Das zweite Halbfinale 2016 – Von Herzschlägen, Märchen und Verbrechen

Gestern Abend fand nun das zweite Halbfinale des ESC 2016 im Stockholmer Globen statt. Gastgeber sind, wie auch an den anderen zwei Abenden Petra Mende und Vorjahressieger Mans Zelmerlöw. Beide Moderatoren starten in Bestform und gaben uns erst einmal musikalisch einen Überblick um was es beim Eurovision Song Contest überhaupt geht.

Bedauerlicherweise dümpelte das zweite Semi ziemlich vor sich hin und bot wenig Abwechslung.

Das erste Highlight bot für mich Just, der mit seinem Heartbeat für Estland alle Register zog und für mich deutlich ins Finale einzog. Warum Peter Urban dann später von einer Überraschung sprach konnte ich nicht so richtig nachvollziehen. 

Über Polen habe ich im Vorfeld schon geschrieben, dass ich den Song einfach nur träge finde und ich nicht verstehen kann warum er so viele Klicks auf youtube verzeichnen konnte. Auch am gestrigen Abend konnte mich der in einer roten Zirkusjacke gekleidete Michal Szpak nicht überzeugen. Immerhin saß die Dauerwelle gut. Warum er sich allerdings fürs Finale qualifiziert hat, ist mir etwas rätselhaft.

Bei der Schweiz hatten wir zunächst etwas Sorge dass die Technik des Trickkleids Feuer gefangen hätte. Allerdings stellte sich ziemlich schnell heraus, dass es gar kein Trickkleid war sondern nur ein Streifenvorhand zum Schutz vor Mücken, den sie noch schnell von Muttis Balkontür abmontiert hatte. Die durchsichtige Leggins darunter, blaue Frisur und barfuß auf der Bühne stehend war sie für mich die erste Wahl für den Barbara Dex Award. Diesen gab es übrigens auch schon einmal für Deutschland, nämlich 1998 für Guildo Horn. Gibt es den eigentlich auch für den Tanzstil? Die Kniebeugen und das Armflattern fand ich sehr speziell.

Nach Israel kam dann eine sehr lange Durststrecke angefangen vom Klagelied aus Serbien, dem stimmlich unterirdischen Nicky Byrne, der als Ex-Westlife Mitglied das Solosingen nicht wirklich erfunden hat über den Salto von Donny Montell, dessen Song um Längen nicht an Love is Blind von 2012 herankam, da half auch kein Salto. 

Danach folgte Schlag auf Schlag Australien und Bulgarien, nur getrennt durch den sogar mir zu seichten Song aus Slowenien.

Was danach kommt war auch nicht viel besser als bei der Durststrecke. Warum das Ukrainische Lied ein Mitfavorit ist, muß mir mal noch jemand erklären. Meine ESC nahezu jungfräulichen Mitchatter fanden den Song unisono äußerst anstrengend, so dass schon erste Zweifel aufkamen ob nicht die Boxen am Fernseher kaputt seien.

Was mich dann allerdings überrascht hat, dass alle Georgien ziemlich gut fanden, ausgerechnet den Song den ich im Vorfeld als schlechtesten im ganzen Jahr bezeichnet hatte. Aber vielleicht waren einfach alle nur froh dass diese Midtempopopballadenallerlei endlich ein Ende hatte.

Das hielt natürlich auch nur 3 Minuten und dann ging es mit dem völlig verhunzten Fairytale von „Entschuldigung junge Frau ihr Kleid läuft aus“ Ende Tarifa weiter. Ich ärgere mich so maßlos über diese unnötige Ändern dieses wunderschönen Songs aus dem Vorentscheid. 

Als Abschluss kam dann noch Belgien, wie ich mich mittlerweile aufklären lassen mußte mit Queen Another One Bites the Dust und nicht Rappers Delight. 

Intervall Acts gab es auch noch: Man vs. Machine, eine Tanzperformacen zusammen mit 3 Robotern. Sehr schön umgesetzt und äußerst sehenswert.

Fürs Finale qualifizieren konnten sich somit Lettland, Polen, Israel, Serbien, Litauen, Australien, Bulgarien, Ukraine, Georgien, Belgien.

Ausgeschieden hingegen sind die Schweiz, Weißrussland, Irland, Mazedonien, Slowenien, Dänemark, Norwegen und Albanien.

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