Lesley Roy – Maps

Am Mittwoch wurde der neue Song von Lesley Roy mit dem Namen Maps veröffentlicht. Für meinen Geschmack ist er etwas zu eintönig. Man konnte ja erwarten, dass die Stilrichtung gleich bleibt und ein ähnlicher Song wie im vergangenen Jahr ausgewählt wird aber da, wo bei Story of my Life noch etwas Abwechslung vorhanden war, wir hier gnadenlos durchgesungen. Das Trommeln find ich aber spannend und es gibt dem Song etwas Flair. Alles in Allem ist der Song nett anzuhören aber auch nach 5 Minuten wieder vergessen. Ich glaube nicht dass er großen Eindruck im Halbfinale hinterlassen wird. Auch gesanglich wirkt Lesley im Video eher schwach. Life sollte sie das besser können um mich vielleicht doch noch von dem Song zu überzeugen.

Jendrik – I Don’t feel Hate

Das ist er also, unser Star für Rotterdam und obwohl es nicht unbedingt das ist, was ich für den ESC erwarte ist es vermutlich keine so schlechte Wahl. Jendrik ist ein sympathischer und wohl auch etwas ausgeflippter Typ, der sehr viel Bock auf den Contest hat. Und darum geht es doch eigentlich. Außerdem kommt er mir sehr authentisch vor. Bei Eurovision Song Contest haben ja bekanntlich auch Typen Chancen, die eher nicht der Norm beim Contest entsprechen. So z.B. Netta oder Salvador Sobral. Ist es nicht in der gegenwärtigen Situation vielleicht sogar angebracht keine schmerzerfüllte Ballade sondern einen fröhlichen etwas abgedrehten Popsong gegen Hatespeech zu schicken? Meinen persönlichen Grschmack trifft der Song eher nicht, und in jedem anderen Jahr hätte der NDR vermutlich ordentlich Kritik bekommen. Aber da in diesem Jahr alles anders ist, freue ich mich auf Rotterdam und wünsche Jendrik viel Spaß und viel Erfolg.

Elena Tsagrinou – El Diablo

Mit El Diablo wurde der neue Song von Elena Tsagrinou veröffentlicht. Was wir ja schon darüber wußten sind die Komponisten um Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Laurell Barker und Thomas Stengaard. Interessant ist die vierte Person im Bunde Cleiton Sia, der in seiner Dragqueen Persona Oxa in dem Musical „Kinky Boots“ auf der Reeperbahn zu sehen war. Ebefalls gewann er 2019 den Nachwuchspreis im Pulverfass. Wenn man nun diese vier Charaktere in einen Sack steckt und umherwirbelt, ist El Diablo genau das was man erwartet zu bekommen. Ein schwedischer Popsong mit einem Schuss Drag. Der letzte Song der ähnlich konzipiert war, war Fuego, dem ich ein Ausscheiden im Halbfinale vorhergesagt hatte. Deshalb halte ich mich hier erst einmal zurück. Ich denke aber, dass er ins Finale kommt. Schön anzuhören und schwedischer Pop geht doch eigentlich immer.

Benny Cristo – Omaga

Der neue Song von Benny Cristo ist in einer anderen Stilrichtung wie sein Vorgänger Kemama. Dieser war nämlich ganz deutlich von jamaikanischen Reggae Einflüssen geprägt. Hier findet man eher Anleihen an Jamiroquai in einer Popversion. Mir persönlich gefällt er richtig gut, aber erfahrungsgemäß haben diese Art von Songs es beim Contest immer sehr schwer. Ich bin aber echt begeistert, wie viele verschiedene Stilrichtungen es in diesem Jahr in Rotterdam geben wird. Hier habe wir eine neue aus Tschechien. Ich glaube der diesjährige Contest wird richtig gut.

Destino Eurovisión 2021 – Schlimmer geht immer

Am Wochenende gab es den spanischen Vorentscheid Destino Eurovisión 2021 bei dem ausschließlich ein Song für den bereits gesetzten Blas Cantó gesucht wurde. Man sollte meinen, dass das in einer Stunde abgehakt sein könnte. Aber wer die spanischen Vorentscheide kennt, der weiß dass es eben nicht so ist. Geschlagene 2h musste man als hartgesottener Eurovision Fan auf das Ergebnis warten. Nun werdet ihr fragen, ob es wenigstens ordentlich Auswahl bei den Wettbewerbsbeiträgen gab? Nein, es gab die Wahl zwischen genau zwei Songs, der Ballade Voy a quedarme und dem im besten Falle Midtempo Song Memoria. Leider verfügt Blas nur über eine bei schnellen Songs fast schon quäkige Kopfstimme, was es für mich fast schmerzlich machte , den schnelleren Song anzuhören. Also blieb nur das langsame Voy a quedarme, welches dann auch mit 57:43 Prozenz den Vorentscheid gewann.

Zur Überbrückung des Abends wurden dann diverse Duettpartner eingeflogen. Wie erwartet wurde auch hier das Augenmerk auf dröge langweilige Songs gelegt, was den Abend ins unermessliche zog. Immerhin gab es Duette mit Pastora Soler (ESC 2012, Quédate conmigo, Platz 10), Edurne (ESC 2015, Amanecer, 21. Platz), Vanessa Martín und Andrés Suárez. Bei dem Duett mit Pastora Soler konnte man wenigstens einen Hauch eines anderen, aus sich raus gehenden Blas Canto erleben. Über das Duett mit Edurne, mit dem Queen Classiker Somebody to Love hülle ich an dieser Stelle einmal den Mantel des Schweigens. Nun ja, irgendwie wünscht man sich den Vorjahresbeitrag Universo zurück.

Uuden Musiikin Kilpailu 2021

Am 20. Februar 2021 findet der alljährliche finnische Vorentscheid, das Uuden Musiikin Kilpailu 2021 statt. Vom 01.-07. September 2020 konnten Interessenten ihren Beitrag an den austragenden Sender Yleisradio einschicken. Jeder konte bis zu 3 Beiträge einreichen. Vorraussetzung dafür war jedoch, dass mindestens einer der Komponisten oder Produzenten der jeweiligen Songs musste die finnische Staatsbürgerschaft haben. Ob das jemanden davon abhält seinen Beitrag einzureichen, wenn er oder der Produzent nicht über diese verfügen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Schließlich ist es relativ unproblematisch sich einen vermeintlichen Co-Autor an die Seite zu stellen.

Die Interpreten/Komponisten

278 Songs wurden daraufhin eingereicht, die laut dem Sender eine sehr gute Qualität und Bandbreite gehabt haben soll. Nun ja, bei nur 4 Finalqualifikationen bei den letzten 10 Teilnahmen und 3 Plätzen jenseits der 20 muß man hinterfragen, was sie unter guter Qualität verstehen. Jedenfalls wird Vorjahresteilnehmer Aksel Kankaanranta wieder mit von der Partie sein. Am 20.11 gab es ja bereits ein Interview mit Voice.fi, bei dem er bekannt gab nicht am Uuden Musiikin Kilpailu 2021 teilzunehmen. Wohlgemerkt nachdem die Beiträge eingereicht wurden. Es scheint also dass er im Dezember das Angebot bekam einen der eingereichten Songs zu singen und so seine Meinung geändert hat.

Wie jetzt auch bei der Veröffentlichung des Line-Ups bekannt gegeben wurde, treffen wir eine alte Bekannte wieder: Laura Pöldvere. Neben ihres Juryengagements beim estnischen Vorentscheid in diesem Jahr, gibt die Estin also auch ein Gastspiel in Finnland. Dies könnte zu ihrer dritten ESC Teilnahme nach 2005 und 2017 führen. Dann hätte sie eine erneute Chance sich endlich fürs Finale zu qualifizieren. Sehr gespannt bin ich auf den Beitrag von den Teflon Brothers x Pandora, denn ihr Beitrag wurde von JS-16 (Jaakko Salovaara) und Paradise Oskar (Axel Ehnström) gemeinsam komponiert. Ersterer war bereits für „Freestyler“ der Boomfunk MCs verantwortlich und letzterer selbst beim ESC 2011 in Düsseldorf für Finnland angetreten.

Das UMK 2021

Finnland macht das schon ganz clever mit Ihrem Vorentscheid. Grundsätzlich wird auf ein mehrstufiges Auswahlverfahren verzichtet. Man sucht sich aus den eingereichten Songs, wie wir sagen: aus jedem Dorf ein Hund, das heißt Songs aus verschiedenen Genres. Dann lässt man einfach eine internationale Jury und Zuschauer entscheiden aus was sie gerade Bock haben. So können sich die Verantwortlichen wunderbar herausreden falls der Song ein Flop beim ESC werden sollte aber auch die Lorbeeren einheimsen, falls das Gegenteil der Fall sein sollte.

Der einzige Song, der so richtig Spaß machen, kam mit der Startnummer 1: die Teflon Brothers x Pandora mit ihrem wundervoll nerdigen I Love You. Leider übertrieben sie etwas mit der Bühnenshow. Es gab ein visuelles, bisweilen etwas verstörendes Feuerwerk von Farben und Verkleidungen. Manchmal ist weniger mehr. Profitieren davon konnte wahrscheinlich Vorjahresnichtteilnehmer AKEL, der es schaffte mit seiner ruhigen, bisweilen langweiligen Ballade hier den Zuschauer wieder runterzubringen. Leider warne die Songs von Laura und Danny quasi Totalausfälle. Erst OSKR mit Lie konnte mich wieder richtig überzeugen. Auch die danach folgenden Rocker von Blind Chanel ließen es richtig krachen. Das Gute an Finnland ist, dass sie ab und an auch mal ein Rock/Metal Titel zum ESC schicken. Nach dem letzten Song der Deutschfinnin Ilta wurde bei der Wertung schnell klar, dass wir in diesem Jahr den Rocktitel bekommen. Sowohl Televoter als auch Jury stimmten mit großem Abstand für Blind Chanel. Am Ende gab es dann einen Erdrutschsieg mit der dreifachen Punktzahl der zweitplatzierten Teflon Brothers.

PlatzStartnr.InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
  Punkte  
JuryZuschauer
(Televoting, SMS & App)
Gesamt
2.1Teflon Brothers x PandoraI Love You
M/T: Jaakko Salovaara, Axel Ehnström, Mikko Kuoppala, Heikki Kuula, Jani Tuohimaa, Anneli Magnusson
30150180
5.2AkselHurt
M/T: Gerard O'Connell, Kalle Lindroth, Joonas Angeria
5652108
7.3LauraPlay
M/T: Karl-Ander Reismann, Reinis Straume, Laura Põldvere
4913
6.4DannySinä päivänä kun kaikki rakastaa mua
M/T: Janne Rintala
223860
4.5OSKRLie
M/T: Oskari Ruohonen, Joonas Angeria, David Pramik
6253115
1.6Blind ChannelDark Side
M/T: Aleksi Kaunisvesi, Joonas Porko, Joel Hokka, Niko Moilanen, Olli Matela
72479551
3.7IltaKelle mä soitan
M/T: Ilta Fuchs, Väinö Wallenius, Jouni Aslak, Tuomas Kauhanen
48101149

Finnland beim ESC

Finnland ist irgendwie das Sorgenkind des Eurovision Song Contests. Obwohl die bereits 1961 debütierten, dauerte es bis 2006 bis der Knoten platzte und der erste Sieg mit Lordis „Hardrock Haleluja“ unter Dach und Fach gebracht wurde. Diese 45 Jahre Wartezeit auf den ersten Sieg wurde nur noch von Portugal mit 53 Jahren 2018 gebrochen.  Bei der Anzahl der letzten Plätze liegt Finnland zusammen mit Deutschland auf Platz 3.

Festival da Canção 2021

Portugal geht immer seinen eigenen Weg, um seine Wettbewerbsbeiträge zu bestimmt. In diesem Jahr wurden wie üblich 18 Komponisten eingeladen einen Song für das Festival da Canção 2021. 2 Plätze des 20 Teilnehmer starke Feldes, wurden zusätzlich über einen öffentlichen Aufruf vergeben. Dieses Prozedere verhindert das massenweise Eingreifen ausländischer Komponisten in das Festival. Auch aus diesem Grund gibt es fast nur traditionelle portugiesische Songs und weniger Massengeschmack-Popsongs. Die Komponisten können dann selbst entscheiden, welches Lied sie als Wettbewerbsbeitrag einsenden und welcher Interpret den Song performen wird. Diese 20 Songs werden dann in zwei Halbfinalen aufgeführt und die jeweiligen 5 Gewinner erreichen das Finale. Televoting und Jury sind zu je 50% an den Ergebnissen beteiligt.

PlatzStartnr.InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
Punkte  
6-10JuryZuschauerGesamt
1-51The Black MambaLove Is On My Side
M/T: Tatanka
1-52ValériaNa mais profunda saudade
M/T: Hélder Moutinho
6-103MemaClaro como água
M/T: Stereossauro
6-104NadineCheguei aqui
M/T: Anne Victorino D'Almeida, Tiago Torres da Silva
6-105Miguel MarôcoGirassol
M/T: Miguel Marôco
1-56Fábia MaiaDia lindo
M/T: Fábia Maia
6-107IrmaLivros
M/T: Irma
1-58Karetus & Romeu BairosSaudade
M/T: Karetus, Romeu Bairos
1-59Sara AfonsoContramão
M/T: Filipe Melo, Teresa Sequeira
6-1010IANMundo
M/T: IAN
PlatzStartnr.InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
Punkte  
JuryZuschauerGesamt
6-101Da ChickI Got Music
M/T: Da Chick
6-102TaináJasmin
M/T: Tainá
6-103ArianaMundo Melhor
M/T: Virgul
1-54EU.CLIDESVolte-Face
M/T: Pedro da Linha
1-55Joana AlegreJoana do mar
M/T: Joana Alegre
1-56Pedro GonçalvesNão vou ficar
M/T: Pedro Gonçalves
6-107Ana TerezaCom um abraço
M/T: Viviane
1-58Carolina DeslandesPor um triz
M/T: Carolina Deslandes
6-109GracielaA vida sem acontecer
M/T: João Vieira
1-510NEEVDancing In The Stars
M/T: Neev

Pabandom iš naujo! 2021: The Roop direkt im Finale

The Roop mit Beilagen

Was sich die Verantwortlichen beim Litauischen Vorentscheid gedacht haben, bleibt wohl nur allein ihr Geheimnis. Bereits früh wurde bekannt dass The Roop, die ja bereits im vergangenen Jahr ausgewählt wurden um nach Rotterdam zu fahren, beim Pabandom iš naujo! 2021 einen festen Platz im Finale erhalten würden. Klar war eigentlich auch, dass sie den Vorentscheid mit einem halbwegs guten Lied solide gewinnen sollten. Mit dem ungewöhnlichen Retro Song Discotheque, dessen Anlehnung an den Vorjahressong man nur schlecht übersehen kann, erfüllten sie ihr soll deutlich. Die Jury hingegen ist in Litauen ist aber nur schwer einschätzbar. Deshalb mussten die Fans dann doch noch zittern. In den zwei Vorrunden und im Halbfinale wurde schnell klar, dass auch Gebrasy mit seinem wunderbaren Where’d You Wanna Go? ein Wörtchen beim finalen Voting mitreden könnte.

Fazit

Bei der Bekanntgabe des Juyvotings zeigte sich dann dass die Jury dann doch The Roop mit 12 Punkten belohnten. Wir erinnern uns, dass sie im vergangenen Jahr den Schwedenschlager von Thomas G:son favorisierten und The Roop die Höchstwertung verwehrten. Bein Televoting brachen dann alle Schleusen und das gesamte Teilnehmerfeld wurde quasi entmannt.  Die Band um Frontmann Vaidotas Valiukevičius bekam 85% aller abgegebenen Zuschauerstimmen und zwar 74512 Stimmen. Das waren noch einmal 50% mehr Stimmen als im Finale im vergangenen Jahr. Selten habe ich solch eine Deklassierung des restlichen Teilnehmerfeldes gesehen. Nun aber irgendwie hätte man das voraussehen können und The Roop direkt nominieren sollen.

PlatzStartnr.InterpretLied Jury Zuschauerstimmen
(Televoting & SMS)
 Gesamt
StimmenPunkteStimmenPunkte
61Titas & BenasNo4461094612
42Martyna JezepčikaitėThank You Very Much4052453813
23GebrasyWhere’d You Wanna Go?701064131020
34Voldemars PetersonsNever Fall For You Again5181224715
55Evita CololoBe Paslapcių477427512
16The RoopDiscoteque8412745121224

Wie im vergangenen Jahr heißt auch in diesem Jahr der litauische Vorentscheid Pabandom iš naujo! was soviel wie „Versuchen wir es noch Mal!“ heißt. Irgendwie ist das aktuell ziemlich treffend wie ich finde. Im vergangenen Jahr hatten ja bekanntlich The Roop mit ihrem Song „On fire“ gewonnen und waren heiße Anwärter auf den ESC Sieg. Obwohl sie anfangs zögerten, sind sie auch in diesem Jahr mit einer Wildcard direkt ins Finale wieder dabei.

Unter Einhaltung der altbekannten Regeln beim ESC konnten bis zum 14. Dezember Beiträge bei LRT eingereicht werden. Insgesamt wurden in diesem Jahr 23 Beiträge ausgewählt, das bedeutet in den zwei Hats sind jeweils 11 Teilnehmer vertreten, da The Roop direkt ins Finale einziehen. Anschließend werden die 6 jeweiligen Gewinner ins Halbfinale einziehen. Die 7 bestplatzierten dürfen sich dann im Finale von Pabandom iš naujo! mit The Roop um die Fahrkarte nach Rotterdam kompetieren.

Heat 1 – 16. Januar 2021

Startnr.InterpretTitelJury Televoter GesamtPlatz
StimmenPunkteStimmenPunkte
1Black Spikes ft. Indrė Launikonytė"Don't Tell Me"2448058126
2Thomukas 1"Wish"821081310
3Be U"Love Yourself"3067807135
4Titas & Benas"No"41899410182
5Martyna Jezepčikaitė"Thank You Very Much"275206312173
6Donata Virbilaitė"The Way I Am"3673533107
7Twosome"I Love My Bear"82213249
8Milita Daikerytė"Shadows"49104485154
9Aldegunda"Sit Down"153357478
10Voldemars Petersons"Never Fall for You Again"52124986181

Heat 2 – 23. Januar 2021

PlatzStartnr.InterpretTitelJury Televoter Gesamt
StimmenPunkteStimmenPunkte
101UnoBandEisiu7117934
92Cosmic BrideSolitary Star2669317
73RapolasDegam19333358
64Sunday AfternoonOpen24524949
55Aistė BrokenlegHome27713129
46NorbertasMan In Need2145871014
87Gabrielė GoštautaitėFreedom18234068
18GebrasyWhere’d You Wanna Go?55128681224
39Evita CololoBe Paslapcių468443816
210Gabrielius VagelisMy Guy4710423717

Halbfinale – 20. Januar 2021

PlatzStartnr.InterpretLiedSpracheÜbersetzung
(Inoffiziell)
Jury Zuschauer Gesamt
StimmenPunkteStimmen
(Televoting & SMS)
Punkte
1.10GebrasyWhere’d You Wanna Go?EnglischWohin willst du gehen?60122.2371224
2.4Martyna JezepčikaitėThank You Very MuchEnglischVielen Dank2051.8161015
3.6Evita CololoBe PaslapciųLitauischKeine Geheimnisse4510350212
4.8Voldemars PetersonsNever Fall For You AgainEnglischIch werde nie wieder auf dich hereinfallen387819512
5.7Titas & BenasNoEnglischNein164943812
6.9Milita DaikerytėShadowsEnglischSchatten428592311
7.3Gabrielius VagelisMy GuyEnglischMein Junge246688410
8.5NorbertasMan In NeedEnglischMann in Not15283268
9.1Be ULove YourselfEnglischLiebe dich selbst14185878
10.2Aistė BrokenlegHomeEnglischZuhause16420815

Finale – 06. Februar 2021

Litauen beim ESC:

Litauen debütierte 1994 beim ESC in Dublin. Dort erreichte der erste Beitrag Lopšinė mylimai von Ovidijus Vyšniauskas den 25 Platz von 25 Teilnehmern. Halbfinals hab es zu dieser Zeit noch nicht. Der erfolgreichste litauische Song bisher war das schreckliche „We are the Winners“ von LT United 2006 das den sechsten Platz erreichen konnte. Bei 20 Teilnahmen verpasste Litauen 7 Mal das Finale. Die meisten, nämlich 2, Auftritte beim ESC hatte Donny Montell (2012 und 2016).

Go_A – SHUM

Heute wurde bekannt gegeben, dass nun doch, wie von Frans spekuliert, SHUM der neue Song der ukrainischen Band Go_A für den Eurovision song Contest 2021 sein wird. SHUM ist ähnlich wie sein Vorgänger natürlich auch ein Weißer Gesang. Leider schafft er es nicht, mich so in seinen Bann zu ziehen wie Soloway. Während bei dem Song des vergangenen Jahres noch ein ordentlicher Refrain stattfand, der durch eine ordentliche Hook eingeleitet wurde, ist bei diesem Song alles ein gewisser Einheitsbrei. Ich bin mir nicht sicher, ob er es in diesem Jahr ins Finale schaffen wird. Chaotisch war wieder einmal die Kommunikation von UA:PBC, den verantwortlichen Sender. Just als der Titel im Januar herauskam wurde nämlich noch fleißig dementiert, dass es sich hier um den aktuellen Eurovision Song handelt. Es wurde eine Jury einberufen die dann unter SHUM und mindestens einem weiteren Song den Sieger bestimmen durften. Ersterer hat natürlich gewonnen, er war ja auch schon veröffentlicht. Alles andere hätte uns sicher sehr überrascht.

Eurovision France, c’est vous qui décidez

Gestern Abend fand der französische Vorentscheid mit dem etwas sperrigen Namen Eurovision France, c’est vous qui décidez der den bisherigen Vorentscheid Destination Eurovision ersetzte statt. Gleich zu Beginn sollte man feststellen, dass es sich nicht gerade um ein organisatorisches Highlight handelte. Aber alles der Reihe nach. Es gab mit 12 Teilnehmern weniger Teilnehmer als in den vergangenen Jahren, das vergangenen Jahr, bei dem Tom Leeb intern gewählt wurde, zähle ich jetzt einmal nicht mit.

Die Jury

Obwohl weniger Songs wurde gleichzeitig die Jury, die im Gegensatz zu Destination Eurovision nicht nur beratende Funktion hatte, massiv vergrößert. Hier gab es neben Juypräsident Amir sage und schreibe 9 weitere Juroren. Glücklicherweise kommentierte nicht jede Juror jeden der Songs, sonst hätten wir ukrainische Verhältnisse. In der Jury saßen neben Hochkaräter der französischen Popindustrie wie z.B. Amir (ESC 2016, J’ai Cherché, Platz 6), Marie Myriam (ESC 1977, L’oiseau et l’enfant, Gewinnerin), Natasha Saint-Pier (ESC 2001, Je n’ai que mon âme, Platz 4), Chimène Badi (Destination Eurovision 2019, Là-haut, Platz 3) auch Vorjahresgewinner Duncan Laurence, Modeikone Jean-Paul Gaultier, Musikproduzent André Manoukian, Miss Europe 2001 Élodie Gossuin, Schauspielerin Michèle Bernier und der spanische Sänger und Schauspieler Agustín Galiana.

Die Vorentscheid

Wie üblich kamen alle 12 Acts nacheinander an die Reihe um ihren Wettbewerbsbeitrag vorzustellen. Anschließend gab es von dem einen oder anderen aus der Jury ein Kommentar, der meist äußerst positiv ausfiel. Die Range der einzelnen Songs war ausgesprochen gut. Es gab neben den obligatorischen Chansons auch zum Beispiel einen Song mit tahitianischen Einflüssen. Von den zwölf Teilnehmern wurden dann 7 Teilnehmer ausschließlich durchs Televoting in die zweite Runde gewählt. Anschließend konnte die Jury einem weiteren Act das sogenannte Euro-Ticket überreichen, und schickte diesen dann ebenso eine Runde weiter. Eigentlich hätte nun die Show zu Ende sein und eine Woche später ein Finale produziert werden können. Dies war allerdings nicht der Fall und so kam es, ohne die Titel noch einmal zu hören, zu einer zweiten Abstimmungsrunde. Der Sinn dahinter erschließt sich mir so überhaupt nicht. Bei einer weiteren Show wäre die Wildcard Kandidatin vielleicht nicht zweimal gedemütigt worden indem sie zu wenige oder die wenigsten Punkte bekommt. Das war übrigens abzusehen, denn wer sollte 10 Minuten später erneut für sie abstimmen, wenn man es schon vorher nicht gemacht hatte?

Die Gewinnerin

Das Küren der verdienten Gewinnerin Barbara Pravi wurde dann kurz und knapp gehalten und leider durfte sie nicht noch einmal ihren Gewinnersong Voilà performen, den wir an diesem Abend nur ein einziges Mal, knapp 1,5h vor der Verkündung des Endergebnisses gesehen hatten. Eine zweite Show hätte dem Format sicher gut getan. Ich hätte jetzt auch kein Problem damit gehabt, dass die drittplatzierten Pony X nach Rotterdam gefahren wären, aber ich habe es ja nicht unbedingt so mit Spaßbeiträgen. Es stellt sich aber nicht wirklich die Frage nach dem Gewinner, da sowohl die Jury als auch die Zuschauer sich in den ersten drei Plätzen einig waren.

PlatzStartnr.InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
SpracheÜbersetzung
(inoffiziell)
Punkte  
JuryvotingTelevotingGesamt
1AndriamadAlléluia
M/T: Andriamad
Französisch, EnglischHallelujahnicht qualifiziert
2.2Juliette MorainePourvu qu’on m’aime
M/T: Juliette Moraine, Rémi Portat
FranzösischVorausgesetzt, man liebt mich7660136
5.3CéphazOn a mangé le soleil
M/T: Antoine Essertier, Elise Rieslinger
FranzösischWir haben die Sonne gegessen523082
6.4AmuiMaeva
M/T: Ken Carlter, Serena F. Carlter, Edwiga Taerea
Französisch, TahitianischWillkommen87078
5PhilippineBah non
M/T: Philippine Zadéo, Caméléon
FranzösischAber neinnicht qualifiziert
6Terence JamesJe t’emmènerai danser
M/T: Terence James, Ben Mazué
FranzösischIch werde dich zum Tanzen auffordernnicht qualifiziert
1.7Barbara PraviVoilà
M/T: Barbara Pravi, Igit, Lili Poe
Französisch104100204
3.8Pony XAmour fou
M/T: Spoolman, SquirL, Clarence
Französisch, EnglischVerrückte Liebe7450124
4.9CasanovaTutti
M/T: Yoann Casanova, Théo Grasset, Jérôme Brulant
Französisch, KorsischAlle2280102
7.10LMKMagique
M/T: Eve-Line Lamarca, High P
Französisch, EnglischMagisch661076
11AliParis me dit
M/T: Hyphen Hyphen
FranzösischParis sagt mirnicht qualifiziert
8.1221 Juin Le DuoPeux-tu me dire?
M/T: Julien Guillemin, Manon Mainon
FranzösischKannst du mir sagen?182038

Auch in diesem Jahr war das Feld wieder äußerst gut besetzt. Viele der songs hätten das Zeug gehabt um beim Eurovision Song Contest in Rotterdam anzutreten. Warum wir einen solch qualitativen Vorentscheid in Deutschland nicht hinbekommen ist sicher das Geheimnis der ARD. Es war keine große Überraschung dass sich Frankreich endlich mal wieder für einen klassischen Chanson im Stile einer Edith Piaf entschied. Voilá ist ein großartiger Song, der durch die Taktwechsel richtig lebt und sich die Sängerin so richtig austoben kann. Das Gänsehaut-Feeling das sich zum Ende hin in einem fulminanten Cressendo steigert wird sicher helfen die Zuschauer in Rotterdam von dem Song zu fesseln. Es ist natürlich noch viel zu früh in der Saison um hier Aussagen treffen zu können. Der Song ist für mich auf jeden Fall Top 10 Material. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es die beste Platzierung seit vielen Jahren für Frankreich wird.

Fazit

Barbara Pravi, verdiente Gewinnerin, Platz 3 völlig verdient an Cassanovas tollen Popsong Tutti aber wo blieb der verdiente zweite Platz von Andriamat, die mit ihrer fabulösen Ethno-Ballade zu meinem völligen Unverständnis gleich am Anfang ausschieden. Woran kann es gelegen haben? Startnummer 1 und mit dem 21. Juni ein ähnlicher Song an der letzten Startnummer? Vielleicht. Oder vielleicht daran, dass sie einen völlig unterirdischen Auftritt hinlegten. Der Bühnenbildner gehört gefeuert. Gruselig. Ich kann es mir zumindest nicht anders erklären. Das Entsetzen über ihr vorzeitiges Ausscheiden, konnte man ihren Gesichtern förmlich ansehen, denn beiden entgleisten förmlich die Gesichtszüge als sie sich mit den anderen ausgeschiedenen versammelten. Als dann das Euro Ticket auch noch an LMK mit ihrem 0815 Song Magique ging, war ich dann doch etwas bedient. Hätten sie den Auftritt wie im vorab veröffentlichten Video umgesetzt wäre ihnen diese Farce wohl erspart geblieben.

Anstehende Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

LandInterpret(VE)Song
Albanien AlbanienAngela PeristeriKarma
Armenien Armenienzurückgezogenzurückgezogen
Aserbaidschan AserbaidschanSamira EfendiMata Hari
Australien AustralienMontaigneTechnicolor
Belgien BelgienHooverphonicThe Wrong Place
Bulgarien BulgarienViktoriaGrowing Up Is Getting Old
Dänemark DänemarkFyr og FlammeØve os på hinanden
Deutschland DeutschlandJendrik StigwartI Don’t feel Hate
Estland EstlandUku SuvisteThe Lucky One
Finnland FinnlandBlind ChanelDark Side
Frankreich FrankreichBarbara PraviVoilá
Georgien GeorgienTornike KipianiYou
Griechenland GriechenlandStefaniaLast Dance
Irland IrlandLesley RoyMaps
Island IslandDaði & Gagnamagnið10 Years
Israel IsraelEden AleneSet Me Free
Italien ItalienMåneskinZitti e buoni
Kroatien KroatienALBINATick Tock
Lettland LettlandSamanta TīnaThe Moon Is Rising
Litauen LitauenThe RoopDiscoteque
Malta MaltaDestinyJe Me Casse
Moldawien MoldawienNathalia GordienkoSugar
Niederlande NiederlandeJeangu MacrooyBirth of a New Age
Nordmazedonien NordmazedonienVasilHere I Stand
Norwegen NorwegenTIXFallen Angel
Österreich ÖsterreichVincent BuenoAmen
Polen PolenRafałThe Ride
Portugal PortugalThe Black MambaLove Is On My Side
Rumänien RumänienRoxenAmnesia
Russland RusslandManizhaRussian Woman
San Marino San MarinoSenhitAdrenalina
Schweden Schweden13.03.2021Melodifestivalen 2021
Schweiz SchweizGjon's TearsTout l'univers
Serbien SerbienHurricaneLoco Loco
Slowenien SlowenienAna SokličAmen
Spanien SpanienBlas CantóVoy a quedarme
Tschechien TschechienBenny CristoOmaga
Ukraine UkraineGo_ASHUM
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes KönigreichJames NewmanEmbers
Weissrussland WeißrusslandGalasy ZMesta>Ya nauchu tebya (I'll Teach You)
Zypern ZypernElena TsagrinouEl Diablo
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