Das Große ESC Voting 2019

Auch in diesem Jahr gibt es mal wieder ein User Voting. Es sind zwar noch zwei Wochen bis alle Songs feststehen aber ich würde mich freuen, wenn ihr schon eure Stimmen abgebt.

Spotify Playlisten der ESCs

Hier findet ihr die aktuelle Spotify Playlist für den ESC 2019. Die Playlists der vergangenen Jahre findet ihr in der Headernavigation.

Buchmacher Tipps

Es ist immer wieder spannend die Buchmacher Tipps zu verfolgen. In der Regle liegen sie zumindest was den ersten Platz betrifft immer ganz nahe dran und spätestens am Tag des Contest in 8 von 10 Fällen richtig.

The Good, the Bad and the Ugly – die ersten Proben des 2. Semis 2019

Proben am Montag, den 07.05.2019

Bei Srbuk fällt vor allem die starke Stimme auf. Die Bühne allerdings versucht sie alleine zu rocken. Für mich ist das bei so einem kraftvollen Lied eher zu wenig. Leider hat man bei Aremien so ein bischen das Gefühlt dass sie für das Musikvideo alles geben und dann beim Contest ein bischen sparen müssen. Die Performance von Artsvik hätte unbedingt aus dem Musikvideo übernommen werden müssen und auch hier hätte man gut daran getan, sich davon inspirieren zu lassen. Auch hie ist das diesjährige Favorit der Schaftstiefel. Ich glaube sie ist einfach zu früh dran in diesem Halbfinale um bis zum Ende in Erinnerung zu bleiben.

Auch für Sarah ist die früher Startnummer ein Problem. Der Song ist einfach nicht stark genug um in diesem Feld bestehen zu können. Gesanglich ist das auch noch nicht das Gelbe vom Ei. Die Retroperformance, inspiriert von Roy Lichtenstein, die einen direkt in die 60er katapultieren soll wirkt etwas mächtig für die übersichtliche Bühnenperformance. Das wirkt alles nicht so stimmig auf der großen Bühne, wie es wohl geplant war. Mal schauen wie das durch die Kamerafahrten entzerrt wird.

Moldawien, ihr wollt uns wohl verarschen? Der Song ist unterste Kanone und ich habe schon bei meiner Bewertung für ihn geschrieben, dass er gut vor zehn Jahren auf die Bühne gepasst hätte. Dass sie jetzt aber auch noch die Performance der Ukraine 2011 quasi 1:1 übernehmen, setzt dem ganzen doch die Krone auf, oder? Sogar die gleiche Sandkünstlerin die Mika 2011 mitbrachte, Kseniya Symonova, ist wieder mit von der Partie. Vermutlich hatte Moldawien nach den zwei guten Platzierungen die Hosen voll und wollen den Contest auf keinen Fall ausrichten. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Luca hat sich tänzerisch deutlich zurückgenommen und das muss er auch machen um den Song einigermaßen gut auf die Bühne zu bringen. Wie oft haben wir es schon erlebt, dass die Vocals durch zu heftige Tanzbewegungen einfach zu schlecht wurden. Hier muß er unbedingt, im wahrsten Sinne des Wortes, die Füße still halten. Er kann tanzen, er will tanzen aber er sollte es lieber seinen Backgroundtänzern überlassen, dann bin ich zuversichtlich dass es mit dem Finaleinzug klappt. Das Disaster um DJ Bobo wollen die Eidgenossen bestimmt kein zweites Mal erleben. Dieser war 2007 sogar noch höher von den Buchmachern eingeschätzt worden und konnte durch seinen unterirdischen Gesang mit Platz 20 im Halbfinale das Finale nicht erreichen. Obacht!

Ich bin immer noch entsetzt dass die lettische Jury diesen drögen Song Markus Riva vorgezogen hat, aber wir werden wohl damit leben müssen. Carousel haben an ihrem Auftritt im Vergleich zur Supernova auch nicht wirklich etwas geändert und der Song plätschert immer noch so langweilig vor sich hin wie eh und je. ach wie war das noch so schön als Lettland innovative Songs zum Contest geschickt hatten.

Was ich von dem Bühnenbild von Ester halten soll weiß ich nicht so recht. „Ich verbrenne mich an einem Sonntag an heißen Tänzern?“ Oder versucht sie mit dem Meterhohen Flammen auf der LED-Wand mehr Wirkung zu erzielen als es der eher durchschnittliche bis nervige Song zu leisten mag? Der Gesang ist auf jeden Fall top. Ob das fürs Finale reichen wird muß man aber erst noch sehen.

Leonora hat seit dem Dansk Melodi Grand Prix an ihrem Auftritt nicht wirklich was verändert. Die große LED-Wan bietet im Stil von Loin d’ici schöne bunte Bildchen, die den süßen Song unterstützen. Da hier beim ESC alles etwas größer ist als beim Vorentscheid wurde die Anzahl der Mitsitzer verdoppelt.

Auch John hat am Erfolgsrezept vom Melodifestivalen festgehalten. Er singt zusammen mit seinen Diven, die im Gegensatz zum Vorentscheid nicht mehr komplett in Schwarz gekleidet sind. Manchmal sind leichte Veränderungen die wirksamsten. Aber so richtig zu berichten gibt es darüber nichts. Der Gesang war top und ist auch hier top.

Bei PÆNDA gibt es eigentlich auch nichts zu berichten. Die kraftvolle Stimme, die bei diesem kraftvollen Song meine größte Sorge war, ist fast so wie aus dem Studio – erstaunlich! Das täuscht natürlich nicht darüber weg, dass der Song sehr schwere Kost ist. Falls noch ein Platz frei ist, darf sie gerne ins Finale einziehen. Es würde mich für unsere Nachbarn freuen.

Proben am Dienstag, den 08.05.2019

Das (B)engelchen bringt zwei Putten mit oder wie soll man das interpretieren? Wie aus einem Pierre et Gilles Bild entsprungenes Bühnenbild präsentiert sich Roko und zielt damit natürlich voll auf die schwule Zielgruppe ab. Dass das nicht immer hilft konnte man gut, ich wiederhole mich, bei Ryan Dolan beobachten. Auch wenn ich den Song von Beginn an hasste, konnte ich mir ihn mittlerweile zumindest etwas schön hören. Ich finde ja Engelsflügel sehen immer unrealistisch aus und wenn dann auch noch damit getanzt wird, wirken sie nur als Fremdkörper.

Das Bühnenbild von Michaela gefällt mir so gar nicht. Es wirkt etwas als ob sich jemand am Word Clipart Baukasten bedient hätte. Auch die Klamotten, die die Sängerin und ihre Michael Jackson-Thriller-Gedächtnis-Tänzer tragen lassen das ganze zu pastellig wirken. Man hat nicht das Gefühlt dass jemand daran gearbeitet hat, der sich mit Design auskennt. Das wirkt furchtbar billig. Ich bin auf die zweite Probe gespannt, bei der man mehr zu sehen bekommt. vielleicht ist es nur ein ungünstiger Ausschnitt aus der Probe.

Der Auftritt von Jurij wirkt sehr blutleer und ganz und gar nicht als ob er mit den Löwen rennen will. Hier sollte sich wirklich noch etwas verändern. So kann er den Einzug ins Finale sicher vergessen.

8x feuchter Sergej in weißen Klamotten unter der Dusche? Ich könnte mir Schlimmeres vorstellen.  Der Song ist kraftvoll und er könnte nackt auf der Bühne stehen und würde sich qualifizieren. Verdammt, ungünstig ausgedrückt 😉 Das Bühnenbild ist weit weg von der Effekthascherei bei seinem Auftritt vor 3 Jahren aber ich finde den Song deutlich schwächer. Mal schauen was am Ende so hängenbleibt, vermutlich nichts. Gesanglich hat er sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und ich hätte ihm im Voraus nicht zugetraut so eine Powerballade in wirklich guter Qualität auf der Bühne rüberzubringen – Respekt.

Hach Jonida, ich liebe diesen Song einfach. Dummerweise mochte ich ihn im Dezember nicht wirklich und wenn viele Zuschauer das kommende Woche auch so sehen, dann wird es eng mit dem Finale. Die albanische mode Influencerin zeigt wieder einmal ihren Hang zu außergewöhnlichen Outfits. dieses gefällt mir aber deutlich besser als noch im Vorentscheid. Ich hätte mir aber mehr Bühnenbild gewünscht. Ihr Video war doch ganz gut, warum hat man sich hier nicht davon inspirieren lassen?

Was hat den Duncan da nur geritten, sich an einen Flügel zu setzen? Nein, nein nein! Total unpassend! Er muß unbedingt frei stehen und singen in der art wie es Sanna Nielsen mit Undo getan hat. Stehen, Spot auf Ihn der Heller und Dunkler wird und fertig. So kann er doch seine Stärken überhaupt nicht ausspielen. Das macht mich fast schon fassungslos. Ich hoffe sehr dass da noch was passiert sonst kann er mit dem Auftritt nicht mein Favorit bleiben.

Bei KEiino dachte ich nach dem Musikvideo wirklich dass es was wird, aber der Bühnenauftritt ist wieder Manhatten Transfer. Sie singen von Northern Lights aber bei dem Ausschnitt sieht man nichts grün gefärbtes. Es ist einfach völlig unstimmig. Auch muß der Gesang von Fred deutlich stärker hervorgehoben werden, damit der Joik auch ordentlich wirkt. Auch hier hoffe ich dass es noch ein bischen verändert wird.

Chingiz liegt ja schon lange auf Platz zwei in meiner diesjährigen Favoritenliste. Der auftritt mit den beiden Roboterarmen ist interessant aber was er damit ausdrücken will ist mir etwas schleierhaft. Gesanglich hört man hier im moment nur den Falsett Teil den er für meinen Geschmack etwas zu hoch singt. Aber gut, hier bin ich sehr auf die zweite Probe gespannt. Er ist auf jeden Fall das absolute Eye-Candy und ich bin froh dass er keine ablenkenden Tänzer an seiner Seite hat 😉 Ein würdiger Abschluss für das zweite Semi und an einer Finalqualifikation brauchen wir gar nicht zu zweifeln.

The Good, the Bad and the Ugly – die ersten Proben des 1. Semis 2019

In den vergangenen Tagen wurde in Tel Aviv eifrig geprobt. Auch wenn es nur kleine Teaser der Auftritte gibt und sie durchaus auch noch geändert werden können, wird es Zeit sie einmal vorab zu betrachten. Was fällt einem beim Anschauen direkt ins Auge? Wie gut oder schlecht können die Interpreten Live nun tatsächlich singen? Wurde im Vergleich zum Vorentscheid noch einmal ordentlich in die Trickkiste gegriffen? Wurden Auftritte aus den vergangenen Jahren kopiert? Hatten verschiedenen Interpreten die gleiche Idee bei der Bühnenshow? Wer wird sich fürs Finale qualifizieren? Zumindest die letzte Frage kann ich sofort beantworte: ich weiß es leider nicht und habe auch das Gefühlt dass die Protagonisten des diesjährigen Contest noch enger zusammengerückt sind.

Proben am Samstag, den 04.05.2019

Der erste Tag der Proben stand ganz im Zeichen der ersten Hälfte des ersten Semis. Als erstes fiel hier natürlich auf, dass Tschechien und Montenegro die Startplätze getauscht hatten, so starteten Lake Malawi als zweite und D-Mol als Sechste in die Probe. Begonnen wurde allerdings mit Tamta aus Zypern und und hier ging gleich das volle Programm los: 4 Tänzer, denen wohl der Hut von Luca Hänni aus dessen Musikvideo so gut gefallen hat, dass sie alle den unbedingt tragen wollten, Trickkleid mit üppig behängten Glastropfen, hautenges Lack und Highheels runden die Performance vor 6 LED-Stelen ab. Der Gesang ist natürlich bei der ersten Probe nicht das Wichtigste, gibt aber einen ganz guten Vorab Eindruck ob der gesanglichen Leistungen. Bei Tamta hat das ganz gut geklappt, nur beim Ausziehen des Trickkleides könnten die Tänzer noch etwas üben. Aber das wird bestimmt noch bis Dienstag öfter geübt und klappt dann sicher reibungslos.

Der Auftritt von Lake Malawi hingegen hat mich jetzt nicht unbedingt überzeugt. Die Jungs scheinen zwar durchaus Spaß zu haben aber ich bin mir nicht sicher ob das am Dienstag reichen wird. Hier sollten sie noch eine Schippe drauflegen um den Vorschusslorbeeren gerecht zu werden. Obwohl mir der Song durchaus gefällt ist noch Luft nach oben. Das bunte Bühnenbild, ähnlich wie in ihrem Instagram-esquen Video bringt jedenfalls Lust auf Mehr!

Schade Finnland. Den Auftritt vom UMK 2019 haben sie weitgehend beibehalten, bis auf ein wesentliches Element: die Projektionsbox wurde gestrichen! Die Tänzerin im gleichen Fummel wie im Vorentscheid steht nun hinter Sebastian und Darude steht auf der linken Seite hinter seinem DJ-Pult. Das überzeugt mich nicht und das hätte man durchaus anders lösen können. Eine reine Projektion der Tänzerin schwimmend über die gesamte Bühnen LED-Wand wäre bestimmt ein Hingucker gewesen. Mal schauen wie das in der zweiten Probe aussieht.

Ich muss zugeben, dass ich den Song von Tulia zu Beginn richtigehend hasste. Mittlerweile habe ich ihn mir tatsächlich schönhören können und will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen aber ich finde ihn durchaus hörbar. Die 4 Sängerinnen stehen in den typischen tradizionellen Kleidern, die wir auch aus ihrem Musikvideo kennen, aus der Bühne. Zu Beginn sind die verschleiert, später dann allerdings nicht mehr und ganz im Gegensatz zu ihrem Outfit sind große Projektionen ihrer Gesichter mit wehenden Haaren auf der LED-Wand. Nett, wirkt aber etwas so als ob sie sich nicht entscheiden können wo sie hinwollen.

Die Slowenen Zala Kralj & Gašper Šantl änderten an ihrem Auftritt so rein gar nichts. Alles bleibt wie im Vorentscheid. Unbefriedigend für die, die den Auftritt schon damals langweilig empfanden. Nach dem aufregenderen Auftritt von Polen ist aber der ruhige Auftritt vielleicht genau das Richtige.

Puh D-Mol was ist das denn? Unkoordiniertes in der Crowd-stehendes planloses Herumgewippe. Sind wir hier beim Kindergeburtstag oder beim größten Musikevent der Welt? Die Montenegriener glauben wohl an Ersteres.  Bei den Buchmachern auf dem letzten Platz, in der allgemeinen Wahrnehmung der Bubble auf dem letzten Platz und auch mein letzter Platz, was soll man dazu noch schreiben? Vielleicht hätten sie ihren komischen Vorentscheidsauftritt beibehalten sollen, aber das hätte wahrscheinlich auch nicht geholfen.

Zu Joci braucht man fast nichts zu schreiben, er hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz und verzichtet komplett auf Tänzer oder Schnickschnack auf der bühne und singt vor der LED-Wand auf der dezent Projektionen zu sehen sind, die allerdings kaum von ihm selbst ablenken. Dieses Selbstvertrauen muss man erstmal haben. allerdings stand er ja schon vor zwei Jahren auf der großen Bühne. Mit Platz 8 im Gepäck kann er hier ganz unbeschwert auftreten, er muss sich nichts mehr beweisen.

Die 16-jährige ZENA kann mich so gar nicht überzeugen. Hohe weiße Schaftstifel wirken auf mich irgendwie billig und das Bühnenbild erschlägt die junge Künstlerin förmlich. Manchmal ist eben weniger Mehr. Sie bringt zwei Tänzer mit auf die Bühne die mit, in der Probe, dilletantischen Capoeira Moves auch keine Offenbarung sind. Puh, Overload incoming.

Ihr ganzes gesangliches Können bekamen wir zum Abschluss des ersten Probentages von Nevena geboten. Der Auftritt hingegen wirkt noch etwas leblos. Hier hätte man vielleicht auch etwas mehr bieten können. Sie ist zwar gesanglich Diva aber auftrittstechnisch eher Mitzi Del Bra in langweilig.

Proben am Sonntag den 05.05.2019

Ich persönlich bin ja ein Fan des Songs und hoffe sehr dass Eliot sich fürs Finale qualifiziert. Aber ich befürchte es wird eng. Das Bühnenbild mit den zwei überdimensionalen Trommeln wurde wohl von Ryan Dolan aus 2013 recycelt und das nahm damals bekannterweise trotz halbnackten Tänzern kein gutes Ende. Für mich für diesen Song völlig unpassend. Das lässt mich etwas ratlos zurück. Hier sollte man noch einmal deutlich nachjustieren.

Dieses Jahr finde ich ja Länder gut, die mir noch nie gefallen haben. So auch Georgien. Außer vielleicht Waterfall 2013 oder vielleicht Warrior von 2015 konnte ich noch mit keinem Song aus Georgien irgend etwas anfangen. Dieses Jahr ist Oto für mich ohne zu übertreiben die größte Überraschung des Jahrgangs. Auch wenn der Song für die Meisten äußerst sperrig wirkt würde ich ihn im Finale klar in die Top 10 setzen. Allerdings wird das wohl nur Wunschdenken sein. Wie es scheint holte er sich direkt die Hälfte von Iriao auf die Bühne. Das, zusammen mit der LED-Wand, bleibt sicher im Gedächtnis und gesanglich kann ihm in diesem Halbfinale niemand was vormachen.

Es geht Schlag auf Schlag und auch Australien gibt ordentlich was auf die Augen. Glücklicherweise verzichten sie auf den „Berg“ aus dem Vorentscheid, dafür schwingt Grinsekatze Kate zusammen mit ihren Backgroundtänzerinnen auf 3 Meter hohen Metallstangen vor der LED-Wand hin und her. Das ist der absolute visuelle Overload. Hammer! Sie hätte allerdings auf die Krone verzichten können. Ich habe mit dem Song so meine Probleme. Jedesmal wenn ich ihn höre, denke ich die erste Minute das der doch ganz gut ist, die zweite Minute geht es dann langsam wieder ins Nervige und in der dritten Minute will ich nur noch dass der Song endlich fertig ist. Falls mich das visuelle davon ablenkt, könnte ich tatsächlich an eine Qualifikation glauben.

Ja, ich weiß, mit meiner Meinung zu Hatari mache ich mir in der Bubble keine Freunde. Immerhin kann ich mir den Song auf Spotify mittlerweile anhören ohne auf weiter zu klicken. Aber jetzt mal ehrlich: er bietet doch bis auf den Auftritt so rein gar nichts, und das reicht mir einfach nicht. Auch wenn ich lese dass sie ja eine Aussage haben die man beachten soll. Nein, ich will Musik hören, wenn ich Aussage will, dann gehe ich auf ne Demo. Aber ich muß zugeben dass mich Olli von aufrechtgehn.de überrascht hat, den Titel als Platz 1 in seinem Ranking zu haben. Das letzte Mal dass wir in unserer Meinung so weit auseinander gedriftet sind, war bei Lordi und da hatte ich den kürzeren gezogen. Ich würde wahrlich in Schockstarre verfallen sollten Hatari in diesem Jahr gewinnen.

Storm? Weiter! Jetzt mal ehrlich: nach Hatari achtet doch keiner mehr auf Victor, oder? Der Auftritt ist eher spielen mit der Kamera ohne Schnickschnack und Sturm auf dem LED-Screen. Wie originell. Er hat aber auch nach Hatari und vor Conan den denkbar ungünstigsten Startplatz bekommen.

Conan zeigt wieder was für eine Rampensäue er und sein Tänzer João Reis Moreira doch sind. Ein Hammer von einer Bühnenshow. Grüner Satin? Wer kann das denn sonst tragen? Niemand! Aber bei den beiden kann man einfach nicht wegschauen. Der Hintergrund komplett in Projektionen von roten Rosen versunken, die Farben ganz im Trend der Zeit nationalistisch an die portugiesische Flagge erinnernd. Die Löffel im Gesicht vom Vorentscheid gegen eine Backenmaske getauscht. Man weiß gar nicht wo man hinschauen soll. Viel besser hätte man das gar nicht umsetzen können. Der Song ist, wie er halt ist, äußerst speziell und ich vermag einfach keine Vorhersage treffen, ob er sich qualifizieren kann oder nicht. Bei diesem Auftritt würde ich das schon befürworten aber langsam gehen mir die Nichtqualifikanten aus.

Visuell und gesanglich holt Katerine alles aus ihrem Auftritt heraus. Weit weg von den langweiligen Auftritten von Victor oder D-Mol werden die Zuschauer gegen Ende des Halbfinals visuell völlig überfordert und die Künstler geben nahezu alles um gegen die vor den Vorentscheid größten Paradiesvögel Hatari anstinken zu können. Der Song ist kraftvoll und stark und sollte sich ohne Probleme qualifizieren können.

Wir brauchen gar nicht drumrum zu reden: für Serhat wird es schwer sich zu qualifizieren. Aber ich hoffe dann doch irgendwie dass es klappt. Allerding muß man zugeben, dass er den besten Startplatz spendiert bekommen hat. Auch Christer Björkmann will wohl dass sich San Marino endlich mal wieder qualifizieren kann. In den vergangenen 10 Jahren konnten sich nur zwei (Moje 3 und Triana Park) nicht qualifizieren.

Das große ESC Leservoting 2019 – Zwischenstand vor den Rehearsals

Seit zwei Monaten ist das Leservoting nun online und da am Samstag die Proben losgehen und sich dann noch einmal alles ändern kann, wird es Zeit mal auf den Zwischenstand zu schauen. Insgesamt kann man erkennen, dass die einzelnen Wertungen über 5 Punkten liegen müssen, um sich virtuell zu qualifizieren.

Im ersten Halbfinale sieht die Reihenfolge folgendermaßen aus:

1. Island: 9.5
2. Portugal: 9.11
3. Ungarn 8,9
4. Tschechien 7.3
5. San Marino 7.43
6. Polen 7.25
7. Belgien 6.78
8. Slowenien 6.27
9. Zypern 5.83
10. Griechenland 5.75

Nicht qualifizieren würden sich demnach:

11. Estland 4.63
12. Serbien 4.0
13. Weißrussland 4.14
14. Australien 3.8
15. Finnland 3.56
16. Montenegro 3.2
17. Georgien 2.67

Eine große Überraschung kann ich bisher im ersten Halbfinale nicht entdecken. Die Ergebnisse decken sich in etwas auch mit anderen Votings. Bei San Marino rechnet man eher nicht mit der Qualifikation, oder zumindest sollte es knapp werden. Dafür ist generell Serbien besser geranked. An einer Qualifikation Griechenlands besteht kaum einen Zweifel, hier wird es aber eng.

Im zweiten Halbfinale wäre bisher folgende 10 Acts qualifiziert:

1. Niederlande 10.33
2. Norwegen 7.78
3. Schweiz 7.5
4. Aserbaidschan 6.5
5. Malta 6.33
6. Albanien 5.88
7. Armenien 5.83
8. Österreich 5.75
9. Russland 5.75
10. Schweden 5.5

Nicht qualifiziert wären:

11. Nordmazedonien 5.0
12. Lettland 4.78
13. Irland 4.38
14. Kroatien 3.78
15. Moldawien 3.57
16. Rumänien 3.57
17. Litauen 3.25
18. Dänemark 3.0

Auch hier gibt es eigentlich keine Überraschung. Nordmazedonien sollte sich aber qualifizieren. Dafür aber Österreich eher nicht. Schweden wird deutlich schwächer eingeschätzt als bei anderen Abstimmungen.

Ich bin sehr gespannt, wie sich das Ranking nach den Proben noch verändern wird. In knapp zwei Wochen gibt es dann den finalen Stand der Abstimmung, deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr weiter eifrig abstimmt.

Jeder hat eine Vergangenheit: Fred Buljo

11 Jahre vor KEiiNO begann die Karriere von Fred Buljo mit einem Auftritt als Mitglied der samischen Rapgruppe Duolva Duottar bei der ersten Ausgabe von Norske Talenter, der norwegische Version von Das Supertalent. Sie singen und rappen hauptsächlich in Sami, weshalb sie im Halbfinale von Jurymitglied Thomas Giertsen abgestraft wurden da er sie nicht verstehen und somit nicht folgen konnte was sie auf der Bühne von sich gaben. Sie zogen trotzdem ins Finale ein, konnten aber keine Platzierung erreichen und landeten auf dem 4. – 10. Platz. Auch hier sehen wir stimmlich und outfittechnisch noch ordentlich Verbesserungsbedarf, samische Trachten mit Jeans zu kombinieren passiert sicherlich auch nicht jeden Tag.

Jeder hat eine Vergangenheit: Chingiz Mustafayev

Eigentlich ist es mir schon vor ein Paar Wochen über den Weg gelaufen aber ich war der Meinung, dass es in die relativ ruhige Zeit vor dem Contest ganz gut passen könnte. Jeder war einmal jung und brauchte das Geld. So auch unser Aserischnuckel Chingiz Mustafayev. Auf seinem Youtube Account sind aktuell verschiedene Videos zu finden, die den jungen Chingiz beim Vorentscheid für den Contest 2011 zeigen. Den Namen dieses Vorentscheides scheint ein großes Mysterium zu sein, denn alleine auf Wikipedia findet man unter den verschiedenen Sprachen mindestens drei verschiedene Bezeichnungen. In der aserbaidschanischen und in der türkischen Version wird er Land of Fire 2011 genannt, in der englischen Version heißt er Milli Seçim Turu 2010 und um schließlich alle zu verwirren in der holländischen Milli Seçim Turu 2011. Nun gut, wir wissen jedenfalls dass in diesem Vorentscheid Ell und Nikki ausgewählt wurden und dann den Contest 2012 in ihr Heimatland holen konnten.

Hier ist der junge Chingiz mit einer Vergewaltigung von Sabels Yassou Maria. Wahlweise könnt ihr euch noch eine etwas spezielle Version von Harel Skaats Milim oder eine unglaublich schlechte Coverversion von Enrique Iglesias Hero. Ich bin froh dass der Junge noch etwas länger auf der Weide gestanden hat, bevor er uns beim Eurovision Song Contest beglücken durfte. In diesem Jahr ist es mit dem großartigen Truth sicher sowohl von der Reife als auch von den gesanglichen Qualitäten her der bessere Zeitpunkt.

Israel 2019 – Eigentlich können sie doch Balladen

Mit Wehmut denke ich beim Hören dieses finalen Beitrags im aktuellen Jahrgang an die tollen Balladen aus Israel zurück. The Fire In Your Eyes (Ke’ilu Kan) oder Rak bishvilo spielten in einer ganz anderen Liga. Vielleicht will der Gastgeber aber auch nur verhindern, im kommenden Jahr den Contest erneut hosten zu müssen. Es scheint mir fast so als wollten die Israelis einen Österreicher pullen und im eigenen Land ebenfalls Letzter werden. Gesanglich ist der HaKokhav HaBa L’Eurovizion 2019 Sieger Kobi Marimi top, nur ist sein oller Schmachtfetzen Home eher Füllmaterial eines drittklassigen Komponistenwettbewerbs. Ich werde noch versuchen mir diesen Song bis zum Mai schönzuhören allerdings bin ich mir nicht sicher, ob mir das gelingt. Noch eine Bitte: schickt Kobi zu einem fähigen Schneider, der dem über 2m großen Hühnen vielleicht einen passenden Anzug auf den Leib schneidert, in vielen bei youtube vorhandenen Videos sieht es so aus, als ob er keinen besitzt.

Armenien 2019 – Druckvolle Beats, kraftvoller Gesang

Auf Armenien kann man sich wie immer verlassen. Sie versorgen uns mit dem modernsten Song des Contests. Ein elektronischer Klangteppich, druckvolle Beats und eine kraftvolle Stimme. Was will man mehr? Einzig einen etwas eigängigeren Refrain hätte man uns noch geben können. Die konstant hoche Qualität der letzten Jahre konnten sie jedenfalls auch nach 2019 hinüber retten. Ich bin sehr gespannt wie der Song live wirkt und ob Srbuk den „dreckigen“ Gesang gut umsetzen kann. Der sesationelle Song von Artsvik wurde vor 2 Jahren durch den Bühnenauftritt dermaßen zerstört, dass sie nur auf dem 18 Platz landen konnte. Alles in Allem bin ich mit Walking Out sehr zufrieden damit geht der beste Song des Tages wohl nach Armenien, sofern sich der geleakte israelische Song als der tatsächlich für Tel Aviv vorgesehene erweist.

Malta 2019 – We are Technicolor

Kennt ihr das, wenn man einen Song hört und sofort weiß von wem der komponiert wurde? So ging es mir hier bei Malta. Wie sich herausstellte wurde er auch tatsächlich von Joacim Persson und Borislav Milanov zusammen mit Paula Winger und Johan Alkanas geschrieben. Die ersten beiden sind uns natürlich sehr bekannt: mit Equinox, Kristian Krostov, Poli Genova und César Sampson konten sie seit 2016 Top 10 Plätze erreichen. Nur der ganz große Wurf blieb ihnen bisher verwehrt. Aber ich kann sie beruhigen: auch mit Malta in diesem Jahr schaffen sie es nicht den Contest zu gewinnen. Der Song ist für diese Songwriter Kombination merkwürdig sperrig und nicht so richtig aus einem Guss. Zudem bin ich bei der Sägerin Michaela, die Malta vertritt äußerst skeptisch, ob sie den Song so gut auf die Bühne bringt wie es Eleni z.B. im vergangenen Jahr vormachte. Allerdings kann im Mai alles passieren, vom Jana Burčeska Gedächtnismoment, dem Ausscheiden im Semi, bis hin zur Top 10 Platzierung. Zu unberechenbar scheint mir der Contest in diesem Jahr zu sein.

Schweden 2019 – Außer Spesen nichts gewesen

Leider war das Mello in diesem Jahr weder sonderlich gut noch spanend. Die Komponisten, alle voran die Thomas G:sons und Debs mußten wohl zu viele Sogs komponieren. Daraus wurde ein fader glattgebügelter Einheitsbrei, der in jedem rumänischen oder montenegrinischen Vorentscheid ein bischen Würze beigetragen hätte aber für eine so groß gespielte Veranstaltung wie dem schwedischen Melodifestivalen unwürdig ist. Zusätzlich war die Gesangsleistung einiger Interpreten gelinde gesagt ausbaufähig. Jon-Henrik hatte wohl keine Lust auf den ersten Startplatz und kann nur wehmütig nach Norwegen schauen, wo ihm Fred Buljo die Show gestohlen hat. Hannah versemmelte direkt die ersten Töne und so blieb von den favorisierten Acts musikalisch nur noch John Lundvig übrig der zumindest stimmlich überzeugen konnte. Sein Gospelsong Too Late for Love ist so gar nicht meine Musik und ich hätte mir eher Ashes to Ashes von Anna Bergendahl gewünscht aber das war leider nur Wunschdenken. Über die beiden Jungster Malou und Bishara hülle ich einmal den Mantel des Schweigens und hoffe nur dass das im nächsten Jahr keine Schule macht. Nano fand ich schon im Halbfinale schlecht aber er konnte das gesanglich noch einmal unterbieten. Warum er dafür mit dem zweiten Platz bei den Jurys belohnt wurde, wird man nie erfahren. Vielleicht dachten sie noch immer an seinen ersten Einsatz im Mello mit Hold on.

Das schönste am gestrigen Abend war die Rückkehr von Lindra Woodruff, die alle Interpreten zu Nebendarstellern verkommen ließ und allen die Show stahl. Wäre die Show nur halb so gut gewesen, wie die früher von mir als lustigste Frau beim ESC betitelte Linda, hätten wir einen tollen Abend gehabt. Der Intervallact mit der totgelifteten Charlotte und der gleichzeitig als Jurorin fungierenden Dana international war auch irgendwie nicht befriediged. Da hatten wir in den Semis bessere Auftritte.

Startnr.InterpretTitelJuries        Zuschauer  GesamtPlatz
GesamtStimmenProzentPunkte
1Jon Henrik Fjällgren"Norrsken (Goeksegh)"181181911.9%55744
2Lisa Ajax"Torn"610235616395.0%23629
3Mohombi"Hello"5277245329.1%42744
4Lina Hedlund"Victorious"3844310321.7%84011
5Bishara"On My Own"7136101013814.9%691072
6Anna Bergendahl"Ashes to Ashes"2567207.8%365610
7Nano"Chasing Rivers"1041087258542.2%10646
8Hanna Ferm & LIAMOO"Hold You"866567734812.7%591072
9Malou Prytz"I Do Me"4554122232.6%123512
10John Lundvik"Too Late for Love"12121212121212129618.3%851811
11Wiktoria"Not with Me"23110884366.0%28646
12Arvingarna"I Do"743310278.0%37646

Anstehende Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

LandInterpret(VE)Song
Albanien AlbanienFestivali i Këngës 2019Dezember 2019
Armenien ArmenienDepi Evratesil 2020
Aserbaidschan Aserbaidschan
Australien AustralienEurovision 2020: Australia Decides08. Februar 2020
Belgien BelgienHooverphonic
Bosnien und Herzegowina Bosnien und HerzegowinaKeine
Teilnahme
2020
Keine
Teilnahme
2020
Bulgarien Bulgarien
Dänemark DänemarkDansk Melodi Grand Prix 202007. März 2020
Deutschland Deutschland
Estland EstlandEesti Laul 202029. Februar 2020
Finnland FinnlandUuden Musiikin Kilpailu 2020
Frankreich Frankreich
Georgien GeorgienGeorgian Idol 2020
Griechenland Griechenland
Irland Irland
Island IslandSöngvakeppnin 202029. Februar 2020
Israel IsraelHaKokhav HaBa L’Eurovizion 2020
Italien Italien
Kroatien KroatienDora 2020
Lettland Lettland
Litauen LitauenEurovizijos 2020Februar 2020
Malta Malta
Moldawien Moldawien
Montenegro MontenegroKeine Teilnahme 2020Keine Teilnahme 2020
Niederlande Niederlande
Nordmazedonien Nordmazedonien
Norwegen NorwegenMelodi Grand Prix 202015. Februar 2020
Österreich Österreich
Polen Polen
Portugal PortugalFestival da Canção 2020Februar 2020
Rumänien Rumänien
Russland Russland
San Marino San Marino
Schweden SchwedenMelodifestivalen 202007. März 2020
Schweiz Schweiz
Serbien SerbienBeovizija 2020
Slowakei SlowakeiKeine Teilnahme 2020Keine Teilnahme 2020
Slowenien SlowenienEvrovizijska Melodija 2020
Spanien SpanienBlas Cantó
Tschechien TschechienEurovision Song CZ 202025. Januar 2020
Türkei TürkeiKeine
Teilnahme
2020
Keine Teilnahme 2020
Ukraine UkraineVidbir 202022 Februar 2020
Ungarn UngarnKeine
Teilnahme
2020
Keine
Teilnahme
2020
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Weissrussland Weißrussland
Zypern Zypern
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