Das Große ESC Voting 2019

Auch in diesem Jahr gibt es mal wieder ein User Voting. Es sind zwar noch zwei Wochen bis alle Songs feststehen aber ich würde mich freuen, wenn ihr schon eure Stimmen abgebt.

Spotify Playlisten der ESCs

Hier findet ihr die aktuelle Spotify Playlist für den ESC 2019. Die Playlists der vergangenen Jahre findet ihr in der Headernavigation.

Buchmacher Tipps

Es ist immer wieder spannend die Buchmacher Tipps zu verfolgen. In der Regle liegen sie zumindest was den ersten Platz betrifft immer ganz nahe dran und spätestens am Tag des Contest in 8 von 10 Fällen richtig.

Söngvakeppnin 2020 – Von 0 auf 1

Am Samstag fand in Island das Finale des Söngvakeppnin 2020 statt. Wie im vergangenen Jahr gab es im Vorfeld einen regelrechten Hype um einen der Beiträge, der dann auch alle Wertungen für sich entscheiden konnte. Im vergangenen Jahr war das Hatari mit Hatrið mun sigra und in diesem Jahr Daði & Gagnamagnið it dem eingeenglischten Titel Think About Things (Gagnamagnið). Die Songs könnten allerdings unterschiedlicher nicht sein. Während Hatari mit ihren SM-Punk-Outfits inklusive Show pure Erotik ausstrahlte um den gewissen WOW-Effekt zu erzeugen setzt Daði genau auf das Gegenteil. Es gibt nichts unerotischeres als die Band mit ihrem nerdigen Auftreten im grünen Schlafanzug mit Pixelgesichtern auf der Brust.

Der Unterschied oder zumindest der gefühlte Unterschied in diesem Jahr ist, dass auch nicht ESC interessierte Personen auf diesen Song abfahren. Sogar einer meiner Kollegen, der zwar mit Musik aber bisher nicht mit dem Contest zu tun hatte, kam auf mich zu um mir von dem Song vorzuschwärmen. Falls der Song dne Vorentscheid gewinnt wird er auch den Contest gewinnen. Nun ja ich bin mir da nicht ganz so sicher. Als großer Fan der Parcels, die ähnliche Musik teilweise in zusammenarbeit mit Daft Punk machen, finde ich den Song jetzt nicht so ungewöhnlich. Außergewöhnlich für das ESC Umfeld ist er sicher, aber wird er in Rotterdam auch den Geschmack der breiten Masse treffen? Schwer zu sagen. Zweifellos wird der tolle chillige Song mit hohem Wiedererkennungswert alleine durch die Outfits ganz weit vorne landen. Bei den Buchmachern ist er jedenfalls schon an erster Stelle. Sollte das bis zum Contest so bleiben ist die Wahrscheinlichkeit diesen zu gewinnen sehr hoch. In den vergangenen 10 Jahren lagen sie nur zweimal falsch.

PlatzStartnr.InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
Stimmen  Superfinale  
JuryZuschauerGesamtErste RundeZweite RundeGesamt
41Ísold & HelgaMeet Me Halfway
M: Birgir Steinn Stefánsson, Ragnar Már Jónsson; T: Birgir Steinn Stefánsson, Ragnar Már Jónsson, Stefán Hilmarsson
17,1705,56822,738
12Daði & GagnamagniðThink About Things
M/T: Daði Freyr
24,28936,03560,32460,32458,319118,643
53NínaEcho
M: Þórhallur Halldórsson, Sanna Martinez; T: Þórhallur Halldórsson, Christoph Baer, Donal Ryan, Sanna Martinez
15,2866,51521,801
34IvaOculis videre
M/T: Íva Marín Adrichem, Richard Cameron
18,42619,07237,498
25DIMMAAlmyrkvi
M: DIMMA; T: Ingó Geirdal
14,86722,84837,71537,71542,46880,183

Selecția Națională 2020 – Rumänien haut einen raus

Einen wunderschönen Vorentscheid bekamen wir heute Abend von Rumänien geboten. Die Selecția Națională 2020 bot uns zwar keine Auswahl was den Interpreten anging, allerdings konnten wir zwischen 5 sehr modernen Songs wählen. Alle wurdne von der erst 20-jährigen Roxen absolut professionell vorgetragen. Tanzen ist augenscheinlich nicht so ihre Stärke, vielleicht wollte sie sich auch bei fünf Songs nicht verausgaben. Die Performance wirkte deshalb durchweg sehr statisch.

Die Intervall Acts, die Rumänien regelrecht zelebrierte, trugen außerdem zur guten Unterhaltung bei. Zuerst gab es ein Medley mit allen rumänischen ESC Songs gesunden der von der The Voice Siegerin Dora Gaitanovici und somit ein wiederhören mit Klassikern wie Let Me Try im Original von der in der Jury sitzenden Luminița Anghel oder Tornero im Original von MIHAI.

Den zweiten Intervall Act durfte dann der mit Elena Gheorghe die Show moderierende Ștefan Relu Mihalache alias Connect-R bestreiten. Er startete bereits 2006 zusammen mit Arsenium (Dragostea din tei) und Natalia Gordienko beim Eurovision Song Contest für Moldawien mit dem wunderbar chilligen Loca. Die Älteren unter uns erinnern sich sicher daran!

Bei dritten Intervall Act durfte dann Natalia Gordienko ran, die erst gestern mit ihrem Titel Prison beim Vorentscheid in Moldawien ausgewählt wurde den kleinen Nachbarn von Rumänien beim ESC zu vertreten. Anschließend performte der diesjährige Teilnehmer für Zypern, der in Heisberg geborene Sandro Fuego. Ulrikke aus Norwegen durfte auch noch ihr Attention singen. Der vierte Act, Rise like a Phoenix von irgendwem war leider eher zum Fremdschämen.

Den vierten Intervallact durfte dann Elena Gheorghe bestreiten. Mit dabei ihr Eurovisiontitel von 2009 The Balkan Girls (Platz 19). Leider wurde der  als Mitglied der Popgruppe Mandinga Zaleilah von 2012 (Platz 12) nicht gespielt sondern ein paar andere Songs die in Rumänien, dem Aplaus nach zu urteilen, sehr beliebt sind.

Endlich zum Start der Votingphase darf Loreen ran. Ich war sehr angenehm überrascht dass sie als erstes mein Lieblingslied von ihr performte. Nein nicht Euphoria, sondern Statements, mit dem sie leider in der Andra Chansen 2017 gegen Anton Hagmann  rausflog. Als nächstes durfte dann auch My Heart is refusing Me, Paper Light und We Got the Power nicht fehlen, bevor sie ihren Superhit Euphoria zum Besten gab. Loreen ist einfach großartig uns stellte leider alles andere an diesem Abend in den Schatten. Ich freue mich auf ihre nächste Teilnahme beim Mello.

Leider gibt es immer wenn die Jury die Songs bewerten darf ein lachendes und ein weinendes Auge. So auch diesmal bei der Selecția Națională 2020. Direkt nach dem Auftritt von Alcohol You wurde er zumindest von Juror Edward Sandra frenetisch gefeiert. Nunja unparteiisch geht anders. Aber das kennen wir ja schon. Somit war auch klar dass es Alcohol you werden soll. und er gewann auch sowohl das Jury- als auch das Televoting. Bitte mehr Alcohol for Me!

Selbst die Übergabe des Umschlags mit dem Siegersong wurde mit Toy zelebriert, freilich nicht von Netta selbst, die leider nicht da sein konnte. Alles in Allem darf man dem rumänischen Fernsehen ein Kompliment machen: das war wenigstens mal eine richtige Musiksendung, bei der es vorrangig um Musik ging. Die Jury und die Moderatoren redeten relativ wenig und es wurde in den knapp 3 Stunden unglaublich viel geboten. So darf das gerne bei anderen Vorentscheiden auch sein.

PlatzStartnr.InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
Jury
Punkte
Televoting
Punkte
Gesamt
51RoxenBeautiful Disaster
M: Breyan Isaac, Alex Cotoi; T: Breyan Isaac, Julie Frost
000
32RoxenCherry Red
M: Theea Miculescu, Sebastian Barac, Marcel Botezan, Costel Dominteanu; T: Theea Miculescu
123
43RoxenColors
M: Julie Frost, Breyan Isaac, Alex Cotoi; T: Julie Frost, Breyan Isaac
213
14RoxenAlcohol You
M: Ionut Armas, Viky Red; T: Ionut Armas, Breyan Isaac
5510
25RoxenStorm
M: Minelli, Viky Red; T: Minelli
336

Griechenland 2020: Stefania – SUPERG!RL

Das Augenmerk von Komponist Dimitris Kontopoulos lag in diesem Jahr wohl eher auf dem Song für sein Heimatland Griechenland als für das gestern Abend in Moldawien ausgewählte Prison. SUPERG!RL ist jetzt nicht der musikalische Befreiungsschlag den wir uns gegen Ende der Songveröffentlichungen sehnlichst herbei wünschen, allerdings haben wir hier einen mit vielen Ethnoelemnten gespickten Beitrag bekommen, der trotzdem modern wirkt. Vielleicht liegt es auch daran dass Kontopoulos den Song zusammen mit dem Produktionsteam Arcade und Sharon Vaughn geschrieben hat. Für alle die, die letztere nicht kennen, sie hat schon 2014 3 Songs fürs Mello geschrieben, unter anderem Survivor von Helena Paparizou

Die 17-jährige Stefania, die ausgesucht wurde, den intern gewählten Beitrag SUPERG!RL zu performen ist trotz ihrer Jugend bereits ein alter Hase. Sie vertrat bereits 2016 die Niederlande als Mitglied der Gruppe Kisses beim Junior Eurovision Contest. Was liegt es da näher dran als in diesem Jahr in ihrem Geburtsland Niederlande erneut anzutreten, nur diesmal für Griechenland.

Eesti Laul 2020 – Alle guten Dinge sind Drei

Man kann es ja bei anderen Vorentscheiden immer wieder feststellen dass es SängerInnen in jedem Jahr erneut versuchen ihr Land beim Eurovision Song Contest zu vertreten. So auch beim diesjährigen Eesti Laul 2020. Die hartnäckigste unter ihnen hat noch eine Rechnung offen: Laura Põldvere. Sie trat bereits zum fünften Mal an (2005, 2007, 2009, 2016 und 2020) und könnte ihr Land bereits zweimal beim Contest vertreten. Nämlich 2005 und zuletzt 2016 zusammen mit Koit Toome und dem wunderbaren Verona, dass zum Entsetzen aller Fans im Semi hängen blieb. Auch beim ersten Mal kam sie mit der Gilgroup Suntribe nicht über das Halbfinale hinaus.

Die Band Traffic war zum vierten Male dabei (2009, 2012, 2014 und 2020) konnte sich aber nie für den Eurovisin Song Contest qualifizieren.Dreimal war bereits Rasmus Rändvee dabei (2012, 2017 und 2020) zusätzlich zu zwei Auftritten in der Jury. Ebenfalls dreimal war beim Eesti Laul Uku Suviste am Start der mit zwei tollen Nummern. 2017 kam er mit dem Elektro Uptemposong Supernatural nicht über das Halbfinale hinaus, 2019 wurde er mit dem Midtempolied Pretty Little Liar immerhin Zweiter. Naheliegend war dann natürlich in diesem Jahr mit einer schnarchigen Nummer aufzutreten. Und das ist aktuell das ganze Problem mit dem Eurovision Song Contest. Nach dem Sieg mit einer Ballade gibt es im Jahr darauf immer viele Länder und auch Interpreten die denken dass so etwas ja gut funktioniert. Vielleicht wollen sie ja auch nur am Contest teilnehmen aber auf keinen Fall siegen? Man weiß es nicht. Jedenfalls kam es wie es kommen mußte. Das dröge What Love is bekam bei Superfinale mit Abstand die meisten Zuschauerstimmen und so wird der Freddy-Lookalike Uku Suviste Estland in Rotterdam mit dem schlechtesten seiner bisherigen Songs vertreten.

PlatzStartnr.InterpretLied
Musik (M) und Text (T)
Jury Zuschauerstimmen
(Televoting & SMS)
 GesamtSuperfinale 
StimmenPunkteStimmenPunkte
81INGEROnly Dream
M/T: Inger Fridolin, Karl-Ander Reismann
32257
122Rasmus RändveeYoung
M/T: Karl-Ander Reismann, Rasmus Rändvee
23101
73STEFANBy My Side
M/T: Karl-Ander Reismann, Stefan Airapetjan
48628
94Synne Valtri feat. VäliharfMajakad
M/T: Synne Valtri, Jaanus Viskar, Toomas Laur, Gert Gregor Källo, Aapo Ilves
19044
105Uudo SeppI'm Sorry. I Messed Up
M/T: Andrei Zevakin
38303
16Uku SuvisteWhat Love Is
M/T: Uku Suviste, Sharon Vaugh
56733582
67SHIRAOut In Space
M/T: SHIRA ja Karl-Ander Reismann
588311
38Anett x FrediWrite About Me
M/T: Frederik Küüts, Anett Kulbin
87127690
29Jaagup TuiskBeautiful Lie
M/T: Jaagup Tuisk
65108230
510TrafficÜks kord veel
M/T: Victor Crone, Fred Krieger, Vallo Kikas, Stig Rästa
465611
411Egert MilderGeorgia (On My Mind)
M/T: Kaspar Kalluste, Matteo Capreoli, Egert Milder
384
1112LauraBreak Me
M/T: Janne Hyöty, Jessica Hyöty, Laura Põldvere
12011

Finala Naţională Eurovision 2020 – Masse statt Klasse

Die Wahrscheinlichkeit am diesjährigen Finala Naţională Eurovision 2020 in Moldawien teilzunehmen war für alle eingereichten Songs relativ hoch. Im Ganzen gab es nur 37 eingereichte Beiträge und davon wurden dann 35 von einer Jury bewertet. Im Voraus wurde bereits bekannt gegeben dass man gegebenenfalls auch einen aus diesen Titeln direkt nominieren könnte Moldawien beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Das ist natürlich immer sehr Schade und gerade bei einem Land wie dem rumänischen Nachbarn, bei dem sich immer allerlei Schräges tummelt, doppelt Schade. Aber zum Glück kam es nicht dazu. Es wurden ganze 20! Beiträge ausgewählt die sich dann im Finale präsentieren sollten. Um es gleich klar zu stellen: diese Auswahl hätte man bequem auch auf 10 reduzieren können, denn so viel Qualität gab es tatsächlich nicht.

Das berühmteste Komponisten Duo verzeichnet dann der Song auf dem Todesslot 2, nämlich Dimitris Kontopoulos und Philipp Kirkorov die in vergangenen Contests bereits mit Ani Loraks Shady Lady (Platz 2, 2008) Erfolg hatten. Ersterer außerdem mit Sakis Rouvas This is our Night (Platz 7, 2009) und Kirkorov schließlich ebenfalls in Moldawien mit dem 2018er Titel My Lucky Day von DoReDoS die den 10 Platz im Contest erreichen konnten. Letzterer zusammen mit John Ballard, der auch die Komposition zu dem diesjährigen Song von Irina Kit vom 14. Startplatz lieferte.

Kompositorisch war es dann auch schon das Beste am gestrigen Abend. Wie nicht unbedingt unerwartet gewann dann auch schließlich Prison von Natalia Gordienko klar, indem sie sowohl Jury- als auch Televoting für sich entscheiden konnte. Irina bekam weder von der Jury noch von den Televotern Punkte. So weit liegen manchmal die Kompositionen namhafter Songwriter auseinander.

Auf Platz zwei sowohl bei der Jury als auch beim Televoting kam Pasha Parferni mit dem wunderbar skurrilen My Wine. Er singt davon dass seine PartnerIn ihn besoffen macht bis zum umfallen. Betrunken ist es dann egal wie der Geenüber aussieht und die runden offenen Münder in den Masken der Background Sängerinnen lassen auch irgendwie nur einen Schluß zu: hat man genug getrunken, dann kann man mit jedem.   Genau das wollen wir in einem Vorentscheid sehen. Wir lieben die Finala Naţională Eurovision 2020.

PlatzStartnr.InterpretTitelJury Zuschauerstimmen
(Televoting & SMS)
 Gesamt
StimmenPunkteStimmenPunkte
151Denis MidoneLike a Champion
M/T: Ylva Persson, Linda Persson
0011700
12Natalia GordienkoPrison
M/T: Dimitris Kontopoulos, Phillip Kirkorow, Sharon Vaughn
641230221224
203Georgeta BurlacuRăspunde!
M/T: Viorica Nagacevschi, Aurel Chirtoacă
00700
184Viorela MoraruRemedy
M/T: Ylva Persson, Linda Persson, Rickard Bonde Truumeel, Patric Skog, Will Taylor
004600
95Valentin Uzun & Irina KovalskyMoldovița
M/T: Valentin Uzun
9062966
76Lavinia RusuTouch
M/T: Lavinia Rusu, Jack Hardman, Rob Price
38613000
117Dima JelezogloDo It Slow
M/T: Dima Jelezoglo
3034344
68Diana RotaruDale dale
M/T: Eugen Doibani
4279907
29Pasha ParfenyMy Wine
M/T: Pasha Parfeny, Vica Demici
601016171020
1210Live BeatLove Me Now1529602
511Valeria PașaIt’s Time
M/T: Valeria Pașa, Smally, Gloria Gorceag
27350058
1712Maria CiolacOur Home008200
1913Sasha LettySummer of Love
M/T: Jacob Jonia
003700
1414Irina KitChain Reaction
M/T: John Ballard, Petrus Wessman
1007300
1015Petronela Donciu & Andreea PortărescuWe Will Be Legends
M/T: José Juan Santana, Rafael Artesero, Viorica Atanasov
13124034
816LANJERONHi Five38515416
1317Julia Ilienko feat. Mishel DarTears
M/T: Mishel Dar
7022922
418Catarina SanduDie for You
M/T: Dimitri Stassos, Jennifer Aalto Kallunki, Nikos Sofis
314824812
1519Alexandru CibotaruCine te-a facut să plîngi
M/T: Georgeta Voinovan
204300
320Maxim ZavidiaTake Control
M/T: Maxim Zavidia, Alexey Streltsov, Nikos Sofis
478650715

Unser Lied für Rotterdam – OMG

Endlich, nach den schlimmen Teaser-Videos, können wir uns freuen dass wir soeben den Song offiziell präsentiert bekamen, der Deutschland beim ESC in diesem Jahr vertreten wird. Wie erwartet ist es kein großer Name, sondern der zweitplatzierte der 8. Staffel von The Voice of Germany, Ben Dolic. Der 22-jährige gebürtige Slowene ist ESC-Fan und war bereits beim slowenischen Vorentscheid EMA 2016 als Teil der Band D Base dabei, wo er bis zum Halbfinale kam.

Ein richtiger Coup gelang dem NDR mit der Verpflichtung des Komponisten von Bens Song Violent Thing. Denn kein geringerer als Borislaw Milanow hat ihn geschrieben und wurde bei Unser Lied für Rotterdam direkt eingeladen und ausgiebig interviewt. Wer meine vergangenen Artikel über seine vorherigen Kompositionen wie zum Beispiel Poli Genovas If Love was a Crime (Platz 3, 2016), Kristian Krostovs Beautiful Mess (Platz 2, 2017), Eqinox Bones (Platz 7, 2018), Cesár Sampsons Nobody But You (Platz 3, ebenfalls 2018) oder Chingiz Truth (Platz 8, 2019) gelesen hat weiß, daß ich bekennender Fan von ihm bin.
Ich will nicht verschweigen dass es auch paar Songs gab, die beim ESC nicht so gut funktioniert haben. Hier wäre zum Beispiel Tijana Bogićević In Too Deep zu nennen, die mit einem 11. Platz im Halbfinale 2017 scheiterte. Aber es ist aktuell trotzdem schwierig das Grinsen der Zufriedenheit aus meinem Gesicht zu bekommen. Da hat mich der NDR völlig kalt erwischt.

Jetzt liegt es komplett an Ben, der mit Hilfe von Starchoreograph Marty Kudelka (“The Man behind Justin Timberlake”, JLO, Janet Jackson) fit für den Auftritt gemacht werden soll. Ein weiterer Coup des NDR, dem ich dann auch nicht mehr böse sein kann, dass er Unser Lied für Rotterdam kostensparend in der Sparte versteckt und dilettantisch ausgeführt hat.

Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können! Danke NDR!

Einige werden jetzt anmerken dass der Song jetzt noch nicht der richtige Kracher ist, aber ich denke hier wurde das Maximale herausgeholt. Ich kann mich hier nur festlegen und mich so weit aus dem Fenster zu lehnen dass ich auf eine Top 10 Platzierung tippe. Maximale Zufriedenheit meinerseits.

Neben der Präsentation des Videos zeigte uns Ben auch eine Live Akustik Version des Songs und man konnte dabei sehr gut erkennen dass es auch Live gut funktioniert. Das wird richtig gut in Rotterdam.

Vidbir 2020 – Kleiner Lichtblick am Balladenhorizont

Eigentlich hat die Ukraine mit Solowej (Соловей) von Go_A einen prima Song beim Vidbir 2020 ausgewählt. Er hat alles was wir ob der aktuellen Balladenflut gerne hören möchten. Leider gibt es  einen Nachteil: der Gesang hört sich an, als ob die Omas von Buranowskije Babuschki mit Tulia aus Polen zusammengetan und sich zu allem Überfluss noch in die recycleten, letztjährigen Bühnenoutfits von MARUV geworfen hätten. Aber was solls? Der Auftritt wird im Gedächtnis bleiben und eine sichere Finalqualifikation scheint für mich erreichbar zu sein. Ich hoffe aber nicht dass das derMaßstab fürs Finale in diesem Jahr sein wird, sondern dass wir noch ein paar modernere Songs in den kommenden Wochen bekommen.

Startnr.InterpretTitelDanylkoKarolDrozdovGesamtPunkteJury gesamtTelevoting (SMS) / App GesamtPlatz
ProzentPunkte
1Krutь"99"545145519,90%493
2Jerry Heil"Vegan"1113117,00%126
3Go_A"Solovey"666186625,43%6121
4David Axelrod"Horizon"33393311,30%255
5Khayat"Call for Love"454134420,93%592
6Tvorchi"Bonfire"22262215,44%354

Evrovizijska Melodija (EMA) 2020 – Kann das weg?

Die Parallelen sind unübersehbar. Genau wie in Norwegen wurde ein großer Tamtam um die diesjährige slowenische Vorauswahl Evrovizijska Melodija (EMA) 2020 angestellt. Man wählte 10 Teilnehmer, die fürs Finale gesetzt wurden und nutzte zusätzlich einen mehrstufigen Prozess um die noch fehlenden zwei Teilnehmer auszuwählen den man hier sogar einen eigenen Namen, EMA Freš, und wollte hier den jüngeren und unerfahreneren Künstlern eine Möglichkeit nehmen am Finale teilzunehmen. So weit so gut. Das große Fiasko passierte dann im Finale. In beiden Ländern gab es im Superfinale, die durch die jeweiligen Juries bestimmt wurden, nur Frauen mit eher nicht sehr abwechslungsreichen Songs für die Televoter zur Auswahl. In Norwegen war noch eine begrenzte musikalische Auswahl gegeben allerdings hatte man in Slowenien nur die Auswahl zwischen Ballade von großer blonder Frau und etwas schnellere Ballade von kleiner Brünetten Frau, die schon einmal beim Junior ESC den dritten Platz belegt hatte. Die mit großem Aufwand ausgesuchten EMA Freš Teilnehmer wurden direkt aussortiert. Jetzt nicht falsch verstehen die Siegerin Ana Soklič hat mit Voda eine schöne Ballade für den ESC vorgetragen, nur gab es eben für die Televoter quasi gar keine andere Möglichkeit. Dann soll man doch bitte gleich die Juries entscheiden oder wenigstens eine Auswahl bereitstellen. Wahrscheinlich hätten viele gerne die Jungs von Imset im Finale gesehen, die in Rotterdam sicherlich größere Chancen gehabt hätten als der ESC Stereotyp Frau mit Ballade. Aber nun gut. Den Song kann man sich sicherlich schön hören, nur werden die späteren Televoter ihn nach einmal anhören gut finden müssen um dafür anzurufen. Eher zweifelhaft, also bleibt es für Slowenien nur darauf zu hoffen genug Jurypunkte zu bekommen um ins Finale einziehen zu können.

Ich bin jetzt generell kein Juryhasser und finde sie auch durchaus gerechtfertigt um zu verhindern dass zu viele Spaßbeiträge den ESC kapern, allerdings hätten die Verantwortlichen der EMA 2020 doch etwas offener sein und auch Musikstile zulassen sollen, die nicht unbedingt dem eigenen Musikgeschmack entsprechen. Wie das trotz Jury gut gelingen kann, zeigte uns Portugal am gestrigen Abend, die eine sehr breit gefächerte Auswahl ins Finale schickte.

Startnr.InterpretTitel
Stimmen
1Simon VadnjalNisi Sam
2SaškaŠe kar lovim tvoj nasmeh
3Gaja PrestorVerjamem Vase
4Ana SokličVoda5035
5InmateThe Salt
6Manca BerlecVečnost
7Tinkara KovačForever
8Božidar Wolfand WolfMaybe Someday
9Parvani VioletCupid
10Klara JazbecStop The World
11ImsetFemme Fatale
12Lina KuduzovićMan Like U4369

Spanien 2020 – Tschuligum

Es gibt noch ein paar Songs die bereits ausgewählt wurden, die ich aber zwecks Zeitnot erst jetzt bewerten kann. Das verfälscht natürlich etwas die Bewertung, da beim ESC ja der erste Eindruck der relevanteste ist. Hier hatte ich bereits knapp zwei Wochen Zeit um mir den Titel Universo von Blas Cantó schön zu hören. Und das hat auch gut geklappt.
Anfangs hatte ich etwas Bedenken, denn es gibt nicht viele Sänger, die sowohl mit Kopfstimme als auch mit Bruststimme problemlos singen können. Einer der das meisterhaft beherrscht ist natürlich Rumäniens Dramaqueen MIHAI Trăistariu. Daher finde ich den Vergleich, obwohl dessen Stimme ein Volumen über 5 1/3 Oktaven hat, was bei Blas Cantó vermutlich nicht der Fall ist, absolut treffend. Ich fühlte mich jedenfalls sofort an den Rumänen erinnert als ich den Song zum ersten Mal hörte. Vielleicht hat er sich in diesem Jahr unter einem Pseudonym in den Contest eingeschlichen. Aber Spaß beiseite, ich finde Spanien hat hier eine solide Wahl getroffen, wenngleich der Song deutlich mehr Retorte ist als im vergangenen Jahr, wo Miki ja bekanntlich viel zu schlecht bewertet wurde.

Ich bin sehr gespannt wie Blas den Song auf die Bühne bringt. Warum er sich im Text des Titels immer wieder entschuldigt, kann ich nicht so richtig verstehen, allerdings ist der gesamte Text eher konstruiert denn schlüssig.

Spanien könnte dringend mal wieder ein Erfolgserlebnis gebrauchen. Ich kann das schlechte Abschneiden der vergangenen 15 Jahre auch nicht so richtig nachvollziehen. Nur 2x ein zehnter und einmal ein fünfzehnter Platz sind die einzigen Ergebnisse unter Platz 20. Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr wieder etwas weiter vorne zu landen.

Frankreich 2020 – What?

Was durften wir für schöne Chansons von unserem Nachbarn Frankreich bei vergangenen Contests hören. Die Hoffnung dass diese Tradition weiter besteht bekam heute Vormittag einen heftigen Dämpfer, denn die Grande Nation setzt jetzt auch auf einen Schönling der mit einem Thomas G:son Schwedenschlager daherkommt. Das was man sich in den vergangenen Jahren niemals getraut hätte wurde in diesem Jahr so Knall auf Fall Wirklichkeit.

Der fantastische und qualitativ hochwertige Vorentscheid Destination Eurovision wurde zugunsten der internen Auswahl ausgesetzt.

Wer jetzt denkt dass ein G:son ja so schlecht gar nicht sein kann wird hier eines Besseren belehrt. Der Song The Best in Me von Tom Leep ist bestenfalls B-Ware fürs Mello und hätte keine Chance sich für den ESC über einem Vorentscheid zu qualifizieren. Warum man hier auf die geballte Schwedenpower von Thomas G:son, Peter Boström und Jon Lundvik zurückgreifen musste bleibt das Geheimnis der dafür zuständigen Personen. Übrigens war auch Amir Haddad und Léa Ivanne daran beteiligt, sie durften wahrscheinlich die Strophen ins französische übersetzen damit wenigstens ein Tupfer Frankreich in dem Beitrag enthalten ist. Das letzte Mal als es ein Big 5 Land weg von ihrer eigenen Musikkultur hin zu dem Schwedenpop zog war 2015 Spanien mit Edurne und dem 21. Platz. Wenn das das neue Ziel von Frankreich ist, dann haben sie das erfüllt. So macht der ESC keinen Spaß.

Anstehende Veranstaltungen

  1. 1. Halbfinale ESC 2020

    Mai 12 @ 21:00 - 23:00
  2. 2. Halbfinale ESC 2020

    Mai 14 @ 21:00 - 23:00
  3. Eurovision Song Contest 2020

    Mai 16 @ 21:00 - 23:59
LandInterpret(VE)Song
Albanien AlbanienArilena AraShaj
Armenien ArmenienAthena ManoukianChains On You
Aserbaidschan AserbaidschanSamira EfendiCleopatra
Australien AustralienMontaigneDon't Break Me
Belgien BelgienHooverphonicRelease Me
Bulgarien BulgarienViktoriaTears Getting Sober
Dänemark DänemarkBen & TanYes
Deutschland DeutschlandBen DolicViolent Thing
Estland EstlandUku SuvisteWhat Love Is
Finnland FinnlandAksel KankaanrantaLooking Back
Frankreich FrankreichTom LeebThe Best in Me
Georgien GeorgienTornike KipianiTake Me As I Am
Griechenland GriechenlandStefaniaSUPERG!RL
Irland IrlandLesley RoyStory of My Life
Island IslandDaði & GagnamagniðThink About Things
Israel IsraelEden AleneFeker Libi
Italien ItalienDiodatoFai rumore
Kroatien KroatienDamir KedžoDivlji vjetre
Lettland LettlandSamanta TīnaStill Breathing
Litauen LitauenThe RoopOn Fire
Malta MaltaDestinyAll Of My Love
Moldawien MoldawienNatalia GordiencoPrison
Niederlande NiederlandeJeangu MacrooyGrow
Nordmazedonien NordmazedonienVasil GarvanlievYou
Norwegen NorwegenUlrikkeAttention
Österreich ÖsterreichVincent BuenoAlive
Polen PolenAlicja SzemplińskaEmpires
Portugal PortugalElisaMedo de Sentir
Rumänien RumänienRoxenAlcohol You
Russland RusslandLittle BigUno
San Marino San MarinoSenhitFreaky!
Schweden SchwedenThe MamasMove
Schweiz SchweizGjon's TearsRépondez-moi
Serbien SerbienHurricaneHasta La Vista
Slowenien SlowenienAna SokličVoda
Spanien SpanienBlas CantóUniverso
Tschechien TschechienBenny CristoKemama
Ukraine UkraineGo_ASolowej (Соловей)
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes KönigreichJames NewmanMy Last Breath
Weissrussland WeißrusslandVALDa Vidna
Zypern ZypernSandroRunning
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