen, „She’s Like A Dream“ von Mia Negovetić.

InterpretLied
AlbinaTick-Tock
Ashley Colburn & Bojan JambrošićShare The Love
Bernarda BrunovićColors
Beta SudarMa zamisli
Brigita VucoNoći pijane
Ella OreškovićCome This Way
Eric VidovićReci mi
Filip RudanBlind
Klapa CambiZaljubljen
Mia NegovetićShe's Like A Dream
Nina KraljićRijeka
Sandi CenovKriv
ToMaOcean of Love
Tony Cetinski & Kristijan RahimovskiZapjevaj, sloboda je!

Kroatien beim ESC:

Kroatien debütierte bereits 1961 als Teil von Jugoslawien beim Eurovision Song Contest. Der erste kroatische Beitrag war 1963 Vice Vukov mit „Brodovi“ der den 16. Platz erreichte. Der erfolgreichste Song war 1989 „Rock me“ von Riva, der den Contest gewinnen konnte. Seit 1993 ist das Land eigenständig vertreten und hatte seinen erfolgreichsten Beitrag seitdem mit jeweils Platz 4 1996 und 1999. 7 Mal blieb der eingereichte Beitrag bereits im Semi hängen.

Pabandom iš naujo! 2021: The Roop direkt im Finale

Wie im vergangenen Jahr heißt auch in diesem Jahr der litauische Vorentscheid Pabandom iš naujo! was soviel wie „Versuchen wir es noch Mal!“ heißt. Irgendwie ist das aktuell ziemlich treffend wie ich finde. Im vergangenen Jahr hatten ja bekanntlich The Roop mit ihrem Song „On fire“ gewonnen und waren heiße Anwärter auf den ESC Sieg. Obwohl sie anfangs zögerten, sind sie auch in diesem Jahr mit einer Wildcard direkt ins Finale wieder dabei.

Unter Einhaltung der altbekannten Regeln beim ESC konnten bis zum 14. Dezember Beiträge bei LRT eingereicht werden. Insgesamt wurden in diesem Jahr 23 Beiträge ausgewählt, das bedeutet in den zwei Hats sind jeweils 11 Teilnehmer vertreten, da The Roop direkt ins Finale einziehen. Anschließend werden die 6 jeweiligen Gewinner ins Halbfinale einziehen. Die 7 bestplatzierten dürfen sich dann im Finale von Pabandom iš naujo! mit The Roop um die Fahrkarte nach Rotterdam kompetieren.

Heat 1 – 16. Januar 2021

Startnr.InterpretTitelJury Televoter GesamtPlatz
StimmenPunkteStimmenPunkte
1Black Spikes ft. Indrė Launikonytė"Don't Tell Me"2448058126
2Thomukas 1"Wish"821081310
3Be U"Love Yourself"3067807135
4Titas & Benas"No"41899410182
5Martyna Jezepčikaitė"Thank You Very Much"275206312173
6Donata Virbilaitė"The Way I Am"3673533107
7Twosome"I Love My Bear"82213249
8Milita Daikerytė"Shadows"49104485154
9Aldegunda"Sit Down"153357478
10Voldemars Petersons"Never Fall for You Again"52124986181

Heat 2 – 23. Januar 2021

PlatzStartnr.InterpretTitelJury Televoter Gesamt
StimmenPunkteStimmenPunkte
101UnoBandEisiu7117934
92Cosmic BrideSolitary Star2669317
73RapolasDegam19333358
64Sunday AfternoonOpen24524949
55Aistė BrokenlegHome27713129
46NorbertasMan In Need2145871014
87Gabrielė GoštautaitėFreedom18234068
18GebrasyWhere’d You Wanna Go?55128681224
39Evita CololoBe Paslapcių468443816
210Gabrielius VagelisMy Guy4710423717

Halbfinale – 20. Januar 2021

Finale – 06. Februar 2021

Litauen beim ESC:

Litauen debütierte 1994 beim ESC in Dublin. Dort erreichte der erste Beitrag Lopšinė mylimai von Ovidijus Vyšniauskas den 25 Platz von 25 Teilnehmern. Halbfinals hab es zu dieser Zeit noch nicht. Der erfolgreichste litauische Song bisher war das schreckliche „We are the Winners“ von LT United 2006 das den sechsten Platz erreichen konnte. Bei 20 Teilnahmen verpasste Litauen 7 Mal das Finale. Die meisten, nämlich 2, Auftritte beim ESC hatte Donny Montell (2012 und 2016).

Eesti Laul 2021 – Amazing Play in Verona

Das diesjährige Eesti Laul besteht wie üblich aus einer Vorrunde in der die Songs eingereicht und ausgewählt werden, zwei Halbfinals und einem Finale. 164 Beiträge wurden bis zur Deadline am 6. November beim estnischen öffentlichen Rundfunk EER eingereicht. Davon waren 63 Songs ausschließlich auf estnisch. Eine Jury bestehend aus 12 Juroren, unter anderem mit Laura Pöldvere (ESC 2017 – Verona, Vorrundenaus) und Liis Lemsalu, der Gewinnerin der vierten Staffel von Estland sucht den Superstar bewertet und schließlich 24 Beiträge für die Halbfinals ausgewählt. Diese werden dann am 18.02. und 20.02. jeweils zur Hälfte auftreten und auf den Einzug in das am 06.03. stattfindende Finale hoffen. Dieses besteht dann aus 12 Teilnehmern.

Wie in den kleineren Ländern üblich, gibt es wieder viele Wiederholungstäter im Wettbewerb. Tatjana (Tanja) Mihhailova-Saar ist uns bereits von Eurovision Song Contest 2014 mit ihrem Song Amazing im Gedächtnis geblieben. Ebenso Jüri Pootsmann, der 2016 eigentlich nur spielen wollte (Play). Schließlich gibt es eine Rückkehr von Koit Toome der 1998 (Mere Lapsed, 12. Platz) und 2017 (zusammen mit Laura Pöldvere, Verona) beim ESC vertreten war. Dieser ist beim Eesti Laul gleich zweimal vertreten, einmal mit ihm selbst als Interpret und einmal als Komponist für Suured tüdrukud.

InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
Heleza6
M/T: Karl Killing, Helena Põldmaa
Alabama WatchdogAlabama Watchdog
M/T: Ken Einberg
TanjaBest Night Ever
M/T: Timo Vendt, Tanja Mihhailova-Saar, Mihkel Mattisen
Nika MarulaCalm Down
M/T: Andrei Zevakin, Nika Marula, Daniil Kotilevits
Kadri VoorandEnergy
M/T: Kadri Voorand
Kristin KalnapenkFind A Way
M/T: Kristin Kalnapenk, Hannes Agur Vellend
Egert MilderFree Again
M/T: Kaspar Kalluste, Matteo Capreoli, Egert Milder
Suured tüdrukudHeaven's Not That Far Tonight
M/T: Koit Toome, Gevin Niglas, Karl Killing
KéaHypnotized
M/T: Ketter Orav, Sander Sadam, Alvar Antson
Uku HaasmaKaos
M/T: Uku Haasma, Henri Erik Tammai, Rudolf Toltsberg
Karl KillingKiss Me
M/T: Karl Killing
Gram-Of-FunLost In A Dance
M/T: Martin Kuut, Kristel Aaslaid, Raul Ojamaa, Kostja Tsõbulevski, Mikk Simson
Ivo Linna, Robert Linna, SupernovaMa olen siin
M/T: Rainer Michelson, Robert Linna
Jüri PootsmannMagus melanhoolia
M/T: Jüri Pootsmann, Joonas Mattias Sarapuu, Jana Hallas, Aleksi Liski
HelenNii kõrgele
M/T: Rob Montes, Jason Hunter, Renae Rain, Helen Randmets
Hans NaynaOne By One
M/T: Vahur Valgmaa, Hans Nayna
RahelSunday Night
M/T: Rahel Ollisaar, Frederik Küüts
REDELTartu
M/T: Kristjan Oden, Indrek Vaheoja
Uku SuvisteThe Lucky One
M/T: Uku Suviste, Sharon Vaughn
SissiTime
M/T: Sissi Nylia Benita, Andrei Zevakin, Kelly Tulvik
WIIRALTTuuled
M/T: Pat Lyons, Martin Saaremägi
Koit ToomeWe Could Have Been Beautiful
M/T: Joonas Parkkonen, Koit Toome, Peppina Pällijeff
Andrei Zevakin & PluutoWingman
M/T: Andrei Zevakin, Henry Orlov
Tuuli RandÜks öö
M/T: Gevin Niglas, Kristel Aaslaid, Tuuli Rand

Estland beim ESC:

Seit 1993 ist Estland beim Eurovision Song Contest mit dabei, oder vielmehr wollte sie mit dabei sein. Da in diesem Jahr aber mit Estland, Bosnien & Herzegowina, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Slowenien und der Slowakei sage und schreibe 7 Länder debütieren wollten, gab es einen osteuropäischen Vorentscheid. In diesem qualifizierten sich Slowenien, Bosnien & Herzegowina und Kroatien. 2001 schafften sie ihren ersten Sieg mit dem Titel „Everybody“ von Tanel Padar/Dave Benton/2XL. 10 Mal konnten sie sich bereits nicht fürs Finale qualifizieren.

ESC 2020 – Das deutsche Finale

Gestern Abend fand das Ersatzprogramm für den ausgefallenen Eurovsion Song Contest 2020 in zwei Teilen statt. Im ersten Teil kompetierten die 10 bei World Wide Wohnzimmer ausgewählten Acts gegeneinander. Um dem einen würdigen Rahmen zu geben, wählte man als Location die Elbphilharmonie in Hamburg. Moderiert wurde, wie nahezu immer im ESC Context Barbara Schöneberger in einem weißen Kleid übersät mit roten Kussmündern. Als Kommentatoren der Beiträge waren Peter Urban und Michael Schulte mit am Start. Von sieben Acts wurden „nur“ die Videos gezeigt, drei konnten ihre Live Performance vorstellen. Als erstes waren Ben & Tan für Dänemark auf der Bühne und stellten ihren nur so halb zündeten Beitrag Yes vor.

Spätestens hier konnte man sehen dass es eben nur eine Ersatzshow ist. Die ARD bemühte sich die Beiträge, in der wegen Corona leeren Elphi, halbwegs interessant zu präsentieren. Ich kann mich aber nur schwer an Shows ohne Publikum gewöhnen. Es wirkt irgendwie unbefriedigend wenn die Künstler ohne Applaus von der Bühne  herunter schleichen. Es wäre doch, zumindest für die Zuschauer, nicht so schlecht gewesen wenn man diesen aus der Retorte eingespielt hätte. Bei Masked Singer hatte das ja auch funktioniert. Ich habe manchmal so das Gefühl, dass die Verantwortlichen bei den Öffentlich-rechtlichen es immer besser wissen, wie man so etwas ausrichtet. Wenn man auch einmal über das eigene Ego hinwegsieht und sich vielleicht ein Vorbild an anderen Shows in der gleichen Situation nimmt, kann das auch irgendwann mal was werden. Es steckte so irgendwie gar kein Konzept dahinter.

Zudem auch noch der Fremdschämmoment von Barbara, die den „Händetanz“ von The Roop vor ihrer, sagen wir mal körperlichen Mitte vorführte. Auf den Kommentar einer Freundin, mit der ich das in einer 5er Videokonferenz  anschaute: „Das hat sie jetzt nicht wirklich gemacht“ kam nur ein trockenes „Doch“ von den vier anderen. Auch Vaidotas Valiukevičius, Leadsänger von The Roop war nur peinlich berührt und brachte ein gequältes Lachen heraus. So kennen wir Barbara.

Der Tiefpunkt der Sendung kam nach 2/3 der Show, als Island es schaffte seinen Beitrag, den langsamsten in diesem Jahr, noch einmal langsamer auf die Bühne zu bringen. Warum? Es wirkte ein bischen überheblich nach dem Motto: „Ich gewinne ja eh, da kann ich auch etwas rumprobieren“. Nein! Der völlig falsche Zeitpunkt dafür! Es ist total indiskutabel und man hatte nicht den Eindruck als ob Dodi die Show Ernst nehmen würde. So bekam er auch direkt die Quittung mit nur 7 Punkten vom Publikum. Die Jury hatte vorab gewählt und die Live Darbietungen nicht gesehen. Deshalb vergab diese die eigentlich verdienten 12 Punkte. Im Gesamten reichte das aber nur hinter den großartig aufgelegten The Roop für den zweiten Platz.

Als Intervall Act durften wir dann Ben Dolic, mit dem an die eigentliche Performance angelehnten Auftritts endlich Live sehen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, was wohl der Aufregung geschuldet war, konnte er sich stimmlich fangen und lieferte eine solide stimmliche Performance ab. Über die tänzerischen Fähigkeiten sollte man aber den Mantel des Schweigens hüllen. Hat dieser junge Mann überhaupt schon einmal getanzt? Der Choreograph von Justin Timperlake wurde angeheuert? Für bitte was? Bewegungslegastheniker Ben hätte einfach am Mikro stehen und seinen Song performen sollen. Das Tanzen hätten gerne die Background Tänzer übernehmen können. Das war nix.

Eurovision 2020 – Zweites Halbfinale

Heute hätte das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contests in Rotterdam stattgefunden. Wie in meinem Post vom Dienstag schon angekündigt werde ich euch heute meine Lieblingssongs des zweiten Halbfinales vorstellen. Leider gibt es bis auf 3 der 4 Topfavoriten nicht allzu viel her. Heute werden die Beiträge wieder in alphabetischer Reihenfolge angezeigt. Am Samstag folgt dann meine Top 10. Viel Spaß!

Albanien

Irgendwie muß ich seit ein paar Jahren zum Albanien Fan geworden sein. Im vergangenen Jahr kam sogar mein Lieblingssong aus dem Land auf dem Balkan. In diesem Jahr finde ich zwar die englische Übersetzung kontraproduktiv und hätte es lieber in albanisch gehabt, aber das ist trotzdem kein Grund Arilena Ara nicht ins Finale zu schicken. Ob der Song nun Shaj (Schrei) oder Fall from the Sky heißt, was solls.

Bulgarien

Bei der Vorstellung Bulgarischen Titels, der auch von Borislaw Milanow geschrieben wurde, konnte ich herzlich wenig mit dem Song anfangen. Ich finde immer noch dass es eher ein einschläferndes Kinderlied als ein ESC Song ist. Nun gut, die Buchmacher hatten den Song auf den ersten Platz gesetzt als der Contest dann schließlich abgesagt wurde.

Dänemark

Dänemark hat uns nicht den besten Song in diesem Jahrgang geschenkt, aber einen Ohrwurm sondergleichen. Keiner meiner Lieblingssongs, aber irgendwie fehlt im zweiten Halbfinale die Auswahl. Ich könnte mir gut vorstellen dass sich der Titel qualifiziert hätte, im deutschen Finale ist er ja bereits vertreten.

Georgien

Georgien habe ich mir gewissermaßen schön gehört. Der Song ist ganz eingängig aber nicht so alleinstehend wie im vergangenen Jahr. Ein solider mainstreamiger Rocksong, der dann doch etwas untypisch für das vielfältige Georgien ist. Auch im kommenden Jahr wird Tornike Kipiani antreten. Hoffentlich mit einem Song der genauso viel Pathos enthält wie Take me As I Am.

Griechenland

Ich weiß nicht, ob die erst 18-jährige Stefania dem Druck standgehalten hätte. Da ich sie auch noch nicht Live gesehen habe bin ich mir auch wegen der Bühnenpräsenz sehr unsicher. Ähnlich wie Sandro im ersten halbfinale zähle ich sie eher zu den Wackelkandidaten bei der Live Performance. Aber das wird ja nicht bewertet, sondern die Studioversion und die ist äußerst eingängig.

Island

Über den isländischen Beitrag wurde bereits genug geschrieben und ich habe nur wenig Zweifel daran, dass Daði & Gagnamagnið in diesem Jahr den Wettbewerb für sich entschieden hätten. Vielleicht hätte es aber auch, wie zuletzt 2017, einen Favoritensturz geben können und am Ende hätte dann doch ein anderer gewonnen. Das allerdings werden wir nie erfahren und können nur darauf hoffen, dass es doch noch eine kleine Chance gibt sie im nächsten Jahr doch wiederzusehen.

Moldawien

Ich glaube Kirkorov Songs muß ich mir immer erst ein paar Mal anhören bis sie mir gefallen. Auch DoReDoS fand ich am Anfang der Saison eher so Semigut. Prison ist an sich ein sehr eingängiger Song und ich denke, dass Nathalia Gordienko den Finaleinzug verdient hätte.

Österreich

Auch Österreich hat mit Vincent Bueno einen eingängigen Song ins Rennen geschickt. Er ist nicht ganz so mainstreaming wie man oft aus unserem Nachbarland hört, sondern hat durchaus seine Ecken und Kanten und so ein bischen ein Überraschungspaket. Man kann schlecht einschätzen wo der Song im Contest gelandet wäre. Ich finde ich durchaus hörbar und freue mich auf 2021 wenn auch hier Vincent Bueno mit einem neuen Song antritt.

San Marino

Seit 2016 ist San Marino auf dem Disco Trip und damit treffen sie natürlich voll meinen Geschmack. Deshalb setzte ich Freaky! von Senhit natürlich ins Finale. Der Song ist ein absoluter Ohrwurm und sehr finaltauglich. Den hätte ich gerne analog zu Serhat im vergangenem Jahr auf dem letzten Startplatz im Grand Final gesehen.

Schweiz

Die arme Schweiz, nach einer Durststrecke von über 10 Jahren schien im vergangenen Jahr endlich mit Rang 4 der Knoten geplatzt zu sein. Gjion’s Tears setzt hier sogar noch einen drauf und wäre zweifellos unter den Top 3 gelandet. Ausgerechnet in diesem Jahr wurde dann der Contest gecancelt und keiner weiß so genau, ob der Titel den der erneut antretende Gjion kommendes Jahr performen wird die gleiche Qualität wie der aktuelle besitzt.

Anstehende Veranstaltungen

  1. Our Song for Eurovision

    Januar 25 @ 20:00 - 22:00
  2. Melodi Grand Prix 2021 – Delfinale 3

    Januar 30 @ 19:50 - 21:00
  3. Pabandom iš naujo! 2021 – Halbfinale

    Januar 30 @ 20:00 - 22:30
  4. Melodi Grand Prix 2021 – Delfinale 4

    Februar 6 @ 19:50 - 21:00
  5. Pabandom iš naujo! 2021 – Finale

    Februar 6 @ 20:00 - 23:30
  6. Melodifestivalen 2021 – Deltävling 1

    Februar 6 @ 21:00 - 22:00
  7. Melodi Grand Prix 2021 – Delfinale 5

    Februar 13 @ 19:50 - 21:00
  8. Dora 2021

    Februar 13 @ 20:00 - 23:30
  9. Melodifestivalen 2021 – Deltävling 2

    Februar 13 @ 21:00 - 22:00
  10. Melodi Grand Prix 2021 – Siste sjanse

    Februar 14 @ 20:00 - 22:00
LandInterpret(VE)Song
Albanien AlbanienAngela PeristeriKarma
Armenien Armenien
Aserbaidschan AserbaidschanSamira Efendiinterne Auswahl
Australien AustralienMontaigneinterne Auswahl
Belgien BelgienHooverphonicinterne Auswahl
Bulgarien BulgarienViktoriainterne Auswahl
Dänemark Dänemark06.03.2021Dansk Melodi Grand Prix 2021
Deutschland Deutschlandinterne Auswahl
Estland Estland06.03.2021Eesti Laul 2021
Finnland Finnland20.02.2021Uuden Musiikin Kilpailu 2021
Frankreich FrankreichJanuar 2021Eurovision France, c’est vous qui décidez
Georgien GeorgienTornike Kipianiinterne Auswahl
Griechenland GriechenlandStefaniaLast Dance
Irland Irland
Island IslandDaði & Gagnamagnið
Israel IsraelEden AleneOur Song for Eurovision 2021
Italien Italien06.03.2021Sanremo-Festival 2021
Kroatien Kroatien13.02.2021Dora 2021
Lettland LettlandSamanta Tīnainterne Auswahl
Litauen Litauen2021Pabandom iš naujo! 2021
Malta MaltaDestiny
Moldawien Moldawien
Niederlande NiederlandeJeangu Macrooy
Nordmazedonien NordmazedonienVasil
Norwegen Norwegen20.02.2021Melodi Grand Prix 2021
Österreich ÖsterreichVincent Bueno
Polen Polen
Portugal PortugalMärz 2021Festival da Canção 2021
Rumänien RumänienRoxeninterne Auswahl
Russland Russland
San Marino San MarinoSenhitinterne Auswahl
Schweden Schweden13.03.2021Melodifestivalen 2021
Schweiz SchweizGjon's Tears
Serbien SerbienHurricane
Slowenien SlowenienAna SokličEvrovizijska Melodija (EMA) 2021
Spanien SpanienBlas Cantó
Tschechien TschechienBenny Cristo
Ukraine UkraineGo_A
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Weissrussland Weißrussland
Zypern ZypernElena TsagrinouEl Diablo (März 2021)
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